"Thomas Mann und sein Hund" ist noch interessanter, als das Original
Ich habe das Buch erweitert und kommentiert und überdies in eine modernisierte Version des Deutschen verwandelt, ohne Thomas Manns Genie zu desavouieren. Insbesondere interessant ist Thomas Manns Neigung zu Gewalt und Züchtigung, in Hinblick auf seinen Hund, was immer wieder gerne, ähnlich wie sein Verhalten gegenüber minderjährigen Männern (Jungen) übersehen bzw. ignoriert wird. Testen Sie einmal diese Variante, ich denke, Sie werden es nicht bereuen!
Bewertung
5/5
09.11.2020
Buch (Taschenbuch)
Ein literarischer Leckerbissen für kurze Lesestunden
Hund: Liebster Freund des Menschen. Diese Kurzgeschichte zwischen dem Herrn und seinem Hund Bauschan sticht durch intensive und lebendige Beschreibungen heraus. Detailliert, zeitweise blumig, aber in wohldurchdachter Sprache beschreibt der Herr seinen durchaus liebgewonnenen Hund, der sich dem Urteil des Herrn nach aber auch oftmals ein wenig unbedarft zeigt, aber auch die Landschaft, welche Herr und Hund auf täglichen Spaziergängen bewandern.
Als der Hund eines Tages krank wird und für mehrere Tage in ein Tierklinikum muss, bestreitet der Herr seine Spaziergänge allein und erkennt anhand seiner Lustlosigkeit und mangelnder Freude die gewohnte Umgebung abzulaufen wie sehr ihm der Hund trotz seiner unperfekten Art doch fehlt.
Eine kurze Geschichte, die ich vor allem wegen des literarisch sehr gehobenen Sprachstils unglaublich gern gelesen habe.
Hunde haben Thomas Mann sein Leben lang begleitet. Einer von ihnen war Bauschan, mit dem er den Münchner Herzogpark durchstreifte. „Herr und Hund“ - entstanden 1918 - ist eine kleine literarische Weltflucht. Ein Wunder, mit wie viel Liebe und Können Thomas Mann über Bauschan schreibt. Sprachkunst auf höchstem Niveau, heiter und humorvoll.
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