Die Rezeption philosophischer Schriften der Aufklärung in Cathleen Schines Roman "Rameau´s Niece" Inauguraldissertation
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- Deutsch ausgewählt
14,90 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
26.10.2005
Verlag
BoD – Books on DemandSeitenzahl
152
Maße (L/B/H)
22/17/1,1 cm
Gewicht
277 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8334-3309-2
Bezugnehmend auf die Problemstellung der Aufklärung, die bereits im Titel anklingt, mit dem Schine auf Diderots Dialog „Le Neveu de Rameau“ anspielt, stellt die Autorin anhand der Protagonistin die Frage, ob Bildung glücklich macht – machen kann – in einer Zeit, in der man „enzyklopädisch“ vollumfänglich versorgt und Wissen über sämtliche mediale Kanäle ohne zeitliche oder anderweitige Begrenzung zugänglich ist. Sie fragt, ob der postmoderne Umgang mit Wissen beginnt, sich dem Umgang mit anderen zeitgenössischen Konsumprodukten anzugleichen, der nach modisch-irrationalen, primär marktwirtschaftlich orientierten Angebot-und-Nachfrage-Spielregeln funktioniert und das Bewusstsein über den durch reflektierende Geistestätigkeit – rein qualitativ – identifizierbaren Wert von Wissen durch seinen verführerisch kumulativen Fokus zu verdrängen droht.
Die Arbeit untersucht, in welch strategischer Weise Schine das dialogische Prinzip, bekannte Philosopheme der Aufklärung von Thomas Hobbes über John Locke und David Hume bis hin zu Immanuel Kant, sowie Hegels Dialektik und Foucaults Diskurstheorie in ihren Roman integriert, um schlussendlich vielleicht zu der Erkenntnis zu gelangen, dass „der Dialog tot ist, aber die Diskursvielfalt lebt“.
Besondere Aufmerksamkeit wird der „revolutionären“ Entwicklung der Heldin geschenkt, die dem Begriff revolvere als „return of a planet or a star to the same point from which it parted“ entspricht und die das ironisierende Motto des Romans zu bestätigen scheint: „Perhaps it was Diderot, anyway; perhaps it was, what he said: It is my job to seek truth, not to find it.“
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