• Produktbild: Armageddon des Kommunismus
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Armageddon des Kommunismus Strategie Wirtschaft und die DDR, 1970 - 1990

4

39,80 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

07.04.2006

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

688

Maße (L/B/H)

22/17/4,2 cm

Gewicht

1181 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8334-4590-3

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Taschenbuch

Erscheinungsdatum

07.04.2006

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

688

Maße (L/B/H)

22/17/4,2 cm

Gewicht

1181 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8334-4590-3

Herstelleradresse

Libri GmbH
Europaallee 1
36244 Bad Hersfeld
DE

Email: gpsr@libri.de

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  • Bewertung

    aus hamburg

    5/5

    07.01.2009

    Buch (Taschenbuch)

    Firmenhistoriker Grieger äussert sich zum DDR-Geschäft von VW.

    In der FAZ ("Generation Ost-Golf". Von Ingolf Kern, Berlin, 11. Dezember 2008) wird der VW-Firmenhistoriker Grieger zitiert, der in etwa, und zart, andeutet, welche Absichten die Volkswagen-Führung im Umfeld der deutschen Einheit 1988/90 verfolgte. Es wird von $-Zeichen in den Augen der VW-Manager gesprochen und Grieger behauptet, es sei um den Wert von 3(!) Produktionstagen des Wolfsburger Werkes, im Warenaustausch mit der DDR, gegangen. Dass ein neuer DDR-Pkw, Rumpfmotoren etc. (Zulieferungen) von VW aus der DDR bezogen werden sollten, wird wohlweislich von Grieger übergangen (dazu: my.nowpublic/forumfilm). Hahn/Müntzner schlugen das Beil im August/September 1989 vor. Die DDR gab in der Endphase die Anregung, neue Betriebe, mit westlichem Kapital, zu gründen, die - an Stelle der VEB - für die Devisenbeschaffung der DDR sorgen sollten. Das hieß: VEB sollten lediglich nur noch für den Eigenbedarf produzieren (aber s.Qualitätsprobleme: mit der Fertigung, z.B. für Rumpfmotoren für VW, z.T. Mäusedreck in den Zylindern!). Aber es ging um viel mehr, a) die Verschuldung der DDR, b) die DDR-Industrie als "Zulieferer" von VW, c) die Übernahme der DDR durch die den Westen - und damit das Ende des Kommunismus in Europa, nach 1923-26, 1941-45, 1947-1991) durch die "Dreizackstrategie" des Westens: 1) Reagans-mil./ökon. "Überrüstung" des Ostblocks, 2) Kredite à la Strauß, 3) die wirtschaftl. Übernahme des "cornerstone" DDR/à la CSSR 1967/68 als Auslöser des Implodierens des Ostblocks /Brzynski, Sicherheitsberater Carters (1990). Zit.: "Das SED-Politbüro freute sich in geheimen Papieren, daß der VW-Konzern 'äußerst günstige kommerzielle Bedingungen' eingeräumt hatte. Umgekehrt hatte die Wolfsburger Unternehmensspitze Dollarzeichen in den Augen. Manfred Grieger, der bei VW die Historische Kommunikation verantwortet, berichtet: 'Man sah die Möglichkeit des Marktzutritts zu einem bis dahin unerreichbaren Absatzgebiet. Und das Auftragsvolumen entsprach immerhin drei Produktionstagen des Wolfsburger Werks'".

  • Bewertung

    5/5

    29.10.2007

    Buch (Taschenbuch)

    Enriching Knowledge of International Relations.

    The Hamburg historian has here added to the already extensive list of his pioneering studies yet another major work. A work that reveals for the first time the secret machinations of West German big-business to infiltrate and cripple the industrial enterprises of communist East Germany is certainly breaking new ground. Fritz Fischer, his "Griff nach der Weltmacht" (1961) revealed that the various branches of German industry and financial management had crucially influenced official government policy regarding imperial expansion and annexations of foreign territory. "The Fischer Controversy" became the most passionately conducted academic debate of the post-war era. German industry and finance had indeed exerted a shaping influence on the formulation of grandiose imperial German war-aims. Given Schulte's remarkable list of publications it is interesting to learn that he is not a professor at some renowned German university, but a self-supporting, free-lance historian. There may be an explanation in the fact that Schulte refuses to bow to political correctness, and is not afraid to unmask the frankly embarrassing political machinations perpetrated at the highest levels of the German economy. In particular, Schulte's work illustrates how critical it is for the historian of international conflict to be aware of the industrial-economic potential of the competing powers and to understand how this as a structure de longue durée impacts on policy making. Schulte is very interested in the economies of the Soviet bloc countries in general and that of the former GDR in particular. It was crucial that during the East- West conflict these so-called command economies could deliver the necessary means to ensure that their military capacity could approximate that of the West. Schulte's work lays bare the economic realities of the Warsaw pact countries and highlights their underlying dependence on trade with the capitalist West. In all this the renowned economic strength of the Federal Republic of Germany from Adenauer to Kohl was a factor of the highest importance. Ultimately the economy of the rival German Democratic Republic was dependent upon both the formal political and the behind-the-scenes economic arrangements made between the leaders of West German industries, particularly automobile concerns, and their communist counterparts. By virtue of his unusual determination to investigate the records of the relevant firms Schulte has developed a unique kind of historiography, one that conventional university historians would feel inhibited to practise. By tracing the deals made between "industry" in the West and the managers of the East German economy, Schulte has illustrated the total inefficiency and bankruptcy of so-called command economies. What is extremely interesting is to learn how the captains of West German industry played their roles in bringing about the implosion of the Warsaw Pacts putatively most efficient economy.This unconventional work has immensely enriched our knowledge of the internal history of the collapse of the Eastern bloc. JOHN A. MOSES Classics, History and Religion, University of New England Australian Journal of Politics and History: Volume 53, Number 3, 2007, pp. 488-489.

  • Bewertung

    5/5

    28.11.2006

    Buch (Taschenbuch)

    Griff nach der DDR

    Dass in diesem Zusammenhang die Rolle der Volkswagen AG - via deren Ostgeschäft - entscheidende Bedeutung zukam, wird am Bespiel des Pkw-Projektes "Student" für den neuen DDR-"Volks"-Wagen entwickelt. Dieses Handelsgeschäft stand gleichzeitig in enger Interdependenz mit der bundesdeutschen Außenpolititik. Der ostdeutsche Geheimdienst war über die Vorstellungen und Absichten der westdeutschen Industriemanager orientiert. So finden die Ansichten der Volkswagenführung unter Carl Hahn, in den Gesprächen und Verhandlungen mit der DDR-Wirtschaftsführung ihren detaillierten Niederschlag in den Protokollen des Ministeriums für Staatssicherheit. Intensiv bemühte sich der Volkswagen Konzern um die Entwicklung von Geschäftsbeziehungen zur DDR-Wirtschaft. Das wird deutlich an Hand von Vorgängen auf der elementaren Ebene eines Filmprojektes für die Audi AG ("Audi-mobil.Fortschritt im Wandel der Zeit"). Ausdruck des Ingolstädter Strebens nach Selbständigkeit von Wolfsburg. Es ging naturgemäß um die Wurzeln der Auto Union AG (1930-1945) in Sachsen. Darüber kam es zur Nagelprobe im Machtkampf zwischen dem Audi-Vorstand Wolfgang R. Habbel und Carl H. Hahn. Im Zusammenspiel mit MfS und DDR-Staatsführung (G.Mittag/Beil, IM Kircherg) wehrte Wolfsburg diesen Vorstoß ab und nahm dabei in Kauf, dass der westdeutsche Vertreter der Audi-Bestrebungen in Gefahr geriet. Darüber hinaus spielte Wolfsburg mit Vertretern des MfS in Dresden in dem Bestreben zusammen, die Geschichte des Auto Union Konzerns zentral in der Wolfsburger Abeilung Archiv-Geschichte zu bearbeiten. Der "Handelsvertrag" mit der DDR (November 1984) hing jedoch an dem aufwendigen Versuch, ein VW-Modell als DDR-"Volks"-Wagen zu verkaufen. Die Finanzierung dieses Projektes scheiterte an der Unfähigkeit der DDR-Wirtschaft, genügende Qualität im Gegengeschäft zu liefern. Dennoch blieb Volkswagen dabei, dieses Geschäft durchzuführen, und dies mit dem Ziel, die DDR sich auf diesem Wege finanziell zu verpflichten. Damit bestand in Zukunft - so die Erwartung dieses "Volkswagen-Plans" -die Chance, die DDR in finanzielle Abhängigkeit von der Bundesrepublik zu manövrieren und damit ein Abschwimmen dieses "cornerstone" von RGW und Warschauer Pakt nach Westen zu bewirken. Parallel verfiel stetig die Zustimmung des Volkes zum DDR-Staat. Die hochbrisanten Quellen aus den Archiven des Ministeriums für Staatssicherheit zeigen die immer aggressiver werdende Stimmung der arbeitenden Bevölkerung (Verbrecherstaat), angesichts des mit Händen zu greifenden Missmanagements an Haupt und Gliedern der DDR-Wirtschaft. So wird, neben einer Innenansicht des Volkswagen-Konzerns, gleichzeitig an den strukturellen Problemen der DDR erkennbar, wie aussichtsreich der Plan war, die DDR-Industrie zum Zulieferer von Volkswagen zu machen und diese, auf diesem Wege, finanziell in die Hände des Westens zu manövrieren (Strauß-Kredit/1983).

  • Bewertung

    4/5

    21.04.2008

    Buch (Taschenbuch)

    Joerg Roesler: Schwierige Geburt eines deutsch-deutschen Automobildeals.

    ...Wirtschaftskooperation in den 80er Jahren und wird in den[r] historischen Literatur auch beachtet. Unterbelichtet sind bisher die daraus resultierenden Kontakte mit verschiedenen bundesdeutschen und französischen Automobilherstellern. Das Motorengeschäft erforderte, aufgrund seines für DDR-Verhältnisse ungewöhnlichen Umfanges, in Zeiten äußerster Investitionsverknappung die betriebliche Arbeitsteilung zwischen dem VEB Sachsenring und seinen Zulieferern weitgehend umzustellen und weitere Betriebe anderer Kombinate zu Zulieferern umzuprofilieren. Die Realisierung dieses Geschäftes offenbarte alle strukturellen Unzulänglichkeiten der DDR-Industrie wie in einem Brennspiegel. Dieser Umstand kommt bei Schulte deutlich und anschaulich zum Ausdruck. Die HA XVIII „begleitete" über ein Netz von IM alle Vorgänge, von den geheimen Verhandlungen mit westlichen Firmen, von denen VW schließlich den Zuschlag erhielt, bis hin zu den Klagen wirtschaftlicher Führungskräfte des VEB Sachsenring und der neuernannten Zulieferfirmen über ausbleibendes Material, schlechte Qualität der gelieferten Komponenten, unzureichende Qualifikation der Beschäftigten und deren nachlassende Bereitschaft zur Sonderschichten, um Liefertermine einzuhalten. Die DDR-Autoindustrie und ihre Probleme in den 70er/80er Jahren sind das Hauptfeld ostdeutschen Wirtschaftsgeschehens, das im Buch detailliert behandelt wird. Daneben widmet der Autor noch anderen Bereichen seine Aufmerksamkeit, etwa der Chemischen Industrie der DDR, die in den 80er Jahren de[r]n Weg zurück zur Gewinnung von Mineralöl aus heimischer Braunkohle prüfte. Schulte beschränkt sich aber nicht auf die Ebene der Betriebe und Kombinate. Über die Industrieebenen hinaus beschreibt er auch die „höchste“ Wirtschaftsebne der DDR, wo Mittag und Schalck-Golodkowski den Ton angaben und während der 80er Jahre innerhalb der SED-Führung bzw. mit Repräsentanten der Bundesrepublik die langfristige Weiterentwicklung bzw. kurzfristige finanzielle Stabilisierung der Volkswirtschaft der DDR diskutiert wurde. Aus der Wiederbelebung der Braunkohlenhydrierung ist nichts mehr geworden. Was die SED-Führung 1988 und 1989 zu Wirtschaftsfragen diskutierte, ist grundsätzlich bekannt. Das zähe Festhalten der Vertreter der Bundesregierung an Beziehungen zur SED-Führung bis in den Herbst 1989 hinein ist, wenn auch nicht so im Detail wie bei Schulte, bereits von Nakath und Stephan („Count-down der deutschen Einheit“) dokumentiert worden. So ist vor allem des Autors detailreiche Schilderung der Entwicklung der DDR-Autoindustrie im Ergebnis der Kooperation mit der Bundesrepublik für den Historiker von exemplarischem Interesse. Doch so aufschlussreich diese Informationen auch sind, zuweilen ist Vorsicht beim Umgang mit seinen Wertungen angeraten. Schulte, sichtlich erschrocken über die vielen Probleme, auf die er bei seiner Recherche gestoßen ist, spricht vom Armageddon der DDR-Wirtschaft, davon also, dass diese in den 80er Jahren auf eine Katastrophe zusteuerte. Dabei hat der ehemalige Offizier und spätere Wissenschaftler an der Bundeswehrhochschule in Hamburg offensichtlich nicht in Betracht gezogen, dass sich in den Akten, zumal denen der HA XVIII, vor allem Informationen darüber finden, was in der Wirtschaft nicht funktionierte. Was klappte, bedurfte kaum der Erwähnung. Der Rezensent, der in der zweiten Hälfte der 60er Jahre Akten der Staatlichen Plankommission einsehen konnte, stolperte dabei ebenfalls über eine Behandlungspanne nach der anderen. Ein Weg in die Katastrophe, wie es schien. Allerdings - in dieser Sache sei Schulte in Schutz genommen - hat die DDR-Wirtschaft die 50er Jahre überlebt und sich in den 60er Jahren zu einer ökonomisch stabilen Macht in Mitteleuropa gemausert (J.Roesler in: HORCH und GUCK, 4/2007, S.77f.).

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