Ein anarchistischer Bankier

SALTO Band 137

Fernando Pessoa

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Beschreibung

Von einem Freund befragt, gibt »ein großer Händler und ehemaliger Schieber« Auskunft über seinen Aufstieg vom einfachen Arbeiter zum wohlhabenden Bankier. Aber auch über seine anarchistische Gesinnung, die er nie aufgegeben hat. Mit erstaunlich schlüssiger Logik legt er seinem fassungslosen Zuhörer dar, dass diesem Aufstieg eine anarchistische Methode zugrunde liegt: »Geld zu erwerben, es in so großer Menge zu erwerben, dass sein Einfluss nicht mehr spürbar werden konnte.«
Der einzig logische Schluss kann denn auch nur lauten: Der wahre Anarchist muss Bankier werden, der wahre Bankier ist konsequenter Anarchist.
Reinhold Werners Nachwort, das sich mit Leben und Werk Fernando Pessoas beschäftigt, ist zugleich eine editorische Erläuterung eines ungewöhnlichen Textes, der zu den wenigen gehört, die Pessoa selbst veröffentlicht hat.

Fernando Pessoa, geboren 1888 in Lissabon, gilt als der bedeutendste moderne Autor Portugals. In Südafrika aufgewachsen, kehrte er mit 17 Jahren nach Lissabon zurück, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1935 eine unscheinbare Existenz als Außenhandelskorrespondent führte. Er selbst publizierte nur wenig, sein literarischer Ruhm setzte mit der Veröffentlichung seines Nachlasses ein, der 27453 Manuskripte umfaßt, darunter Lyrik, dramatische Skizzen und Essays.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 01.02.2006
Verlag Wagenbach, K
Seitenzahl 96
Maße 20,8/11,3/1,5 cm
Gewicht 151 g
Auflage 5. Auflage
Übersetzer Reinhold Werner
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8031-1236-1

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Logisch?
von Zitronenblau am 25.10.2008

Die Frage nach der Freiheit in Zeiten der Finanzkrise dürfte ganz aktuell den ein oder anderen interessierten Leser zu diesem Büchlein greifen lassen. Was er liest, um nicht allzuviel vorwegzunehmen, wird eine Auflösung sein: Die Auflösung eines vermeintlichen Widerspruchs, den der Titel äußert - denn ein Bankier dürfte doch nic... Die Frage nach der Freiheit in Zeiten der Finanzkrise dürfte ganz aktuell den ein oder anderen interessierten Leser zu diesem Büchlein greifen lassen. Was er liest, um nicht allzuviel vorwegzunehmen, wird eine Auflösung sein: Die Auflösung eines vermeintlichen Widerspruchs, den der Titel äußert - denn ein Bankier dürfte doch nicht gleichzeitig ein Anarchist sein, oder doch? Lesen Sie den Dialog (mehr Händlers Monolog) und lassen Sie sich von einer verblüffend einfachen und klaren Logik davon überzeugen, wie widersprüchlich es wäre, diesem Titel einen tatsächlichen Widerspruch zuzugestehen, ohne vorher darüber nachgedacht zu haben! Sehr gelungenes Stück mit Traktatscharakter...


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