Index
Band 1749

Index

Der Vatikan und die verbotenen Bücher

Buch (Taschenbuch)

12,95 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.09.2007

Verlag

C.H.Beck

Seitenzahl

303

Maße (L/B/H)

19/12,1/3 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.09.2007

Verlag

C.H.Beck

Seitenzahl

303

Maße (L/B/H)

19/12,1/3 cm

Gewicht

294 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-54778-2

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Was hinter dem Mythos steckt

Mario Pf. aus Oberösterreich am 24.01.2008

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Es gibt viele Bücher in denen Verbrechen der römisch-katholischen Kirche gegeißelt werden, wobei natürlich immer wieder gerne Buchverbote und Bücherverbrennungen als typisches Verbrechen ins Feld geführt werden. Aber wirklich selten fundiert gehen diese Werke auch näher auf die genauen Hintergründe des so genannten Index der verbotenen Bücher ein. Auch heute ist es wieder ein Thema, Bücher wie Filme und Internetseiten einer strengeren Zensur und Indizierung zu unterstellen, gerade wenn diese unglaubliche Gewalttaten oder radikale Botschaften verbreiten. Der erste Index wurde beispielsweise 494 erstellt um häretische Bücher bei der Zusammenstellung des Kanons auszuschließen, den wir heute als die Bibel kennen. Auch gab es damals noch keine Sanktionen gegen diese Werke und ihre Autoren, denn sie fanden sich beispielsweise ebenso wie die kanonischen Werke in klösterlichen Bibliotheken. Ursprünglich wurde dieser Index sogar noch als eine Art Richtschnur begrüßt an die man sich freiwillig halten kann. Erst mit der Aufklärung begann man den Index erstmals öffentlich zu verdammen, da er sich längst vom gut gemeinten Rat zu einem Instrument repressiver Unterdrückung entwickelt hatte, da Wissen nun einmal Macht war und die Kirche dieses Wissen durch gewisse Bildungsmonopole kontrollieren konnte, war sie auch im Besitz aller damit verbundenen Macht. Aber was war dieser Index der verbotenen Bücher wirklich? Als anerkannter Dozent für Kirchengeschichte lüftet Hubert Wolf den Mythos und entkräftet dadurch auch falsche Annahmen und die Legende vom Vatikanischen Geheimarchiv, in welchem viele historisch interessante Dokumente zwar verborgen sind, dabei jedoch weniger weil diese verschwiegen werden, sondern in einem unglaublich schlecht verzeichneten System begraben sind. Darüber noch hinaus schildert Wolf auch die historischen Hintergründe, sowie Arbeitsweise und Aufbau der Indexkongregation, wodurch man sehr viel über die beinahe fade Realität hinter dem Mythos erfährt, wie ein sehr geringes Arbeitspensum oder den Ruf der Kongregation als Sackgasse für jede Karriere. Nebenher war es auch notwendig dass ein zu indizierendes Werk erst in einer romanischen Sprache erscheinen musste, um überhaupt indiziert werden zu dürfen. Fazit: Ein Standardwerk für alle die sich ernsthaft oder wissenschaftlich mit dem Index der verbotenen Bücher befassen möchten.

Was hinter dem Mythos steckt

Mario Pf. aus Oberösterreich am 24.01.2008
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Es gibt viele Bücher in denen Verbrechen der römisch-katholischen Kirche gegeißelt werden, wobei natürlich immer wieder gerne Buchverbote und Bücherverbrennungen als typisches Verbrechen ins Feld geführt werden. Aber wirklich selten fundiert gehen diese Werke auch näher auf die genauen Hintergründe des so genannten Index der verbotenen Bücher ein. Auch heute ist es wieder ein Thema, Bücher wie Filme und Internetseiten einer strengeren Zensur und Indizierung zu unterstellen, gerade wenn diese unglaubliche Gewalttaten oder radikale Botschaften verbreiten. Der erste Index wurde beispielsweise 494 erstellt um häretische Bücher bei der Zusammenstellung des Kanons auszuschließen, den wir heute als die Bibel kennen. Auch gab es damals noch keine Sanktionen gegen diese Werke und ihre Autoren, denn sie fanden sich beispielsweise ebenso wie die kanonischen Werke in klösterlichen Bibliotheken. Ursprünglich wurde dieser Index sogar noch als eine Art Richtschnur begrüßt an die man sich freiwillig halten kann. Erst mit der Aufklärung begann man den Index erstmals öffentlich zu verdammen, da er sich längst vom gut gemeinten Rat zu einem Instrument repressiver Unterdrückung entwickelt hatte, da Wissen nun einmal Macht war und die Kirche dieses Wissen durch gewisse Bildungsmonopole kontrollieren konnte, war sie auch im Besitz aller damit verbundenen Macht. Aber was war dieser Index der verbotenen Bücher wirklich? Als anerkannter Dozent für Kirchengeschichte lüftet Hubert Wolf den Mythos und entkräftet dadurch auch falsche Annahmen und die Legende vom Vatikanischen Geheimarchiv, in welchem viele historisch interessante Dokumente zwar verborgen sind, dabei jedoch weniger weil diese verschwiegen werden, sondern in einem unglaublich schlecht verzeichneten System begraben sind. Darüber noch hinaus schildert Wolf auch die historischen Hintergründe, sowie Arbeitsweise und Aufbau der Indexkongregation, wodurch man sehr viel über die beinahe fade Realität hinter dem Mythos erfährt, wie ein sehr geringes Arbeitspensum oder den Ruf der Kongregation als Sackgasse für jede Karriere. Nebenher war es auch notwendig dass ein zu indizierendes Werk erst in einer romanischen Sprache erscheinen musste, um überhaupt indiziert werden zu dürfen. Fazit: Ein Standardwerk für alle die sich ernsthaft oder wissenschaftlich mit dem Index der verbotenen Bücher befassen möchten.

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