Zwischen Nation und Region Die Zeitschrift 'Gartenlaube' in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts
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- Deutsch ausgewählt
38,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
01.11.2007
Verlag
Diplomica Verlag GmbHSeitenzahl
108
Maße (L/B/H)
27/19/0,8 cm
Gewicht
278 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8366-5501-9
Die anvisierte Fragestellung dieser Arbeit lautete, wie die Öffentlichkeit bzw. die öffentliche Meinung einhergehend mit dem sozialen Wandel in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts innerhalb der Gartenlaube abgebildet bzw. sich aus der Analyse der dort abgedruckten Beiträge nachvollziehen lässt. Zwar konzentrierte sich die Zeitschrift (naturgemäß) weniger auf die politischen Tagesereignisse, trotzdem kann man in „den Aufsätzen der Gartenlaube […] das Gesicht einer ganzen Nation“ (Zang 1935: 5) auch politischer Art wieder finden. Die Gartenlaube war ein „Sprachrohr“ (Hermann Zang) des Bürgertums (wenn auch kein offizielles der liberalen Parteien) und zeigt, wie eben diese Schicht Lösungen bzw. Sinn konstruierte für ihre Handlungsaufgaben, speziell für eine Aufgabe: die Gründung einer deutschen Nation 1871. Nation und bürgerliche Gesellschaft waren im 19. Jahrhundert durch ein Spannungsverhältnis von integrativen und abgrenzenden, von vergemeinschaftenden und vergesellschaftenden Mechanismen bestimmt. Die hier durchgeführte Analyse hat gezeigt, dass die Abgrenzung nach außen (sei es durch Feind- oder Freundbilder) ein konstituierendes Element in der Repräsentation der (deutschen) inneren Einheit darstellte. Um gegen Ende des 19. Jahrhunderts mit der Kälte und den Bedrohungen einer – aus Sicht der Betroffenen - äußerst schwierig gewordenen Welt fertig zu werden, musste ein Ausgleich geschaffen werden – einen solchen Ausgleich versuchte auch die Gartenlaube. Durch Themen wie die Darstellung des von Fortschritt angeblich unberührt gebliebenen Landlebens sowie der Familie als Ort der Sicherheit und der Stabilität wurde Harmonie erzeugt als Pendant zu einem zunehmend ins Wanken geratenen, instabilen Lebensgefühl. Das Fazit dieser Arbeit zeigt den Wandel dieser bürgerlichen Familienzeitschrift einhergehend mit dem Wandel der (am Ende des 19. Jahrhunderts in verschiedenen Teil-Öffentlichkeiten ausdifferenzierten) deutschen Nation.
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