Heroische Sinnbilder

Heroische Sinnbilder

Zur Ausstellung im Ausstellungsraum Celine und Heiner Bastian, Berlin. Dtsch.-Engl.

Buch (Gebundene Ausgabe)

45,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Seit vier Jahrzehnten entwickelt sich das Werk
Anselm Kiefers (geb. 1945) aus Ablagerung, Kreuzung
und Überarbeitung von Themen, Motiven und Konstellationen
in unterschiedlichsten Medien. Immer jedoch
steht bei ihm die Auseinandersetzung mit Geschichte
und Mythologie im Mittelpunkt. Entstanden um 1970,
kurz vor seinem internationalen Durchbruch, führt der
großformatige Gemälde-Zyklus Heroische Sinnbilder zu
Kiefers Anfängen zurück, als er mit anderen 'Neuen
Wilden' daran arbeitete, das kollektive Schweigen der
Kunstwelt über die Katastrophe des 2. Weltkriegs und
des Dritten Reichs zu brechen.
Bei dieser Gedächtnisarbeit – die Heroischen Sinnbilder
sind Selbstportraits mit Hitlergruß in diversen naturalistischen,
illusionären und allegorischen Landschaften –
war Kiefer der erste, und provokanteste, Künstler, der die
Naziherrschaft mit seinem Körper und aus seinem Körper
heraus dargestellt und so eine Brücke zwischen Malerei
und Aktionskunst geschlagen hat. Berühmte Motive der
Kunstgeschichte zitierend und persiflierend, exorziert
der junge Kiefer die Gespenster der Vergangenheit am
eigenen Leib. Unser Band erscheint anlässlich der erstmaligen
Ausstellung des gesamten Zyklus im Frühjahr
2008 in Berlin.

Der Maler und Bildhauer Anselm Kiefer wurde am 8. März 1945 in Donaueschingen geboren. Stationen seines Kunststudiums waren Freiburg im Breisgau, Karlsruhe und Düsseldorf, zuletzt bei Joseph Beuys. Bekannt wurde Kiefer vor allem durch seine Materialbilder. In seinem Schaffen setzt er sich mit der Vergangenheit auseinander, berührt Tabu- und Reizthemen der jüngeren Geschichte, wie auch der NS-Herrschaft. Seine Werke zeichnen sich durch einen dumpfen, fast depressiv wirkenden, zerstörerischen Duktus aus. Meist verwendete Kiefer eine (Farb-)Fotographie als Ausgangsfläche, um sie dann mit Erde und anderen Rohmaterialien der Natur zu "bearbeiten". Charakteristisch für ihn ist, dass man in (fast) allen seinen Gemälden Schriftzüge und Namen von Menschen, Sagengestalten oder geschichtsträchtigen Orten findet. Dies sind verschlüsselte Siglen, wodurch Kiefer die Vergangenheit aufzuarbeiten sucht. Daher wird er oft mit einer als Neuer Symbolismus bezeichneten Stilrichtung in Verbindung gebracht. 2008 erhielt Anselm Kiefer den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Heiner Bastian war langjähriger Mitarbeiter von Joseph Beuys, heute lebt er als Kurator, Sammler und Publizist in Berlin.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.04.2008

Herausgeber

Heiner Bastian

Verlag

Schirmer/Mosel

Seitenzahl

60

Maße (L/B/H)

30,7/23,7/1,4 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.04.2008

Herausgeber

Heiner Bastian

Verlag

Schirmer/Mosel

Seitenzahl

60

Maße (L/B/H)

30,7/23,7/1,4 cm

Gewicht

702 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzer

Daniel Mufson

Sprache

Deutsch, Englisch

ISBN

978-3-8296-0361-4

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