Geschichte des Saarlandes

Beck'sche Reihe Band 2612

Wolfgang Behringer, Gabriele Clemens

(1)
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
8,95
8,95
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei

Weitere Formate

Taschenbuch

8,95 €

Accordion öffnen
  • Geschichte des Saarlandes

    C.H.Beck

    Sofort lieferbar

    8,95 €

    C.H.Beck

eBook (ePUB)

7,49 €

Accordion öffnen

Beschreibung


Seit dem Beitritt zur Bundesrepublik am 01.01.1957 ist das Saarland das jüngste der "alten" Bundesländer. Das Land an der mittleren Saar gehört seit der Eisenzeit zu den dicht besiedelten Gebieten Europas: hier wurden Eisen, Kohle und Edelsteine abgebaut und verarbeitet, Holzkohle, Glas und Keramik hergestellt. Im 19. und 20. Jahrhundert war es ein Zentrum der Schwerindustrie. Aufgrund seiner Grenzlage und der hervorragenden gewerblichen Entwicklung wurde es immer wieder Ziel französischer Annexionspolitik und Aufmarschgebiet für deutsche Angriffe auf das Nachbarland.

Prof. Dr. phil. Wolfgang Behringer , geb. 1956 in München, studierte Geschichte und Germanistik in München und promovierte über 'Hexenverfolgung in Bayern'. Er ist Professor für Frühe Neuzeit an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 22.10.2009
Verlag C.H.Beck
Seitenzahl 128
Maße (L/H) 18/12,6/1 cm
Gewicht 127 g
Auflage 1
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-58456-5

Weitere Bände von Beck'sche Reihe

Kundenbewertungen

Durchschnitt
1 Bewertungen
Übersicht
0
0
0
0
1

Geschichtsklitterung in Reinkultur
von Sylvie Becker am 20.01.2015

Können Sie sich die Geschichte der DDR ohne Erwähnung von STASI-Terror und Maueropfer vorstellen? Nein, ich auch nicht! Aber bei der vorliegenden „Geschichte des Saarlandes“ werden alle Merkmale der Unrechtsregierungen, die während der Besatzungszeiten im Saargebiet (1919-1935 und 1945-1955) zu beklagen waren, einfach igno... Können Sie sich die Geschichte der DDR ohne Erwähnung von STASI-Terror und Maueropfer vorstellen? Nein, ich auch nicht! Aber bei der vorliegenden „Geschichte des Saarlandes“ werden alle Merkmale der Unrechtsregierungen, die während der Besatzungszeiten im Saargebiet (1919-1935 und 1945-1955) zu beklagen waren, einfach ignoriert oder ganz bewusst unter den ideologisch gefärbten Teppich gekehrt! Kein Wort ist z. B. zu lesen über den unschuldig von der französischen Besatzungsmacht abgeurteilten und erschossenen Eisenbahner Jakob Johannes oder die etwa ein Dutzend weiteren Männer und Frauen, die erschossen oder abgestochen wurden. Die rigoros zuschlagende Geheimpolizei und Sûreté (gut mit der STASI zu vergleichen!) sind in den Erzählungen der Zeitzeugen heute noch bekannt, werden aber ebenfalls nicht erwähnt. Auch all die anderen Einschüchterungsmethoden wie Unterdrückung von politischer Opposition durch Verbote, Hausdurchsuchungen, Inhaftierungen, Zeitungsverbote, Versammlungsverbote, Verbote von Liedern oder Schließung von Gastwirtschaften hat es in der „Geschichte“ der beiden Autoren nicht gegeben. Und die Tatsache, dass in beiden Besatzungszeiten Hunderte von Menschen (darunter Journalisten, Lehrer, Beamte, Ärzte und sogar Pfarrer!) aus dem Saarland ausgewiesen wurden, sie also von heute auf morgen vor dem Nichts standen und keine Hoffnung mehr für die Zukunft ihrer Familie sahen, ist zwar in der westeuropäischen Geschichte einzigartig, den Autoren allerdings keine (!) Zeile wert. Hingegen kann man seitenlang nachlesen, welche Kulturbereicherung durch die Besatzungsregierungen erzielt wurden (z. B. Eröffnung von Museen oder Gründung von Theatervereinen). Das Infame an der Sache ist, dass in dem Buch zwar keine falschen Tatsachen stehen, aber dafür schlicht und ergreifend all das, was nicht in das Geschichtsbild der Autoren passt, weggelassen wird! Mir wird schlecht, wenn ich diese Ungerechtigkeit denke und dann lese, dass beide Autoren als Geschichtsprofessoren arbeiten... Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen über die sogenannte „Lügenpresse“ ärgern – in der Geschichtsschreibung stehen wir mittlerweile vor ähnlichen Problemen! Auch hier scheint Ideologie über Wahrheitsliebe zu stehen – leider ein immer wiederkehrendes Phänomen in der deutschen Geschichte...


  • artikelbild-0