Wissenssoziologie sozialer Probleme

Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkung.- 1. Probleme einer Theorie sozialer Probleme.- 1.1 Der Spaltung der Problemsoziologie.- 1.1.1 Die ‘ontological gerrymandering’-Debatte.- 1.1.2 Folgen für die Theorieentwicklung.- 1.2 Vergebliche Integrationsversuche.- 1.2.1 Das ‘Kokonmodell sozialer Probleme’.- 1.2.2 Objektivistische Einwände.- 1.3 Metatheoretische Erklärung.- 1.3.1 Materielle und symbolische Wirklichkeiten.- 1.3.2 Das Hyperreale.- 1.3.3 ‚Wirklichkeit‘in Wissenschaft und Alltag.- 1.4 Relativistische Problemtheorie.- 1.5 Die weiteren Bestimmungen.- 2. Die Verbreitung des Problemwissens.- 2.1 Determinanten des Wissenstransfers.- 2.1.1 Verbreitungsmächtigkeit.- 2.2 Selektionsmechanismen als Erfolgsfaktoren.- 2.2.1 Persönliche Selektionslogik.- 2.2.2 Ökonomische Selektionslogik.- 2.2.3 Evolutionäre Selektionslogik.- 2.2.4 Erfolgsfaktoren von Problemwissen.- 2.2.5 Zwischenfazit.- 2.3 Problemwissen in Massen- und Netzwerkmedien.- 2.4 Fazit.- 3. Deutungsmuster als Ursprung sozialer Probleme.- 3.1 ‘Deutungsmuster’ als heuristisches Konzept.- 3.1.1 Theoretische Stagnation.- 3.1.2 Theoretisch-methodische Probleme.- 3.2 Prolegomena zu einer Theorie sozialer Deutungsmuster.- 3.2.1 Deutungsmuster als Form von Wissen.- 3.2.2 Funktionen und Eigenschaften.- 3.2.3 Binnenstruktur und Arbeitsweise.- 3.3 Aufbau und Anwendung von Problemmustern.- 3.3.1 Musteranwender und Musterverbreiter.- 3.3.2 Die Rolle der Emotionen.- 3.4 Simulative Opferwerdung.- 3.4.1 Nachrichten: Verdacht.- 3.4.2 Ratgeber: Gewißheit.- 3.4.3 Selbsthilfegruppen: Identifikation.- 3.4.4 Talkshows: Bekenntnis.- 4. Virtuelle Probleme am Ende des 20. Jahrhunderts.- 4.1 Erstes Beispiel: „alien abduction experiences“.- 4.1.1 Zur Geschichte der Problemwahrnehmung.- 4.1.2 Das Problemmuster.- 4.1.3 Massenmedialer Mustertransfer.- 4.1.4 Reaktionen staatlicher Instanzen.- 4.2 Zweites Beispiel: „ritual cult abuse“.- 4.2.1 Das Problemmuster.- 4.2.2 Die Rolle der Strafverfolgungsbehörden.- 4.3 Konfigurations- und Schnittstellenmerkmale.- 4.3.1 Herstellung neuer Sinnzusammenhänge.- 4.3.2 Kohärenz mit anerkanntem Wissen.- 4.3.3 Entstehung institutioneller Handlungspraxen.- 4.3.4 Adaption an verschiedene Transfermedien.- 4.3.5 Vollständige Dichotomisierung von Schuld.- 4.3.6 Selbstreplikative Struktur des Musters.- 4.3.7 Existenz von Immunisierungsstrategien.- 4.3.8 Fazit.- 4.4 Die Wirklichkeit virtueller Probleme.

Wissenssoziologie sozialer Probleme

Grundlegung einer relativistischen Problemtheorie

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Beschreibung

1 Wenn Welten zusammenstoßen Dieses Buch zeigt, was geschieht, wenn zusammenkommt, was - auf den ersten Blick - nicht zusammengehört. Die Rede ist, der Buchtitel spricht dies aus, von der Soziologie sozialer Probleme auf der einen und der Wissenssoziologie auf der ande ren Seite. Wie wohl keine andere Teildisziplin symbolisierte die Soziologie sozialer Pro bleme lange Zeit gleichermaßen die 'Lebensnähe' wie das soziale Gewissen der uni versitären Sozialwissenschaften. Im Mittelpunkt ihrer theoretischen Überlegungen und empirischen Untersuchungen standen die vielfaltigen sozialen Verwerfungen, von denen moderne Gesellschaften offenbar regelmäßig heimgesucht werden ode- dies ist eine andere beliebte Lesart - die sie permanent hervorbringen. Der Name, den diese Teildisziplin nach den von ihr untersuchten Bestandteilen der sozialen Welt bis heute trägt, macht dabei unzweifelhaft klar, daß es dieser Soziologie per definitionem stets nur um die negativen Seiten des Sozialen gehen konnte. Innerhalb ihrer Disziplin war sie entsprechend fiir Anomien und Anomalien zuständig, welche von den Bindestrichsoziologien, die sich um die wohlorganisierte Gesellschaft kümmerten, ausgeklammert wurden (oftmals wohl zwangsläufig, manchmal aber auch nur allzu gern). Typisch fiir diese Perspektive der Problemsoziologie waren in Deutschland - wo diese Theorietradition bis heute fortlebt -die Arbeiten von Hans Haferkamp. Als problematisch erschienen ihm alljene sozialen Phänomene, bei denen es fiir die Be troffenen um die "Differenzen von tot oder lebendig, krank oder gesund, hungrig oder satt, gefangen oder frei" ging (H. Haferkamp 1987: 126).

Dr. Michael Schetsche ist wissenschaftlicher Assistent am Institut für empirische und angewandte Soziologie (EMPAS) der Universität Bremen.

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.04.2000

Verlag

VS Verlag für Sozialwissenschaften

Seitenzahl

234

Maße (L/B/H)

23,5/15,5/1,3 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.04.2000

Verlag

VS Verlag für Sozialwissenschaften

Seitenzahl

234

Maße (L/B/H)

23,5/15,5/1,3 cm

Gewicht

373 g

Auflage

2000

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-531-13504-5

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