Aggression bei Karl Kraus? Untersuchungen über Karl Kraus' Werk: "Die letzten Tage der Menschheit"
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Sprache:Deutsch
17,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
24.04.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
51 g
Auflage
3. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-638-93563-0
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,75, Ludwig-Maximilians-Universität München (Institut für deutsche Philologie/ Germanistikum), Veranstaltung: Dr. Meyer- Sickendiek: Einführung in die Affektpoetik, Sprache: Deutsch, Abstract: 1922 wurde das gewaltige Werk `Die letzten Tage der Menschheit` von Karl Kraus erstmals publiziert. Laut vieler seiner Kritiker sei das Weltkriegsdrama das bedeutendste Werk Kraus¿. (...) Das Werk Die letzten Tage der Menschheit gliedert sich, wie beispielsweise auch Heinrich Manns Kaiserreich- Trilogie oder Thomas Manns Zauberberg, in die Gruppe der Epochenbilanzen ein. Als das einzige Drama innerhalb dieser bilden Die letzten Tage der Menschheit einen Sonderfall. Doch auch innerhalb seiner nicht unumstrittenen Gattung brachte das Werk als zeitkritisches, satirisches Theaterstück durchaus Innovation hervor. (...) In dieser Arbeit gilt es, diese Kraussche Aggression in den letzten Tagen der Menschheit näher zu untersuchen. Im Wesentlichen soll geklärt werden, gegen wen sich die Aggressionen richten und durch welche Methoden die Angriffe erfolgen, die sich über das gesamte Werk hinweg erstrecken. Dabei werde ich zunächst auf die Gattungsfrage eingehen und einige elementare Strukturen erläutern. Anschließend wird unter Punkt 2. Grundlegendes bezüglich der literarischen Aggression dargelegt, bevor dies anhand einiger Beispiele direkt am Text veranschaulicht werden soll. (...) Die Hauptantriebskraft Kraus` war jedoch der Kampf gegen die Presse : "Nicht daß die Presse die Maschine des Todes in Bewegung setzte - aber daß sie unser Herz ausgehöhlt hat, uns nicht mehr vorstellen zu können, wie das wäre: das ist ihre Kriegsschuld!" (LTM S. 677) Mit Ausnahme der Nörgler- Passagen (,wie der hier zitierten,) urteilt Kraus nicht von außen oder von oben herab, sondern macht die Widersprüche und Verbrechen seiner Gegner durch Zitat- Montage sichtbar. Die Worte und Taten der Kritisierten verurteilen sich selbst. Manchmal wird dies erst dann wirklich deutlich, wenn Kraus sie in einen fiktiven Zusammenhang bringt. Doch die Wahrheit der Taten und Zitate gerät nicht durch die Fiktionalität in Mitleidenschaft. Kraus betont in den LTM "das Faktische gegenüber dem Fiktiven, das Ordinäre gegenüber dem Abgeleiteten, die Beobachtung gegenüber der Phantasie [...]" . (...)
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