Faunistische, wasserchemische und vegetationsökologische Untersuchungen an ausgewählten Quellen der Halbinsel Jasmund (Rügen)
-
- Taschenbuch ausgewählt
- eBook
-
Sprache:Deutsch
52,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
21.02.2008
Abbildungen
12 Farbabb.
Verlag
GRINSeitenzahl
160
Maße (L/B/H)
21/14,8/1,2 cm
Gewicht
241 g
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-638-90168-0
Der Schwerpunkt der Untersuchung lag auf einer Bestandsaufnahme des Makrozoobenthos. Alle Standorte wurden zweimalig qualitativ auf Makroinvertebraten beprobt. Ergänzend wurden Köderungen nach Strudelwürmern durchgeführt und die Landschneckenfauna erfasst. Gewässergüte und Ernährungstypenzusammensetzung wurden ermittelt und die Ähnlichkeiten der Zoozönosen verglichen.
Die Bestandserfassung der Vegetation an den Quellstandorten erfolgte in Form von Vegetationsaufnahmen. Die vorherrschenden Pflanzengesellschaften wurden bestimmt und die Ähnlichkeiten berechnet.
Ergänzend wurden stichprobenhafte wasserchemische Messungen durchgeführt.
Die Jasmunder Quellen besitzen fast alle eine artenreiche Lebensgemeinschaft mit hoher Taxazahl und einem mittleren bis hohen Anteil an quelltypischen und krenobionten Arten. Nur 3 Quellen weisen natürlicherweise eine artenarme Zoozönose auf. An 5 Standorten wurde das Glazialrelikt Crenobia alpina (Alpenplanarie) nachgewiesen.
An 9 Standorten wurden gesetzlich geschützte Quellflur-Gesellschaften (Montio-Cardaminetalia) bestimmt, die z.T. von nährstoffliebenden, artenreichen Feuchtwiesen- und Auwaldgesellschaften durchdrungen sind. Die Halbinsel Jasmund weist ein bedeutendes Vorkommen der in Norddeutschland sehr seltenen Kalk-Quellfluren auf. Die anthropogene Beeinflussung der Vegetation wird als mittel bis gering eingeschätzt. Sie besteht hauptsächlich im Eintrag von nährstoffreichem Grund- und Sickerwasser.
Die Wasserqualität wird insgesamt als gut eingeschätzt, die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung wurden nur in sehr wenigen Fällen leicht überschritten. Im Vergleich zu früheren Messungen zeigte sich eine schwache Versauerung der Quellwässer. An 3 Standorten wurden erhöhte Nährstoffgehalte festgestellt. Typisch für die kalk- und eisenreichen Quellwässer ist die Ausscheidung von Quellkalken und Eisenocker.
Die Mehrheit der untersuchten Gewässer befindet sich in einem naturnahen Zustand und ist nur in geringem Grad gefährdet. Eine Dringlichkeit von Schutzmaßnahmen ist jedoch insbesondere bei Quellen außerhalb des Nationalparks gegeben. Dort ist eine Minimierung der Nährstoffeinträge sowie die Ausweisung als Schutzgebiet anzustreben.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben und erhalten dafür eine Thalia Geschenkkarte.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice