Jan Steen: So de Oude songen so pypen de Jongen - Bildanalyse und -interpretation
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- Deutsch ausgewählt
17,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
15.11.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
28
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
56 g
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-640-21048-0
Sieht sich der unbedarfte Betrachter in der Berliner Gemäldegalerie das Gemälde "Die Kindstaufe" von Jan Steen an, dann erkennt er eine glückliche Familie, die nach einer gut verlaufenen Taufe eines Neugeborenen ein Fest feiert und sich freut, dass ein neuer Mensch soeben das christliche Sakrament erhalten hat. Die Frauen sitzen direkt neben der Wiege des Säuglings und unterhalten sich, die Kinder machen Musik oder spielen in dem großen Raum. Die Männer stehen hinter den Frauen und genießen den Tag mit einem gutem Schluck Wein oder einem genüsslichen Zug aus einer Pfeife. Im Hintergrund feiern die geladenen Gäste und freuen sich über die gelungenes Fest. Insgesamt macht das Bild einen einladenden und angenehmen Eindruck auf den Betrachter.
Dieser Eindruck ist nicht falsch, einen solchen Effekt wollte der Künstler auch erreichen. Es ist aber notwendig, den kulturellen Hintergrund des 17. Jahrhundert zu beleuchten, um zu erkennen, dass neben der Absicht des Malers, ein lustiges Familienfest zu zeigen, auch noch eine moralische Intention verborgen ist. Doch sofern der Betrachter die holländische Sprache beherrscht, ist es zunächst gar nicht so schwer, die Intention des Malers zu erkennen, diese steht nämlich auf einem Zettel, der am unteren Rand des Gemäldes, ganz im Vordergrund der Szenerie gemalt wurde: "So de Oude songen so pypen de Jongen." Es geht also offenbar um das Verhalten der Kinder und das der Erwachsenen und darum, wie beides miteinander zusammenhängt.
In dieser Arbeit möchte ich das um 1630 von Jan Steen gemalte Bild "So de Oude songen so pypen de Jongen" analysieren, es in seinen historischen Kontext einordnen und versuchen es zu interpretieren. Zunächst werde ich das Bild beschreiben. In einem zweiten Abschnitt beschäftige ich mich mit Jan Steen als Genremaler; ich werde kurz die Forschungspositionen bezüglich der holländischen Genremalerei vorstellen und beschreiben, was Jan Steen unter den holländischen Genremalern auszeichnete. Im dritten Kapitel zeige ich auf, in welche Traditionen die einzelnen Elemente dieses Bildes eingeordnet werden können und was sie bedeuten.
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