Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
01.02.2009
Verlag
VDMSeitenzahl
112
Maße (L/B/H)
22,3/15,1/1,2 cm
Gewicht
185 g
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8364-7715-4
durch schrittweise Demokratisierung immer mehr an
politischem Einfluss gewann, wurde den kolonisierten
Völkern innerhalb des Britischen Weltreichs das Recht
auf politische Mitbestimmung und nationale
Selbstbestimmung verwehrt. Im vorliegenden Buch wird
am Beispiel Britisch-Indiens aufgearbeitet, wie
dieser zentrale Widerspruch bewältigt und die
britische Kolonialherrschaft legitimiert wurde. Ein
zentrales Element war dabei, dass den Indern eine
grundsätzliche inferiore Andersartigkeit
unterstellt wurde. Anfangs verfolgten die Briten das
Ziel, diese Andersartigkeit aufzuheben und
stilisierten ihre Herrschaft zur Zivilisierungsmission . Bald wurde der Glaube an die
Wandelbarkeit des indischen Wesens jedoch
aufgegeben. Stattdessen setzte sich die Überzeugung
durch, dass die Inder aufgrund ihrer Rasse nicht
als potentiell gleichwertige Menschen betrachtet
werden und damit auch nicht die Gültigkeit
demokratisch-egalitärer Prinzipien für sich
beanspruchen konnten. Die dauerhafte britische
Herrschaft zum Schutz der Inder vor sich selbst wurde
nun zur moralischen Pflicht und Bürde des weißen
Mannes erkoren.
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