Besessenheit, Geistervertreibung und Seelenwanderung im Judentum
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- eBook
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
16.04.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
51 g
Auflage
3. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-640-30595-7
Der Platz, den Mystik und Magie im Judentum hat, scheint viel wichtiger zu sein, als man sich vorstellen könnte.
Selbst in der Folklore findet man viele Geschichten über Dämonen und Dybbuk- Besessenheit.
In der Vorbereitungsphase für meine Hausarbeit habe ich in meinem jüdischen Bekanntenkreis eine kleine Umfrage durchgeführt. Alle befragten waren erstaunt zu hören, dass es im Judentum "auch" Exorzismus und Seelenwanderung existiert. Niemand hörte jemals davon, obwohl alle jüdische Erziehung bekommen haben. Liegt es an mangelnder Werbung oder vielleicht daran, dass das esoterische Wissen nicht in die Hände der Unbefugten gelingen durfte? Oder zum eigenen Schutz der unschuldigen Seelen? Was auch immer der Grund, gehört Geistesbeschwörung im traditionellen Judentum nicht zum "Tagesprogramm."
In meiner Arbeit habe ich versucht den Überblick über die Situation zu verschaffen. Der Akzent liegt auf Safed im 16. Jahrhundert, weil die meisten Quellen aus dieser Zeit stammen. Das sindc aber nicht die frühesten Erwähnungen davon, sondern man spricht über das Thema Geister und Besessenheit schon sehr früh in den jüdischen Quellen. Es ist schwer zu sagen von wann genau die ersten Berichte sind.
Die Vorstellung, über so was wie Besessenheit von einem fremden Geist schon in dem Tanach im Buch von Genesis vorkommt, wie J. H. Chajes (2001) behauptet.
Zum Beispiel in 41:38 spricht der Pharao über Joseph, dass niemand wie er den Geist Gottes in sich hat.
In Exodus 31:3 verspricht Gott Bezalel mit dem Geist Gottes zu erfüllen, sodass er Inspiration für seine Arbeit bekommt. Der erste Exorzist in der jüdischen Geschichte war König David. Der König Saul war der erste Besessene.
Natürlich reicht das Wort "Geist" an sich noch lange nicht um behaupten zu können, dass es sich in diesem Fall von Besessenheit handelt.
Auch dem Christentum ist dieses Thema nicht unbekannt und zwar schon sehr früh.
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