Der Bischof als Vater der Armen: Otto von Bamberg
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Sprache:Deutsch
17,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
17.05.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
51 g
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-640-32748-5
Dieser Auszug stammt aus einem Gebet, dass in einem Büchlein zur Ottoverehrung aus dem Jahre 1714 stammt. Obwohl es über 500 Jahre nach seinem Tod gedruckt wurde, ist zu erkennen, dass Bischof Otto I. von Bamberg nicht nur in seiner Rolle als Bischof eine herausragende Person seiner Zeit gewesen sein muss. Viele seiner Eigenschaften waren offenbar so außergewöhnlich, dass er 1189, fünfzig Jahre nach seinem Tod, heilig gesprochen wurde. In verschiedensten Quellen, Urkunden, Legenden, Bildern und anderen Darstellungen sowie in der Forschung ist Otto von Bamberg vor allem als Reichsbischof zwischen Kaiser und Papst, als Politiker, Territorialherr, Pommernmissionar, Bauherr, Klostergründer und Klosterreformer beschrieben und gewürdigt worden. Neben diesem habe er sich, so beschreiben es die Quellen, immer wieder durch Fürsorge und Versorgung von Mittellosen und Kranken hervorgetan.
Die Armenfürsorge war ein wesentlicher Aspekt des Amts- und Selbstverständnisses der mittelalterlichen Bischöfe. Sie umfasste weit mehr als das Verteilen von Almosen oder Getreide in Zeiten von Hungersnöten. Die bischöfliche caritas bestand aus der Versorgung und Pflege von Kranken, Alten, Witwen, Waisen und Schwachen und ihrer Unterbringung in Hospizen und Spitälern. Es musste für Nahrung und Kleidung gesorgt werden und für eben alles, was diese Menschen zum Leben brauchten und es musste finanziert werden.
Mit der caritas des Bischofs Otto von Bamberg wird sich die vorliegende Arbeit beschäftigen. Sie beginnt mit einer kurzen Übersicht über den Lebensweg Ottos. Nach der Darstellung der Quellen und ihrer Problematik soll an konkreten Beispielen aufgezeigt werden, wie der Bischof die Armenfürsorge (bis über seinen Tod hinaus) organisierte und durchführte. Im Vorfeld wird es im vierten Kapitel einen kurzen Exkurs über die Armut im Mittelalter und den Armutsbegriff geben.
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