Die Vinland Sagas und L'Anse aux Meadows Eine Gegenüberstellung von literarischen Quellen und archäologischen Funden
-
- Taschenbuch ausgewählt
- eBook
-
Sprache:Deutsch
17,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
03.07.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
28
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
56 g
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-640-36080-2
klären sein. Der Name Vinland steht dabei in einem größeren Zusammenhang nicht nur für eine
nordische Siedlung, sondern für die Entdeckung Amerikas durch die Wikinger bereits um das
Jahr 1000 herum. In einer über 300 Jahren andauernden Diskussion wurden die verschiedensten
Orte entlang der Nordküste Amerikas vermeintlich als Vinland der Sagas identifiziert.
Dabei ist zu bedenken, dass die gesamte Quellenlage recht dürftig ist. Abgesehen von einzelnen
Verweisen in unterschiedlichen Quellen beruhen die wesentlichen Erkenntnisse auf zwei
isländischen Sagas, der Eiríks saga rauða (ES) und der Grænlendinga saga (GS), die zusammen
auch als Vinland Sagas bezeichnet werden. Über die genaue Entstehungszeit ist wenig bekannt,
aber es gilt als sicher, dass die Sagas erst 150-300 Jahre nach den Ereignissen niedergeschrieben
worden sind. Inwieweit die beiden Sagas also als verlässliche Quellen gesehen werden können,
muss daher erst noch näher erörtert werden.
Neben diesen schriftlichen Quellen fehlte allerdings lange Zeit ein eindeutiger Beleg für die frühe
Entdeckung Amerikas durch die Wikinger. Das änderte sich 1961 mit der Auffindung einer
Wikingersiedlung in Nordamerika durch den norwegischen Archäologen Helge Ingstad. Im
Zeitraum von 1961-1968 wurden unter der Leitung von Helge und Anne Stine Ingstad mehrere
Ausgrabungen bei L'Anse aux Meadows an der äußersten Nordspitze Neufundlands
durchgeführt. Diese Ausgrabungen brachten letztlich unwiderruflich den archäologischen Beweis
für die Entdeckung und versuchte Besiedlung Nordamerikas durch die Wikinger.
Die Frage nach der Aussagekraft der Vinland Sagas bleibt allerdings weiterhin offen. Lassen sich
überhaupt die Ergebnisse der Ausgrabungen bei L'Anse aux Meadows und die Aussagen der
Sagas zu einem einheitlichen Bild zusammenfügen? Oder widersprechen sich vielmehr die
schriftlichen Quellen und die archäologische Funde? Um diesen Frage nachzugehen ist es nötig,
sich kritisch mit den beiden "Quellen" auseinanderzusetzen. Dabei ist die besondere Art der
Quellen, einerseits in der literarischen Erzählform der Sagas und andererseits als archäologische
Fundstätte, zu beachten. Auf deren Eigentümlichkeiten wird in der Auswertung und der
methodischen Vorgehensweise in den einzelnen Abschnitten näher eingegangen werden.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben: Einfach Barcode scannen, Versandetikett ausdrucken, Bücher verschicken und Thalia Geschenkkarte erhalten.
Jetzt verkaufenKundinnen und Kunden meinen
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice