Tiefenpsychologie des Stotterns Standortbestimmung und ätiologische Wirkungsmacht
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Sprache:Deutsch
27,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
16.09.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
56
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,5 cm
Gewicht
96 g
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-640-42517-4
Was glauben Sie, ist die Paruresis eher organisch-physiologischen oder psychologischen Verursachungsfaktoren zuzuschreiben?
Es gibt Menschen, die bereits rot werden wie eine Tomate, wenn sie beim Bäcker nach dem Kassenbon fragen. Andere hingegen scheinen auch in den peinlichsten Situationen entweder gar nicht rot zu werden, oder allenfalls sehr leicht. Manche werden schon allein vom Gedanken rot, dass sie erröten könnten. Das krankhafte Erröten wird in der Medizin Erythrophobie genannt - ca. 1,5 % der Bevölkerung ist davon betroffen. Könnten Sie sich vorstellen, dass psychologische Verursachungsfaktoren bei dieser Krankheit ein Rolle spielen, oder glauben Sie, dass die Erythrophobie rein physiologische Ursachen hat? Manche Menschen brauchen um einen Satz einem anderen mitzuteilen mehr als eine Minute, voller Silbenwiederholungen, Dehnungen, Blockierungen und muskulären Verkrampfungen, sofern sie ihn überhaupt zu Ende führen und nicht schon vorher entmutigt aufgeben. Die gleichen Menschen können diesen Satz, wenn sie flüstern, ihn zu einem Tier sagen, im Chorsprechen oder für sich alleine sind, nahezu ohne Probleme, zum Teil sogar völlig Beschwerde frei aussprechen. Diese Menschen sind Stotterer. Ihr Anteil an der Weltbevölkerung beträgt ca. 1 %.
Halten Sie es für möglich, dass psychologische Faktoren Stottern verursachen können, oder glauben sie, dass die Störung rein organische Gründe hat? Während sich die Wissenschaft darüber einig ist, dass bei der Paruresis soziale Phobien und keine organischen Gründe krankheitsauslösend sind und auch bei der Verursachung der Erythrophobie eine psychische Störung maßgeblich beteiligt ist, werden tiefenpsychologische Überlegungen in der ätiologischen Stotterforschung nahezu überhaupt nicht beachtet, oder sogar ausgeschlossen.
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