Produktbild: Apostoloff

Apostoloff Roman

7

8,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.07.2010

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

248

Maße (L/B/H)

20,8/11,8/2,7 cm

Gewicht

266 g

Farbe

Wollweiß / Camel

Auflage

7

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46180-8

Beschreibung

Rezension

»Die glanzvollste Stilistin der deutschen Gegenwartsliteratur lässt eine Suada gegen Bulgarien los.« ("DIE WELT")
»Mit grosser Genauigkeit und einem sprachlichen Furor, der in der deutschen Literatur einzigartig ist, macht Sibylle Lewitscharoff den Zusammenhang zwischen Schmerz und Hass deutlich.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Sibylle Lewitscharoff kann schreiben und schäumen. Sie formuliert einfalls- und anspielungsreich, bissig, launig verspielt ... Lewitscharoffs Stil legt es nicht auf Analyse und Aufklärung des Familienunglücks an, sondern auf dessen Verwandlung ins Komödiantische, Burleske, Groteske, in ein Kasperltheater auf dem großen Weltjahrmarkt.« ("DIE ZEIT")
»Wenn sie wütend ist, wenn sie Gift und Galle spuckt, wenn sie rast, dann wird sie immer größer, richtig gut und unheimlich komisch.« ("WELT AM SONNTAG")
»Die großartigen Momente des Romans kommen durch seinen gnadenlosen Sprachwitz zustande. Von den mal bellenden, mal spitzigen, mal theatralisch fuchtelnden Tiraden dieser reisenden Schlechtelaunetyrannin kann man gar nicht genug bekommen. « ("Literaturen")
»Diese Stimme hat es in sich. Sie ist scharf, spitz und unverkennbar weiblich. Eine Tochter hebt zu sprechen an aber was heißt schon zu sprechen: sie spottet, hetzt, zetert, singt, kichert, schimpft, schwärmt, deklamiert, agitiert und zieht sämtliche Register der aristotelischen Redekunst. Ein Sturm geht auf uns nieder, ein töchterliches Redegeprassel ... « ("Frankfurter Rundschau")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.07.2010

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

248

Maße (L/B/H)

20,8/11,8/2,7 cm

Gewicht

266 g

Farbe

Wollweiß / Camel

Auflage

7

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46180-8

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Bewertung

    aus Emmenbrücke

    5/5

    01.07.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Super Reise- und Familienroman

    Ein Reisebuch, Schwesternbuch, Erinnerungs-, Trauer- und Abschiedsroman, Vaterbuch und Engelroman. Ausserordentlich witzig geschrieben, die Erzählerin setzt ihren unbegrenzten Wortschatz grosszügig ein. In der Mitte hat es Längen, aber allein für das letzte Kapitel lohnt es sich, weiterzulesen. Für Osteuropafans sowieso ein Genuss.

  • Edith Berger

    aus Graz

    5/5

    10.10.2011

    Buch (Taschenbuch)

    Sprachfeuerwerk

    "Apostoloff" von Sibylle Lewitscharoff ist die skurrile Geschichte zweier Schwestern auf ihrer Reise durch Bulgarien. Roadmovie, Reisebericht, Liebesgeschichte, Auseinandersetzung, vielleicht sogar Abrechnung mit dem Vater - all' das findet man in diesem Buch und geschrieben ist es in einer märchenhaft schönen Sprache. Ein Lesevergnügen erster Güte.

  • Bewertung

    aus Vöcklabruck

    5/5

    12.10.2010

    Buch (Taschenbuch)

    Erfrischende, schwarzhumorige Reise!

    Sibylle Lewitscharoff schreibt aus der Sicht einer jungen kampfeslustigen, wortfeinen, jungen Frau die mit ihrer Schwester in einem Leichenkonvoi, der auch deren Vater umfasst, unterwegs nach Bulgarien ist. Von dort kam der Vater vor vierzig Jahren nach Schwaben, wo auch die Schwestern aufwuchsen. Nun versucht Limousinenfahrer Rumen Apostoloff den Frauen „sein“ und des am Leben gescheiterten Vaters Land den jungen Frauen näherzubringen. Rückblickend erfährt man nicht nur schöne Dinge über den Vater, auch Bulgarien erscheint nicht in dem Glanz den Rumen Apostoloff erzeugen möchte, um Versöhnung zwischen Land, Vater und Töchtern zu erreichen. Der schwarze Sprachwitz lässt skurril-witzige Situationen entstehen, die diesem Buch die richtige Würze verleihen.

  • Bories vom Berg

    aus München

    4/5

    19.08.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Ihr könnt mich mal kreuzweise…

    Ihr könnt mich mal kreuzweise In ihrem vierten, 2009 erschienenen Roman «Apostoloff» hat Sibylle Lewitscharoff eine Karikatur ihrer selbst als Ich-Erzählerin erschaffen, deren an Thomas Bernhard erinnernde Hasstiraden dem Lande gelten, in dem sie durch ihren bulgarischen Vater zumindest teilweise selbst verwurzelt ist. Vier Jahre später erhielt sie den Büchnerpreis, weil sie «in ihren Romanen mit unerschöpflicher Beobachtungsenergie, erzählerischer Phantasie und sprachlicher Erfindungskraft die Grenzen dessen, was wir für unsere Wirklichkeit halten, neu erkundet und in Frage stellt», wie die Jury ihre Wahl begründete. Spätestens seit dem Eklat, den im Jahr darauf ihre Dresdner Rede ausgelöst hat, ist sie als streitbare Schriftstellerin dem Publikum auch außerhalb der Literatur als eine unerschrockene Querdenkerin bekannt geworden. All das erklärt mithin den unverwechselbaren Duktus des vorliegenden Romans, der ihr bisher persönlichster ist, mit etlichen autobiografischen Fakten, wie sie im Interview bekannt hat. Der titelgebende Apostoloff chauffiert die namenlose Ich-Erzählerin mittleren Alters und ihre Schwester im Anschluss an eine pompöse Trauerfeier in Sofia als Touristinnen durch das postkommunistische Bulgarien. In diese erste Erzählebene intermittierend eingeblendet wird als zweite Ebene die Vorgeschichte der Bulgarien-Rundfahrt. Ein gewisser Tabakoff, reicher bulgarischer Emigrant aus Amerika, hat nach dem Tod seiner Frau die fixe Idee, auch die anderen achtzehn inzwischen verstorbenen Mitglieder der gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in Stuttgart gebildeten, bulgarischen Exilanten-Gemeinde, begleitet von den Angehörigen in einem feierlichen Korso aus 13 Stretch-Limousinen, in die Heimat zu überführen. Dort sollen sie in einem monumentalen Grabmal gemeinsamen bestattet werden, auch der früh durch Suizid aus dem Leben geschiedene Vater der Schwestern gehörte zu diesem Kreis. Die geschäftstüchtige Schwester handelt das Einverständnis zur Umbettung des Vaters auf 70.000 Euro hoch, die der närrische bulgarische Krösus tatsächlich auch bezahlt. Dritte, bedeutsame Erzählebene ist die schwäbische Heimat und Familie der Damen, wobei der Freitod des Vaters, ein beliebter Frauenarzt, sich letztendlich als tief sitzende Ursache des ganzen Hasses auf die Eltern erweist. Diese drei narrativen Ebenen werden nicht getrennt erzählt, sie sind in buntem Mix mit abrupten Wechseln ineinander verschachtelt und erfordern volle Aufmerksamkeit des Lesers. Es wird aber immer wieder schnell klar, wovon die Rede ist, nicht nur bei der zeitlich direkt hinter einander liegenden Trauerreise und der anschließenden Rundreise, sondern auch bei der Jahrzehnte zurückliegenden Stuttgarter Jugendzeit der Schwestern. Zwischen Apostoloff, dem patriotischen bulgarischen Chauffeur, und der Schwester entwickelt sich ein verschämt verborgenes Techtelmechtel. Bei einem Gespräch mit dem Sohn des ehemaligen Nachbarn und Bordellbesitzers erfährt die Ich-Erzählerin, dass ihr Vater nach Kriegsende in einem Gefängnis in Sofia saß. In der gerüchteanfälligen bulgarischen Verwandtschaft hält sich deshalb hartnäckig die Lesart, der Vater sei vom Geheimdienst in den Tod getrieben worden, ersatzweise wird kolportiert, seine eigene Frau habe ihn ins Jenseits befördert. Mit aberwitzigen Wortgebilden und tollkühnen gedanklichen Schlenkern beschreibt die Autorin in ihrer Satire ein Bulgarien, das nicht gerade einladend wirkt, jedoch ziemlich stimmig beschrieben scheint. Vieles in ihrer Suada ist zum Brüllen komisch, auch «Heilandzack» heißt es da Lewitscharoff-typisch, aber zuweilen wird es auch sehr beklemmend, so zum Beispiel, wenn die misanthropische Ich-Erzählerin ihr «radikales Desinteresse an Kindern» betont. Ihr tief sitzender Furor wird in einem konträren, aufgekratzt wirkenden, fidelen Ton vorgetragen, all das Wüten und Zetern aber mündet in einem «Ihr könnt mich mal kreuzweise», mit dem der Vater ihr am Ende im Traum entgegentritt.

  • Volker Jentsch

    3/5

    30.06.2013

    Buch (Taschenbuch)

    Wenn es nur auf die Form…

    Wenn es nur auf die Form ankäme, und wenn ich zu entscheiden hätte, würde ich Apostoloff noch einmal lesen. Weil Frau Lewitscharoff viele kleine und größere sprachliche Leckerbissen in ihre Erzählung eingestreut hat. Darunter die Beschreibung der Zwillinge Wolfi und Marco. Oder "die frisch geschlüpfte Geldgeneration" und "spatelförmige Nägel der parfümierten Sommerkellnerinnen". Frau Lewitscharoffs Spott ist gnadenlos, aber völlig in Ordnung. In dieser Hinsicht gibt es wenige, die ihr das Wasser reichen können. Auch nicht Eva Menasse, die in ähnlicher Absicht unterwegs ist. Allerdings erliegt auch Frau Lewitscharoff , leider, wie ihre Schriftsteller-Kolleginnen, nicht selten der Krankheit der sinnlosen Wort-Spielereien. "Dreck, Zwingdreck, Kraftdreck, Volldreck" habe ich stellvertretend für viele herausgegriffen, mit der sie die überwiegend monströse Denkmalkultur in Bulgarien zu geißeln versucht. Das sind nichts anderes als Zeilenfüller, in meinen Augen, das hätte sie nicht nötig. Sei's drum, es schmälert nicht den Wert der geglückten Szenen, wohl aber den Wert des Buches im ganzen. Wenn es nur auf den Inhalt ankäme, und wiederum ich entscheiden dürfte, würde ich Apostoloff keinesfalls ein zweites Mal lesen. Schon beim ersten Mal hatte ich Mühe, bis zum Ende zu kommen. Die Exhumierung der Exilanten, davon betroffen vor allem der Vater, mit dem sie ganz offensichtlich Liebe und Haß verbindet; der sich dahin schleppende Konvoi; die endgültige (?) Bestattung in Bulgarien − all das ist an den Haaren herbeigezogen. Die Erzählung sagt mir wenig, sie bewegt mich nicht. Frau Lewitscharoff hat ihre Geschichte erfunden, um ein Buch zu schreiben. Besser anders herum: sie hätte ein Buch erfunden, um ihre Geschichte zu schreiben. Aber ganz so einfach ist es nun auch wieder nicht. Auch wenn ich die Geschichte für mißglückt halte, so enthält sie doch einige schöne Szenen, die ich nicht vergessen werde. Dazu gehört, wenn die kleine Sybille dem Vater die Zeitung vorliest und noch gar nicht lesen kann. Das Bild ist so schön, das läßt sogar das Gift vergessen, das sie von Anfang bis zum Ende über den Vater ausgießt, was nicht völlig abwegig erscheint, wenn er nach der Devise "Bitte mich zu entbehren", wie im Buch angegeben, sich aus dem Leben stiehlt. Angemerkt: die Geschichte mit ihren Eltern ist ganz und gar nicht "erzkomisch", wie das der lächerliche Klappentext des Buches verzeichnet, sondern im Grunde ziemlich ernst und traurig. Wenn Frau Lewitscharoff ihre Messer an unserer Gegenwart wetzen und dabei auch die Dirigenten nicht verschonen würde, unter denen wir alle leiden, das wäre doch was. Wir brauchen ihre Fantasie, ihren Witz, Ernst und Mut für Kolumnen, die aus der Reihe tanzen. Vielleicht schreibt sie schon daran. Ich jedenfalls wünschte es mir.

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  • Produktbild: Apostoloff

  • Unterwegs mit Rumen



    Bitte mich zu entbehren



    Fleisch!



    Wieviel?



    Lösch mir meine Augen, Kleines



    Gold



    Gärten



    Schwarze Gehäuse



    Das Mauerblümchen



    Bundesverdienstkreuz



    Schumen



    Knackende Flügel



    Ein glückliches Paar



    Jackie



    Ans Meer



    Varna



    Roxy



    Potpourri



    Mohnaugen



    Nessebar



    Weiter!



    Sofia



    Alles Weitere bleibt geheim