Die Entwicklung des französischen Feuilletonromans im 19. Jahrhundert
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Sprache:Deutsch
17,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
21.02.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
36
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,4 cm
Gewicht
68 g
Auflage
3. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-640-54212-3
Feuilletonromans liegt der vorliegenden Arbeit zugrunde, doch ihre Beantwortung am Anfang
würde zuviel auf einmal vorweg nehmen. Anhand seiner historischen Voraussetzungen und
Entwicklungen sollen zunächst die wesentlichen Charakteristika herausgearbeitet und
diskutiert werden. In der Conclusio soll dann der Versuch einer theoretischen
Systematisierung unternommen werden und auf eventuell auftretende Problemschwerpunkte
hingewiesen werden.
Die verwendete Periodisierung ist Lise Queffélecs Büchlein Le roman feuilleton au XIX
siècle entlehnt, wobei die Ereignisse der "Übergangsphase" (periode de transition) in den
beiden hauptsächlichen Phasen mitbehandelt werden. Die Autorin weist ihrerseits bereits auf
die Relativität einer jeden Periodisierung hin. In der Retrospektive ist es zur gängigen Praxis
geworden, Epochenphänomene, wenn möglich, in einzelne Phasen zu untergliedern, um
wesentliche Strukturen und Strömungen sichtbar zu machen und voneinander abzugrenzen.
An dieser Stelle ist jedoch Vorsicht geboten. So wie das Leben vielfältigen dynamischen
Prozessen unterliegt, sind nachträglich gezogene Periodengrenzen auch niemals starr, sondern
fließend und sollen vor allem als Orientierungshilfe dienen. Stets verschieben sie sich je nach
Blickwinkel und Fragestellung. Auch ist es nicht ratsam, kulturelle, politische oder soziale
Aspekte strikt voneinander zu trennen, da wichtige Synergieeffekte und Zusammenhänge
unterschlagen werden und einem gewissen Schematismus zum Opfer zu fallen. Das exakte
Nachzeichnen und Abgrenzen unter möglichst allen Gesichtspunkten führt von einer
unvermeidlichen Abstraktion zur ungewollten Verzerrung. Da eine absolute Periodisierung
also notwendig defizitär sein muss, soll diese im Hinblick auf das vorliegende Thema stets als
eine Möglichkeit betrachtet werden. Die zeitgeschichtliche Untersuchung beginnt im Jahre
1836 mit dem ersten veröffentlichten Feuilletonroman überhaupt und endet im Jahre 1914,
was nicht das Verschwinden des Feuilletonromans bedeutet, so doch zumindest das Ende
seiner bis dato unbestrittenen Vormachtstellung unter den Unterhaltungsmedien. Zudem ist
der Ausbruch des ersten Weltkrieges ein wohl nicht zu ignorierender Markstein in der
Menschheitsgeschichte überhaupt, weshalb auch der Feuilletonspezialist Hans-Jörg
Neuschäfer den historischen Rahmen von 1836-1914 absteckt. (Neuschäfer 1986, S. 2)
[...]
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