Anreizwirkungen von Verrechnungspreisen
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Sprache:Deutsch
18,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
04.03.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
51 g
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-640-55098-2
Verstärkt oder gar überhaupt möglich werden diese Erscheinungen durch dezentrale Organisationsstrukturen, die Entscheidungsautonomie sowie Selbstständigkeit der Divisionen forcieren. Die Bereiche agieren wie Unternehmen in Unternehmen, nutzen Synergievorteile und Handlungsfreiheiten, aber führen auch zu Kontroversen und nichtwahrheitsgemäßer Berichterstattung zu Lasten des Gesamtergebnisses. Hier sollen Verrechnungspreise Abhilfe schaffen und Anreize setzen, um das Handeln der Manager auf die Gesamtziele der Unternehmung zu richten und opportunistisches Verhalten zu dezimieren.
Marktorientierte Verrechnungspreise eignen sich aufgrund der externen Indikatoren bestens für eine objektive Ergebnisbewertung und -zurechnung und somit zur Entwicklung von Anreizen. Kritisch betrachtet wird diese Thematik aber aufgrund ihrer illusorischen Annahme von perfekten Märkten und Informationssymmetrien. Kostenorientierte Verrechnungspreise sind einfach bestimmbar, weil sie sich unkompliziert aus der internen Kostenrechnung deduzieren lassen. Der wohl bekannteste Vertreter, Hirshleifer, besagt, dass der optimale Verrechnungspreis auf Basis von Grenzkosten gebildet wird. Dies führt allerdings zum "Dilemma der pretialen Lenkung", das bereits 1903 von Schmalenbach aufgezeigt wurde. Verhandlungsorientierte Verrechnungspreise werden als Laissez-Faire-System eingesetzt, welches die Manager zu selbstständigen Verhandlungen befähigt. Während hier oft das so genannte Hold-Up-Problem und folglich Unterinvestition auftritt, lösen Edlin und Reichelstein dies und argumentieren mit "fixed-price contracts" und "renegotiating".
Die kritische Würdigung zeigt, dass es weder für die Bildung von Verrechnungspreisen, noch für die Entscheidung, ob eine Organisation dezentral oder zentral geführt werden soll, einen One Best Way geben kann, sondern vielmehr Spielräume für unterschiedlichste Interpretationen und subjektive Anwendungsmöglichkeiten zugelassen werden.
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