Produktbild: Schwarzer Markt
Band 54

Schwarzer Markt Kriminalität, Ordnung und Moral in Bremen 1939-1949

57,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.11.2011

Abbildungen

4 Abbildungen, 4 Grafiken

Verlag

Campus

Seitenzahl

515

Maße (L/B/H)

21,5/14,4/3,4 cm

Gewicht

640 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-39298-1

Beschreibung

Rezension

"Das Buch ist ... einer der wichtigsten Beiträge zur Zeitgeschichte der Kriminalität.", Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, 99. Band, Heft 4, 01.09.2012

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.11.2011

Abbildungen

4 Abbildungen, 4 Grafiken

Verlag

Campus

Seitenzahl

515

Maße (L/B/H)

21,5/14,4/3,4 cm

Gewicht

640 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-39298-1

Herstelleradresse

Beltz Verlagsgruppe GmbH & Co. KG
Werderstr. 10
69469 Weinheim
DE
info@campus.de

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  • Produktbild: Schwarzer Markt
  • Inhalt

    Einleitung 13

    1 Der Schwarze Markt während des Krieges 51
    1.1 Das Bewirtschaftungs- und Rationierungssystem und die Entwicklung der Versorgungslage 52
    Kriegsernährungswirtschaft und Ernährungslage 53
    Lenkung und Entwicklung des Verbrauchs anderer Konsumgüter 56
    1.2 Die Entwicklung des Schwarzen Marktes 59
    Warenquellen des Schwarzen Marktes 60
    Preisentwicklung und Umfang des Schwarzhandels 62
    Tausch- und Schleichhandel 63
    Vergehen gegen Preisbestimmungen 64
    Marken- und Bezugsscheindelikte 65
    Korruption und Schwarzer Markt 67
    Schwarzer Markt und kriminelles Milieu 68
    Eigentumsdelikte 69
    Ausbreitung der Alltagsdelinquenz 71
    1.3 Die Bekämpfung des Schwarzen Marktes 73
    Bewirtschaftungs- und Kriegsstrafrecht 75
    Polizeiliche Feindbilder des Kriminellen und Kriminalprävention 79
    Polizeiliche Bekämpfung des Schwarzen Marktes 81
    Zwei Grundtendenzen der polizeilichen Kriminalitätsbekämpfung 87
    Strafrechtspflege im Krieg: "Kriegswirtschaftsverbrecher" und "Volksschädlinge" vor Gericht 88
    "Tätertypen" und soziale Differenzierungen 93
    Die Kriegswirtschaftsverfahren im zeitlichen Verlauf 97
    1.4 Schwarzer Markt, Volksgemeinschaftspropaganda und fragmentierte gesellschaftliche Kommunikation 103
    Konsum, Rationierung und Volksgemeinschaft 106
    Haltungen in der Bevölkerung zu Rationierung und Versorgungslage in den Lage- und Stimmungsberichten 116
    Die mediale Inszenierung der Schwarzhandelsbekämpfung 116
    Haltungen in der Bevölkerung zum Schwarzhandel und zur Strafverfolgung in den Lage- und Stimmungsberichten 122
    Schwarzer Markt als Grenze der Bindekraft des Volksgemeinschaftsdenkens? 126

    2 Der Schwarze Markt in der Nachkriegszeit 130
    2.1 Bewirtschaftung, Rationierung und Versorgungskrise 130
    Bremen in der Ernährungs- und Versorgungskrise 135
    2.2 Ausweitung des Schwarzen Marktes 138
    Neue Akteure und neue Quellen des Schwarzen Marktes 141
    Marken- und Bezugsscheindelikte 147
    Regionale Schwarze Märkte und interregionaler Handel 150
    Eigentumsdelinquenz 154
    Verfestigung des Schwarzen Marktes - neue Strukturen und Routinen 155
    2.3 Die Bekämpfung des Schwarzen Marktes 158
    Nebeneinander von Militärregierung und taktischen Truppen 159
    Die unterbleibende Verfolgung von Schwarzmarktdelikten der Besatzungstruppen 162
    Gesetzliche Grundlagen der Schwarzmarktbekämpfung 169
    Schwarzmarktbekämpfung zwischen Kontrolle der Wirtschaft und Wahrung der öffentlichen Sicherheit 173
    Die Bremer Wirtschafts- und Ernährungsbehörden 176
    Öffentliche Sicherheit und Ordnung: Public Safety und deutsche Polizei 182
    Die Bremer Kriminalpolizei - Neuaufbau und Kontinuität 186
    Perspektiven der polizeilichen Schwarzmarktbekämpfung 191
    Polizeiliche Tätigkeit im Spiegel der Kriminalstatistik 196
    Nachkriegsjustiz: Urteilsproduktion im Schnellverfahren, überlastete Gerichte und überfüllte Gefängnisse 202
    Schwarzmarkt- und Eigentumskriminalität vor den Gerichten der Militärregierung 209
    Die deutschen Gerichte: Schwarzschlachtungen, Fahrraddiebstahl und der kriminalpolitische Neubeginn 218
    Die kriminalpolitische Entwicklung bis zur Währungsreform 225
    2.4 Schwarzer Markt, öffentliche Sichtbarkeit der Kriminalität und "Zusammenbruch" der Ordnung 229
    Die Nachkriegsgesellschaft als "Schicksalsgemeinschaft": alte und neue Deutungsmuster von Rationierung und Mangel 231
    Neue Sichtbarkeit gesellschaftlicher Gegensätze und Verteilungskonflikte 235
    Öffentliche Kritik und sichtbarer Vertrauensverlust 238
    "Während das Volk hungert…": medial-öffentliche Deutungen von Schwarzhandel und Bestrafung 240
    Sichtbarkeit der Alltagsdelinquenz und Verschiebung der Diskussion um Normbruch und Strafe 242
    Ambivalente Deutung: Die illegale Selbsthilfe in den Medien 247
    Ambivalente Erfahrungen 252
    Massenhafte Kriminalität als Zusammenbruch der Ordnung und als neue Normalität 253
    Zwischenfazit: Die Kriminalität des Schwarzen Marktes in diachron vergleichender Perspektive 258

    3 Überlebensmoral der Schwarzmarktgesellschaft zwischen alltäglichem Normbruch und Ordnungsloyalität 264
    3.1 Schwarzer Markt, Eigentumsdelinquenz und die Verbraucherinnen und Verbraucher 264
    Illegale Selbsthilfe und Überlebensmoral 267
    Illegaler Handel als "Schule des Marktes" und als eigen-sinniges Beharren auf bekannten Verhaltensweisen 273
    Moralische Rechtfertigungen und Abgrenzungen von Kriminalität in Geschichten vom Schwarzen Markt 279
    Überlebensmoral und die Aneignung fremden Eigentums: Was und wieviel "darf" man in der Not nehmen? 288
    Plünderungen und Ordnungsverlust 293
    Überlebensmoral und Dynamik der Menge 297
    Die Plünderungen aus der Herrschaftsperspektive: Einschreiten der Ordnungskräfte 300
    Überlebensmoral, Normverletzung und Konfrontation mit Polizei und Gericht 305
    Diebstahl und Plünderungen in medial-öffentlichen Diskursen 309
    Diebstahl und Plünderungen in informellen Alltagsdiskursen 312
    Zwischenfazit: Situatives Moralisieren und prekäre Deutungen 315
    3.2 Schwarzer Markt, Eigentumsdelinquenz und Arbeiterschaft 316
    Kompensation, Schwarzhandel und der Umgang mit Betriebsmitteln 318
    "Die Verhältnisse im Hafen sind noch keineswegs normal oder stabilisiert": Kriminalität in den bremischen Häfen 326
    Die "Überwachung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in den Häfen" 328
    Schwarzmarktgeschäfte zwischen US-Seeleuten und Hafenarbeitern 332
    "Keinesfalls als Diebstahl auszulegen": Eigentumsdelinquenz und Deutungen der Hafenarbeiter 335
    Alltägliche Konflikte um Eigentumsdelinquenz und Kontrollen im Hafengebiet 340
    Das "Kleine Hafen-Gericht" 344
    Die Delinquenz der Hafenarbeiter in institutionellen und öffentlichen Diskursen 351
    Zwischenfazit: Moral Economy der Hafenarbeiter und die alltägliche Aushandlung von Kriminalität 354

    4 Kriminalität und Raum: Innen und Außen der Schwarzmarktgesellschaft 356
    4.1 Der Schwarze Markt in der Öffentlichkeit und seine Bekämpfung 358
    Schwarzmarktbekämpfung im öffentlichen Raum: Kriminalpolitische Strategien und polizeiliche Taktik 363
    4.2 Kriminalitätsdiskurse: Klare Feindbilder und unklare Grenzziehungen 376
    Schwarzer Markt und Feindbilder des Kriminellen 377
    "Kriminelle DPs" 378
    "Berufsverbrecher" 381
    "Schieber" 384
    "Asozialität" und "Arbeitscheu": "Schwarzmarktreisende" und "verwahrloste Jugendliche" 386
    Grenzziehungen und Grenzverläufe: Gesellschaftlicher Ein- und Ausschluss in Kriminalistik und Kriminologie 397
    Die diskursive Verortung der Kriminalität 403
    Popularisierung der Feindbilder des Kriminellen 406
    4.3 Der Schwarze Markt als Heterotopie 412
    Heterotopologie der Nachkriegsgroßstadt - "Ausländerlager" und Kasernen als außergesellschaftliche Orte 413
    Der Schwarze Markt als Raum eines illegalen Alltagshandelns 421
    Der andere Ort als Füllhorn unsichtbarer Waren 423
    Der andere Ort als Schwelle zwischen sichtbarer und
    verborgener Kriminalität 425
    Der andere Ort als Ort der Abweichung und Unordnung 427
    "Hauptbahnhof - Schwarzer Markt": Überlagerungen 428
    Der Bahnhof als Ort der Bewegung und der Desintegration 431
    Nichtöffentliche Innenräume öffentlicher Orte - der andere Ort als Brutstätte der Kriminalität 435
    Der andere Ort und die Verknüpfung von Sichtbarkeit und Sagbarkeit 438
    Der andere Ort als Theater 443
    Zwischenfazit 446
    Die Währungsreform: Normale Verhältnisse - normale Kriminalität 449

    Schluss: Der Schwarze Markt als Aushandlungsraum von Kriminalität, Moral und sozialer Differenz 453

    Dank 478
    Quellen und Literatur 480
    Anhang 507
    Beschreibung von Quellen und Samples sowie Erläuterungen zur
    Zitierweise der Dokumente aus den US National Archives 507
    Verzeichnis der Tabellen, Grafiken und Abbildungen 511
    Abkürzungsverzeichnis 513