Geschichte der Geschichtswissenschaft: Der tschechische Historiker Zdenek Kalista und die Tradition der deutschen Geistesgeschichte Der tschechische Historiker Zdenek Kalista und die Tradition der deutschen Geistesgeschichte
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Sprache:Deutsch
38,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
10.08.2010
Verlag
Diplomica Verlag GmbHSeitenzahl
138
Maße (L/B/H)
27/19/0,9 cm
Gewicht
287 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8366-9634-0
Das Thema dieser Monographie ist vor allem, die grundlegenden Züge der Methodologie der Geschichtswissenschaft bei Zdenek Kalista zu untersuchen, wie er sie vor allem für sein Konzept der Geistesgeschichte entworfen hat, die er als spezifischen Wissenschaftszweig im Rahmen der Geisteswissenschaften gründen wollte. Die Geistesgeschichte ist jedoch nichts, was Kalista auf der grünen Wiese gegründet hätte, sondern vor ihm wurde ab dem Ende des 19. Jahrhunderts und in den ersten Jahrzehnten in Deutschland eine gleichnamige Richtung betrieben. Kalista selbst reflektierte seinen deutschen Vorgänger. Er wies allerdings darauf hin, dass seine Geistesgeschichte etwas anderes sein soll, als es die deutsche Geistesgeschichte sein wollte, als sie sich in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts im deutschen Raum konstituierte.
Kalista warf der deutschen Geistesgeschichte vor, dass sie keine ausreichend ausgearbeitete Methode habe und dass ihr auch ein klarer Gegenstand fehle. Dass sie daher ihrem Anspruch, sich als selbst- und eigenständige Wissenschaft zu legitimieren, nicht genügen konnte. Kalista wollte diesen Mangel in seinem eigenen Konzept der dejiny duchové korrigieren und so die Gründung der Geistesgeschichte als selbständige Wissenschaft ermöglichen. Auch Kalistas Ausarbeitung der Methode der dejiny duchové bleibt nur umrisshaft. Dennoch stellt sein Versuch zur Gründung einer Methodologie der dejiny duchové einen bestimmten Beitrag dar, und zwar auch für die eigentliche deutsche Geistesgeschichte. Obgleich nämlich Kalista seinen Abstand von der traditionellen deutschen Geistesgeschichte deklarierte und annahm, die neue Richtung der dejiny duchové zu gründen, fällt sein Versuch jedoch in die Linie der bereits früher betriebenen deutschen Geistesgeschichte.
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