Disneys Kolonialismus am Beispiel von Pocahontas
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Sprache:Deutsch
17,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
09.08.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
28
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
56 g
Auflage
3. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-640-67518-0
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Frauenstudien / Gender-Forschung, Note: 1,3, Ruhr-Universität Bochum, Sprache: Deutsch, Abstract: Die folgende Arbeit soll sich mit der Analyse von Machtdiskursen am Beispiel des Disney Films Pocahontas beschäftigen. Der Fokus dieser Arbeit liegt dabei auf der Hegemonialstellung des Westens , die gleichzeitig eine Diskursführerschaft bedeutet, was an einem filmischen Beispiel erläutert werden soll. Die hier verwendeten Thesen gehen auf Edward Saids postkoloniale Kritik in seinem 1979 erschienenem Buch Orientalism zurück. In einem ersten Schritt werden sowohl die theoretischen Vorbedingungen seiner Arbeit, nämlich Diskurs und Hegemonie, erläutert, welche den Rahmen für sowohl Saids Orientalismuskritik als auch für das nachfolgende Beispiel bilden. Ausgehend von Saids Analyse der Beziehung zwischen Orient und Okzident wird in einem zweiten Schritt Disneys Pocahontas als Beispiel für seine Thesen herangezogen werden. Das besondere an der Disney Version des Pocahontas Mythos ist die erfundene Liebesgeschichte zwischen der Häuptlingstochter und einem der Siedler, worauf im Verlauf der arbeit ein besonderes Augenmerk gelegt wird. Die an dieser Stelle zu beantwortenden Fragen sind: warum ist die Erfindung dieser Liebesbeziehung elementar für den Film? Was erzählt uns diese Beziehung über mögliche Absichten der Produzenten? Und vor allem: was implementiert die Liebesbeziehung bezüglich der Struktur der Verhältnisse zwischen Amerikanischen Ureinwohner und Englischer Kolonisten? Um die mit dem Film verknüpften Machtstrukturen zu verstehen, wird zunächst die Position der Walt Disney Company im Bereich der Medien und die damit einhergehende Machtposition erläutert. Die Walt Disney Company ist aufgrund ihrer Stellung als Oligopol in der Lage, Bedeutungen zu schaffen bzw. aufrechtzuerhalten. Diese Bedeutungen werden insbesondere dann deutlich, wenn man Disney Filme wie Pocahontas im Hinblick auf hegemoniale Strukturen analysiert. Um dies herauszuarbeiten, wird der Hauptaspekt des Films, nämlich die Beziehung zwischen Pocahontas und John Smith anhand eines szenischen Beispiels erläuternd dargestellt. Anhand der Selbstopferungsszene soll des weiteren verdeutlicht werden, dass die Opfer von Pocahontas auf der einen und von Captain Smith auf der anderen Seite die in den Film eingebetteten Machtstrukturen beschreiben. Durch die erfundene Liebesgeschichte zwischen den beiden Hauptcharakteren ist es möglich, einen eurozentrischen Diskurs aufrechtzuerhalten.
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