Produktbild: The Tiger

The Tiger A True Story of Vengeance and Survival

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

03.05.2011

Verlag

Random House N.Y.

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/2 cm

Gewicht

276 g

Farbe

Ozeanblau / Hellblau

Sprache

Englisch

ISBN

978-0-307-38904-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

03.05.2011

Verlag

Random House N.Y.

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/2 cm

Gewicht

276 g

Farbe

Ozeanblau / Hellblau

Sprache

Englisch

ISBN

978-0-307-38904-6

Herstelleradresse

Libri GmbH
Europaallee 1
36244 Bad Hersfeld
DE

Email: gpsr@libri.de

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Meinung aus der Buchhandlung

Stefan Moldenhauer

Thalia Bremen – Weserpark Buchhandlung

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5/5

PRÄDIKAT BESONDERS WERTVOLL!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Äußerst spannend geschriebenes Buch über das Verschwinden der letzten sibirischen Tiger, auch Mandschu- oder Amurtiger genannt, die heute noch im ehemals unzugänglichen “Fernen Osten” Rußlands (Wladiwostok, Ussurigebiet) zuhause sind und früher einmal in halb Asien beheimatet waren. Ein Buch, dessen Dramatik und Authentizität den Leser sofort gefangennimmt. Vaillants Thema ist eine ungemein spannend beschriebene Jagd auf einen menschenfressenden Tiger in einer der letzten großen Wildnisse der Erde. Wer will, kann dem Buch deshalb das Etikett “Männerbuch” verpassen. Die eigentliche Jagdschilderung wird immer wieder durchbrochen von Recherchen zu den Angriffen auf Menschen, hintergründigen Informationen über Land und Leute, Geschichte der Ussuriregion und Rußlands, soziale Faktoren (wie z.Bsp. die Armut der dortigen Bevölkerung und die sich daraus ergebenden Probleme/Konflikte) und Wissenswertes über den Tiger, die Jagd und die Wilderei. Der Autor nimmt den Leser mit auf eine Reise in eine archaisch-brutale Welt, in der nur das Recht des Stärkeren zählt und das ist, wie immer, der Mensch. Nebenbei rollt Vaillant die 2 Millionen Jahre alte Geschichte des Amurtigers auf, der diese Gegend Rußlands schon lange vor Ankunft der ersten menschlichen Jäger bewohnte und bejagte. Der Krieg zur Ausrottung der wilden Tiere ist in vollem Gang, das macht dieses Buch unmißverständlich klar. Die Zeiten haben sich seit Veröffentlichung von Farley Mowats bedrückendem Augenöffner “Der Untergang der Arche Noah” (LESETIPP - nur noch antiquarisch!) nicht gebessert. Ganz im Gegenteil, wenn man erfährt auf welch barbarische Art und Weise die Tiere in Rußlands Primorjegebiet teilweise gewildert werden, macht das traurig und wütend! Doch leider ist es eine Tatsache, daß wilde Tiere selbst in den entlegensten Winkeln der Erde, in die sie sich vor dem Menschen zurückgezogen haben, von Wilderern gejagt und getötet werden. Das trifft in besonderer Weise auf den Amurtiger zu. Ein Tiger, selbst wenn er von Jägern getötet werden soll, die seiner Fährte schon seit Tagen folgen und die vorher vielleicht sein Weibchen und die Jungen abgeschlachtet haben, darf sich doch nicht zur Wehr setzen gegen den vermeintlich stärkeren Menschen. Tut er es doch und tötet oder verletzt er jemanden, wird er in jedem Fall solange gnadenlos gejagt, bis er tot ist. Kein Recht auf Notwehr oder gar Rache für den Tiger also. Das was wir evtl. für uns beanspruchen, gestehen wir dem Tier nicht zu. Der deutsche Untertitel “Auf der Spur eines Menschenjägers” ist zwar prinzipiell nicht ganz verkehrt, aber doch sehr einseitig und reißerisch. Mal wieder viel treffender ist der amerikanische Buchtitel. “The Tiger. A true story of vengeance and survival.”
  • Stefan Moldenhauer
  • Buchhändler/-in

5/5

PRÄDIKAT BESONDERS WERTVOLL!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Äußerst spannend geschriebenes Buch über das Verschwinden der letzten sibirischen Tiger, auch Mandschu- oder Amurtiger genannt, die heute noch im ehemals unzugänglichen “Fernen Osten” Rußlands (Wladiwostok, Ussurigebiet) zuhause sind und früher einmal in halb Asien beheimatet waren. Ein Buch, dessen Dramatik und Authentizität den Leser sofort gefangennimmt. Vaillants Thema ist eine ungemein spannend beschriebene Jagd auf einen menschenfressenden Tiger in einer der letzten großen Wildnisse der Erde. Wer will, kann dem Buch deshalb das Etikett “Männerbuch” verpassen. Die eigentliche Jagdschilderung wird immer wieder durchbrochen von Recherchen zu den Angriffen auf Menschen, hintergründigen Informationen über Land und Leute, Geschichte der Ussuriregion und Rußlands, soziale Faktoren (wie z.Bsp. die Armut der dortigen Bevölkerung und die sich daraus ergebenden Probleme/Konflikte) und Wissenswertes über den Tiger, die Jagd und die Wilderei. Der Autor nimmt den Leser mit auf eine Reise in eine archaisch-brutale Welt, in der nur das Recht des Stärkeren zählt und das ist, wie immer, der Mensch. Nebenbei rollt Vaillant die 2 Millionen Jahre alte Geschichte des Amurtigers auf, der diese Gegend Rußlands schon lange vor Ankunft der ersten menschlichen Jäger bewohnte und bejagte. Der Krieg zur Ausrottung der wilden Tiere ist in vollem Gang, das macht dieses Buch unmißverständlich klar. Die Zeiten haben sich seit Veröffentlichung von Farley Mowats bedrückendem Augenöffner “Der Untergang der Arche Noah” (LESETIPP - nur noch antiquarisch!) nicht gebessert. Ganz im Gegenteil, wenn man erfährt auf welch barbarische Art und Weise die Tiere in Rußlands Primorjegebiet teilweise gewildert werden, macht das traurig und wütend! Doch leider ist es eine Tatsache, daß wilde Tiere selbst in den entlegensten Winkeln der Erde, in die sie sich vor dem Menschen zurückgezogen haben, von Wilderern gejagt und getötet werden. Das trifft in besonderer Weise auf den Amurtiger zu. Ein Tiger, selbst wenn er von Jägern getötet werden soll, die seiner Fährte schon seit Tagen folgen und die vorher vielleicht sein Weibchen und die Jungen abgeschlachtet haben, darf sich doch nicht zur Wehr setzen gegen den vermeintlich stärkeren Menschen. Tut er es doch und tötet oder verletzt er jemanden, wird er in jedem Fall solange gnadenlos gejagt, bis er tot ist. Kein Recht auf Notwehr oder gar Rache für den Tiger also. Das was wir evtl. für uns beanspruchen, gestehen wir dem Tier nicht zu. Der deutsche Untertitel “Auf der Spur eines Menschenjägers” ist zwar prinzipiell nicht ganz verkehrt, aber doch sehr einseitig und reißerisch. Mal wieder viel treffender ist der amerikanische Buchtitel. “The Tiger. A true story of vengeance and survival.”

Meinung aus der Buchhandlung

The Tiger

von John Vaillant

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