Die Verschuldungskrise Lateinamerikas
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
01.01.1988
Abbildungen
mit Abbildung
Verlag
Betriebswirtschaftlicher Verlag GablerSeitenzahl
313
Maße (L/B/H)
21/14,8/1,9 cm
Gewicht
440 g
Auflage
1988
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-409-14780-4
Seit Jahrhunderten verschulden sich Lander extern und finanzie ren die unterschiedlichsten Vorhaben mit auslandischer Kauf kraft, wenn inlandische Ersparnisse ersch6pft sind. Die Motiva tion zu diesem wirtschaftspolitischem Handeln ergibt sich aus mannigfaltigen BedUrfnissen, so da~ eine Aufzahlung einzelner Motive zu umfassend ist. Ebenso zahlreich sind die FaIle, in denen die Begleichung der Schulden nicht erfolgen konnte oder nur schleppend und mit schlimmen Konsequenzen fUr die Bev61ke rung erfolgt ist. Seit 1982, als das Schwellenland Mexiko, das aber immer noch zur Dritten Welt zahlt, seine Zahlungsunfahig keit gegenUber seinen auslandischen Glaubigern deklarierte und das internationale Finanzsystem in Mitleidenschaft zog, konzen triert sich die Diskussion Uber die externe Verschuldung haupt sachlich auf das Quartett Entwicklungslander, Glaubigerbanken, internationale Organisationen und Regierungen der Industr ielan der. Die Seite der Entwicklungslander reduziert sich dabei vor allem auf die schon weiter entwickel ten Schwellenlander, deren Gro~teil in SUdamerika anzutreffen ist. Von einer Verschuldungs krise spricht man deswegen, weil sich aus der Einstellung der Schuldendienste ernsthafte Auswirkungen auf das internationale Finanzsystem in der Gestalt ergeben k6nnen, da~ Liquiditatseng passe auftreten, die weltweit zu Konsequenzen wie in den 30er Jahren fUhren k6nnten. Au~erdem sind in den Schuldnerlandern Entwicklungen - z. B. starke Reduktion des Realeinkommens, - perinflation, Gefahrdung demokratischer Systeme - beobachtbar, die man als krisenhaft bezeichnen kann. Die Probleme externer Verschuldung entwickeln sich allgemein aus dem Tatbestand der Kapitalknappheit. Unterscheidet man zwischen Sach-, Sozial-(Infrastruktur) und Humankapital, so bedeutet Kapitalknappheit, da~ nicht nur 6konomisch, sondern auch soziale BedUrfnisse im Entwicklungsland unbefriedigt sind.
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