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Politik und Nichtpolitik Lokale Erscheinungsformen Politischer Kultur im frühen Nachkriegsdeutschland. Das Beispiel Unna und Kamen

49,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.01.1989

Abbildungen

mit 4 Abbildungen

Verlag

VS Verlag für Sozialwissenschaften

Seitenzahl

447

Maße (L/B/H)

22,9/15,2/2,5 cm

Gewicht

650 g

Auflage

1989

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-531-11895-6

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.01.1989

Abbildungen

mit 4 Abbildungen

Verlag

VS Verlag für Sozialwissenschaften

Seitenzahl

447

Maße (L/B/H)

22,9/15,2/2,5 cm

Gewicht

650 g

Auflage

1989

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-531-11895-6

Herstelleradresse

VS Verlag für Sozialw.
Abraham-Lincoln-Straße 46
65189 Wiesbaden
DE

Email: ProductSafety@springernature.com

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  • Abkürzungen.- Vorbemerkung.- Abschnitt A Einleitung.- 1. Fragestellung und Untersuchungsansatz.- a) Das Doppelgesicht des „unpolitischen“ Deutschen — Zum Problem einer widersprüchlichen Politischen Kultur.- b) Neuorientierung in örtlicher Lebenswelt Zur analytischen Relevanz der lokalen Ebene.- c) Enge als Inbegriff lokaler Orientierung? Zu einigen notwendigen Modifikationen des Analyse-Konzepts der Politischen Kultur.- 2. Aufbau der Darstellung.- 3. Materialbasis und Methode.- Abschnitt B Kommunale Politikorientierung in historischer Perspektive.- I Unpolitische Sachpolitik — Zur Bedeutung und Bedeutungsgeschichte eines lokalen Topos.- 1. Das Gemeinverständnis.- 2. Die ältere Doktrin der „obrigkeitlichen“ und „wirtschaftlichen“ Selbstverwaltung.- 3. Die parochiale Haltung — Ausdruck einer vormodernen Politischen Kultur?.- 4. Entwicklungsgeschichtliche Aspekte lokaler Selbsttätigkeit.- a) Die kommunale Bürgergemeinschaft der Nachbarn und Genossen.- b) Lokale Kompetenz ‚diesseits der Politik‘.- c) „Gemeindefreiheit“ in der liberalen Theorie des Vormärz.- d) Die munizipale Bewegung von 1848.- e) Die lokale Einbettung der Assoziation.- f) Die doppelte Politikorientierung der kommunalen Eliten.- g) Zwischenfazit.- 5. Versorgungsdenken und lokale Leistungsverwaltung — Historische Vorbedingungen für eine parochiale Kultur der „Nichtbeteiligung“.- a) Die bürokratische Versachlichung der Kommunalen Selbstverwaltung.- b) Das bürokratische Dienstethos der überpolitischen Sachentscheidung.- c) Verwaltung als Vertrauenssache: Kommunale Expertengläubigkeit.- d) Widerstände gegen die „Politisierung“ der Verwaltung.- e) Passive Beteiligung und administrative Kompetenz: Merkmale einer undemokratischen Tradition der Selbstverwaltung?.- f) Zwischenfazit.- 6. Die verzögerte lokale Akkulturation der Parteien.- 7. Politisierung des „Unpolitischen“: die Interessentenbewegung der Mitte.- II Die brüchige Einheitsfront der Mitte Veröffentlichte Meinungen bei kommunalen Wahlen in Unna und Kamen (1924 bis 1933).- 1. Innung kontra Industrie — Lokale Fraktionierung im Unnaer Bürgertum: der „Ordnungsblock der Berufsstände und Parteien“ und die „Wirtschaftsliste parteilos“.- 2. Politischer Machtwechsel als Schicksalskampf — Kommunales Wahlklima in Unna 1929.- 3. „... daß das Bürgertum erst einmal die reale Macht in den Kommunen an sich reißt“ — Kommunale Radikalisierung in Kamen 1929.- 4. März 1933: Späte kommunale Gleichschaltung.- Abschnitt C Lokale Erscheinungsformen politischer Nachkriegskultur.- III Die „Stunde Null“ — Lokale Lebenslagen und Orientierungen.- IV „Die Moral hält sich auf einem Tiefpunkt“ — Stimmungslagen im Spiegel deutscher und britischer Situationsberichte von 1945 bis Frühjahr 1948.- V „In den Städten scheint sich Apathie auszubreiten“ — Politikferne und Politikverweigerung als politisches Korrelat der allgemeinen Grundstimmung.- 1. Schattierungen und Deutungen von „Apathie“.- 2. Entpolitisierung durch Elend: „Die ganz gewöhnliche Kartoffel spielt weiterhin die Hauptrolle“.- 3. Freiheit für folgenlose politische Aktivität? Die entmutigenden Folgen der Hoffnungslosigkeit.- 4. Geschlecht und Alter als Barrieren der Politisierung: „Apathie“ bei Frauen und Jugendlichen.- 5. „Man will also doch einen Teil der Deutschen aushungern lassen“ — Gerüchte als Ausdruck kommunikativer Resistenz gegenüber dem Besatzungsregime.- 6. „Von dieser Art Demokratie will kein Mensch mehr etwas wissen“ — Verweigerung gegenüber der „impotenten“ Stellvertreterdemokratie.- 7. Die Legitimationsschwäche der Mangelverwaltung — Vorzeichen eines Mangels an demokratischer Politischer Kultur?.- 8. „Das deutsche Volk will arbeiten, will produzieren“ — Leistungsbereitschaft als nationale Gegen-Identifikation.- VI „German morale is fairly good...“ — Die Währungsreform als Stimmungswende.- VII Aufbaukultur.- 1. „Aufbau“: das Dringliche als normative Vorgabe.- 2. Die Perspektive „der geistigen und materiellen Erneuerung“.- 3. „Unzerstörbares deutsches Kulturgut“ — Der moralische Lehrplan einer neuen Bürgerkultur.- 4. „Der heute überall grassierende Egoismus muß radikal bekämpft werden“ — Die materialistische Deformation der Aufbaukultur.- 5. Das Wunschbild „schlichter Wohnkultur“.- 6. Der Primat des Ordentlichen.- 7. „Unpolitische“ Innenseiten der Aufbaukultur: Stadt als privates Lebensfeld und soziale Gemeinschaft.- VIII Akteure ohne Massenbasis? Reichweite, Grenzen und Intensität politischer Beteiligung.- 1. Parteibezogene Aktivitäten von der Gründungsphase bis zur Ermüdungskrise 1947/48.- 2. Wahlergebnisse und Wahlbeteiligung 1946 – 1950 Mobilisierung durch politisierte Wahlkampagnen.- 3. „Spoiled papers“ — Protestverhalten in der Wahlkabine.- 4. Unkonventionelle Partizipation als politischer Protest: der Hungerstreik vom 3. April 1947 und Massendemonstrationen gegen „Feinde der Demokratie“ im April und Mai 1949.- IX Parteien als Focus demokratischer Neuorientierung.- 1. Parteigründung 1945: Politischer Erstickungstod für Basisinitiativen?.- 2. „Es gab ja keine jungen Leute“ — Der kriegsbedingte Gründungsvorsprung der Weimarer Generation.- 3. Zweifel als konstante Grundhaltung: Gleitende Übergänge von von nationalsozialistischen zu demokratischen Überzeugungen.- 4. Die öffentliche Entwertung antidemokratischen Denkens.- 5. Personen als Mittelsleute: die politisierende Wirkung der lokalen Schattenöffentlichkeit.- 6. Parteiorientierung in Traditionsmilieus.- 7. Orientierungswandel einer Wertelite: Protestantische Wendung zum Parteienstaat.- a) Die Integration des betont-evangelischen Milieus in die örtliche CDU.- b) Öffnung nach links: ein Gesprächskreis „Christentum und Sozialismus“.- 8. Sogwirkungen der CDU: die sekundäre Integration des „unpolitischen“ Bürgertums und berufsständischer Interessenvertreter.- 9. Lokale Ansätze zu einer linken Volkspartei:.- a) Randsympathien für die SPD im alten Mittelstand.- b) Die Annäherung der HJ-Generation an die SPD.- 10. „Bergheimer Kreis“ und Volkshochschulen — Knotenpunkte im lokalen Netzwerk der demokratischen Enkulturation.- 11. Lokale Parteiorientierung, Kulturbewegung und politische Integration — ein Zwischenfazit.- X Wege zur politischen Konformität: Interessentenprofile.- 1. Integration durch wirtschaftliche Aufwertung: Besitzmittelstand und Aufbaukultur.- 2. Zwischen Eingliederung und Radikalisierung: der „fünfte Stand“ der Flüchtlinge.- XI Parteienstaat und administrative Kompetenz — lokale Aspekte einer wechselseitigen Distanz und Anpassung.- 1. Politische Räte und nichtpolitische Beamte — Zum Versuch einer Kommunalreform nach britischem Vorbild.- 2. Die protestierende Gewalt — Zum Reputationsgewinn der politischen kommunalen Führung.- 3. „Sachlichkeit“ als Leitbegriff: zum Selbstverständnis der kommunalen politischen Positionselite.- a) „keine parteipolitische Debatte, sondern sachliche Arbeit“ — Gemeindedemokratie als Methode.- b) „Die Zusammenarbeit ist stets auf sachlicher Grundlage erfolgt“ — Materieller und symbolischer Konsensus.- c) „Sachpolitik“ als ideeller Vereinigungspunkt der Politischen Nachkriegskultur.- XII Zusammenfassung und Ausblick.- Anmerkungen.- Quellen- und Literaturnachweise.