Produktbild: Verrechtlichung und Verdrängung

Verrechtlichung und Verdrängung Die Bürokratie und ihre Klientel

54,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.01.1984

Verlag

VS Verlag für Sozialwissenschaften

Seitenzahl

324

Maße (L/B/H)

22,9/15,2/1,8 cm

Gewicht

477 g

Auflage

1984

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-531-11656-3

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.01.1984

Verlag

VS Verlag für Sozialwissenschaften

Seitenzahl

324

Maße (L/B/H)

22,9/15,2/1,8 cm

Gewicht

477 g

Auflage

1984

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-531-11656-3

Herstelleradresse

VS Verlag für Sozialwissenschaften
Abraham-Lincoln-Str. 46
65189 Wiesbaden
Deutschland
Email: journals-wiesbaden@springer.com
Url: www.vs-verlag.de
Telephone: +49 611 78780
Fax: +49 611 7878420

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  • Einleitung: Der Rechtsstaat als Sozialstaat und der Sozialstaat als Rechtsstaat.- 1. Das Regel-Netz ist dicht und wird dichter.- 2. Zum Funktionswandel des Rechts.- 3. Verrechtlichung heißt Bürokratisierung.- 4. Wohlfahrtsstaat und Polizei — die Grenzverwischung.- 5. Aspekte der Fragestellung: Wie lassen sich die Kosten des Sozialstaats dingfest machen?.- 6. Gegenstand der Untersuchung: Randbereiche der herrschenden Normalität.- 7. Darstellungsweise des Bandes.- I. Kapitel: Hilfsjugend und helfende Gesellschaft.- 1. Was heißt Jugend? Hinweise anhand der staatlichen Jugendpolitik.- 1.1 Indikatoren staatlicher Jugendpolitik — „randständige“ Jugend in der Definition staatlicher Jugendhilfe.- 1.2 Zum Ausmaß der „randständigen“ Jugend.- 1.3 Zusammenfassung des Überblicks.- 2. Jugendliche Karrieren bürokratisch programmiert.- 2.1 Neuralgische Punkte einer Fürsorgekarriere — Stichwort: „auffällig“.- 2.2 Wer ist es denn, dem etwas „auffällt“ und den dasselbe ärgert?.- 2.3 Was geschieht mit den einmal aktenkundig Gewordenen? (I).- 2.4 Was geschieht, wenn das Aktenleben zum eigentlichen wird? (II).- 2.5 Was geschieht, wenn man wirklich erzogen wird? (III).- 2.6 Was geschieht, wenn sich Erfolg einstellt? (IV).- 3. Das Recht der Jugendhilfe und die Hilferechte wahrenden Institutionen.- 3.1 Das Recht zur Jugendwohlfahrt: Deklamation, Reservation und Verdrängung.- 3.2 Zersplitterung als Prinzip der Jugendverwaltung.- 3.3 Fallbeispiel Nordrhein-Westfalen: Jugendhilfe und Polizei.- 3.4 Die 1980 gescheiterte Änderung des JWG als Jugendhilfegesetz.- 3.5 Exkurs: Neue sozialpädagogische Konzepte: Ein Ausweg?.- 4. Jugendhilfe — die doppelte Randständigkeit bleibt: Eine Zusammenfassung.- 4.1 Aus der verwalteten Jugendwelt gibt es keinen Ausweg.- 4.2 Gutwilligkeit, Hilflosigkeit und die Logik der Bürokratie.- 5. Reichsjugendwohlfahrtsgesetz, Jugendwohlfahrtsgesetz, Jugendhilfegesetz (gescheitertes Reformgesetz) — Kontinuität im Wandel.- II. Kapitel: Psychisch krank ist nur der andere.- 1. Psychiatrische Versorgung in der BRD.- 2. Karrieren psychisch Kranker.- 2.1 Die „gewöhnliche Versorgung“.- 2.2 Die „freiwillige“ Behandlung.- 2.3 Die ungeeignete Behandlung.- 3. Der Regulierungskomplex und seine Institutionen.- 3.1 Vielzahl der Träger.- 3.2 Unsicherheit der Kostenregelung.- 3.3 Netz unterschiedlicher rechtlicher Bestimmungen.- 3.4 Faktoren einheitlicher Rechtsauslegung.- 4. Realität der Regelungen aus der Perspektive der Patienten.- 4.1 Entmündigung zum Objekt.- 4.2 Fürsorge versus Selbstbestimmung.- 4.3 Helfen und Disziplinieren.- 5. Kontinuität und Wandel.- 5.1 Problematische Reform der Institutionen der Psychiatrie?.- III. Kapitel: Das „Ausländerproblem“ oder: Wie man die Probleme der Arbeitsimmigranten administrativ verdrängt.- 1. Die Bundesrepublik: Ein Arbeitsland, kein Einwanderungsland.- 1.1 Die ausländischen Arbeiter als Arbeitsmarktreserve: 1955–1973.- 1.2 Die siebziger Jahre: Vom Gastarbeiter zum hier lebenden Immigranten.- 1.3 Daueraufenthalt, Einwanderung: Die Bewältigung eines politischen Tabus.- 2. Immigrantenschicksal: Die „Integration“ des Mustafa Ö..- 3. Die staatliche Disposition über die Arbeitsimmigranten.- 3.1 Die arbeitsmarktpolitische Regulierung.- 3.2 Ausländerrechtliche Regulierung des Arbeitsimmigranten.- 4. Ausländerpolitik als Politik administrativer Verfügbarkeit.- IV. Kapitel: Im Notfall die Polizei.- 1. Eine kurze Skizze innerstaatlicher Sicherheitsapparate.- 1.1 Die Reorganisation des Kontinuums staatlicher Gewalt.- 1.2 Die Polizeireform.- 2. Zur Situierung im bürokratischen Regelungskomplex.- 3. Beispiele polizeilicher Wahrnehmungs- und Aktionsmuster.- 3.1 Aus dem „Tagebuch“ eines Wachtleiters am Bahnhof Zoo.- 3.2 Prävention 1: Einrichtung von Kontrollstellen.- 3.3 Prävention 2: Planungen und polizeiliche Prävention: Das Beispiel Städtebau.- 4. Polizeiliche Sicherheitslage und Bürger als Objekt.- 4.1 Die polizeiliche Problemwahrnehmung.- 4.2 Der Bürger als Objekt staatlicher Prävention.- 5. Die Aktualität deutscher Traditionen und die Suche nach neuen Maßstäben.- 5.1 Von der preußischen Exekutivpolizei zur modernen Präventionspolizei.- 5.2 Abbau an physischer Gewaltsamkeit und Aufbau eines Kontinuums legitimer physischer Gewaltsamkeit.- V. Kapitel: Verrechtlichung und Verdrängung — ein Resümee.- 1. Was haben psychisch Kranke, ausländische Arbeiter und Jugendliche miteinander gemein? Welche Rolle spielt die Polizei?.- 2. Man kann weder von den Ausländern noch den Jugendlichen oder den psychisch Kranken reden, ohne vor allem von der jeweils einschlägigen und doch immer gleichen Verwaltung zu sprechen.- 2.1 Bürokratische Form und politischer Inhalt.- 2.2 Leistungsverwaltung: Ein neuer Typ?.- 2.3 Hoheits- und Leistungsverwaltung am Beispiel der Jugendlichen, der psychisch Kranken und der ausländischen Arbeiter.- 2.4 Bürokratiekritik und die Krise der Leitungsverwaltung.- 3. Professionalisierung.- 4. Im Irrgarten der Verrechtlichung.- 4.1 Normenflut.- 4.2 Motive der Verrechtlichung.- 5. Verrechtlichung — eine Niederlage des bürgerlichen Subjekts? Eine Zusammenfassung.- 5.1 Die rechtliche Aufspaltung des Subjekts.- 5.2 Zugriffsfreie Räume schwinden — ein neuer Begriff der Integrität ist erforderlich.- 5.3 Die politisch neutralisierende Funktion des Rechts.- 5.4 Recht als Recht der Bürokratie.- 5.5 Die Rolle der Rechtfertigung von Herrschaft.- 5.6 Strategische Überlegungen.- 6. Wer sorgt sich um die Vorsorge?.- 6.1 Mangelndes bzw. konventionell-herrschendes Konzept der Normalität.- 6.2 Das nicht thematisierte Präventionsverfahren.- 6.3 Prävention ist nicht gleich Prävention — dennoch: durchgehende Merkmale.- 7. Die globale Ursache: negative Vergesellschaftung.- 8. Das Thema staatlicher Gewalt bleibt auf der Tagesordnung.- 9. Voraussetzungen einer eigenen „politischen Produktion“.- 9.1 Kriterien jeglicher Reform.- 9.2 Einige Hinweise zu Ansatzpunkten bürokratischer oder den bürokratischen Fängen und Zwängen sich entziehender Reform.- Anmerkungen.