Engel des Vergessens

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Roman

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Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.07.2011

Verlag

Wallstein Verlag

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,3/12,8/2,8 cm

Beschreibung

Rezension

»Auf eine wunderbare, ja, selbstverständliche Art und Weise erzählt Haderlap von der Vielschichtigkeit des Lebens.«
(frauenvolksbegehren.at, Dezember 2017)
»Die Lyrik und Prosa von Maja Haderlap vereint poetische Brillanz mit politischer Brisanz«
(Aus der Jurybegründung für die Verleihung des Max-Frisch-Preises 2018 der Stadt Zürich)

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.07.2011

Verlag

Wallstein Verlag

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,3/12,8/2,8 cm

Gewicht

408 g

Auflage

11. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8353-0953-1

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„Der Engel des Vergessens dürfte vergessen haben, die Spuren der Vergangenheit aus meinem Gedächtnis zu tilgen.“ (286)

Miri am 09.12.2018

Bewertungsnummer: 1154504

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine stark erzählte Geschichte der Kärntner Slowenen und ihrer Zerrissenheit in der Frage: wo gehören wir hin? Ich muss zugeben am Anfang des Buches, bin mit dem Inhalt nicht so richtig warm geworden, bis die entscheidende Stelle kam (zirka in der Mitte des Romans) und ich es nicht weglegen könnte. Man hat das Gefühl, das Buch wurde von 3 verschiedenen AutorInnen geschrieben: von Poetin, die tolle Bilder schafft, von einem Mädchen, das kaum Wörter findet und von einer Erzählerin in der Rolle eines Mediums, das das Erzählte resp. Gehörte 1:1 wiedergibt. Tolle Mischung. Was ich auch sehr ernüchternd finde, ist die Tatsache, dass wenn es um Verarbeiten des Vergangenens geht, zieht sich die Erkenntnis der Einsicht jahrzehntelang. Man spürt die Ironie im Ton der Autorin resp. Ich-Erzählerin Mic: „ Ich komme von der Kärntner Seite, entgegne ich dem Historiker, da seien die Beteiligten nicht vom Heldenkult geblendet.“ (223) „Dabei habe Österreich nichts mit den Nazis zu tun, es sei selber Opfer, es verstehe nicht, es war nicht dabei, nicht da gewesen in schwerer Zeit.“ (248) – nur ein wenig mitgetan, mitgeschossen (IRONIE) Die Hauptprotagonistin ist sowie das slowenische Volk in Kärnten zerrissen und stellt ihre Zugehörigkeit ständig auf die Probe, fühlt sich nirgendswo willkommen (deutsch oder slowenisch? Österreich-Slowenien? meine Geschichte oder die meines Vaters, die die ganze Familie vergiftet...) Ein zentrales Thema ist auch das Elend der Partisanen und der Ungerechtigkeit, die Kärntnern Slowenen bis heute widerfährt: Die Gleichung Partisan ist gleich ein Kommunist. Unbedingt lesen, um auch Nachhinein besser zu verstehen, warum der Ortstafelstreit soviel Aufsehen erregt hatte und warum man die heftige Debatten und falschen Nationalismus als Schande oder besser Versagen/Unbelehrbarkeit (welcher Seite auch immer) ansehen sollte!
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„Der Engel des Vergessens dürfte vergessen haben, die Spuren der Vergangenheit aus meinem Gedächtnis zu tilgen.“ (286)

Miri am 09.12.2018
Bewertungsnummer: 1154504
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine stark erzählte Geschichte der Kärntner Slowenen und ihrer Zerrissenheit in der Frage: wo gehören wir hin? Ich muss zugeben am Anfang des Buches, bin mit dem Inhalt nicht so richtig warm geworden, bis die entscheidende Stelle kam (zirka in der Mitte des Romans) und ich es nicht weglegen könnte. Man hat das Gefühl, das Buch wurde von 3 verschiedenen AutorInnen geschrieben: von Poetin, die tolle Bilder schafft, von einem Mädchen, das kaum Wörter findet und von einer Erzählerin in der Rolle eines Mediums, das das Erzählte resp. Gehörte 1:1 wiedergibt. Tolle Mischung. Was ich auch sehr ernüchternd finde, ist die Tatsache, dass wenn es um Verarbeiten des Vergangenens geht, zieht sich die Erkenntnis der Einsicht jahrzehntelang. Man spürt die Ironie im Ton der Autorin resp. Ich-Erzählerin Mic: „ Ich komme von der Kärntner Seite, entgegne ich dem Historiker, da seien die Beteiligten nicht vom Heldenkult geblendet.“ (223) „Dabei habe Österreich nichts mit den Nazis zu tun, es sei selber Opfer, es verstehe nicht, es war nicht dabei, nicht da gewesen in schwerer Zeit.“ (248) – nur ein wenig mitgetan, mitgeschossen (IRONIE) Die Hauptprotagonistin ist sowie das slowenische Volk in Kärnten zerrissen und stellt ihre Zugehörigkeit ständig auf die Probe, fühlt sich nirgendswo willkommen (deutsch oder slowenisch? Österreich-Slowenien? meine Geschichte oder die meines Vaters, die die ganze Familie vergiftet...) Ein zentrales Thema ist auch das Elend der Partisanen und der Ungerechtigkeit, die Kärntnern Slowenen bis heute widerfährt: Die Gleichung Partisan ist gleich ein Kommunist. Unbedingt lesen, um auch Nachhinein besser zu verstehen, warum der Ortstafelstreit soviel Aufsehen erregt hatte und warum man die heftige Debatten und falschen Nationalismus als Schande oder besser Versagen/Unbelehrbarkeit (welcher Seite auch immer) ansehen sollte!

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Eine richtige Entscheidung

Marie-Therese Reisenauer aus Wien am 10.01.2012

Bewertungsnummer: 478169

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Entscheidung der Jury, den Bachmann-Preis 2011 an Maja Haderlap zu vergeben war eine richtige, bis zu einem gewissen Sinn auch eine mutige. Denn noch immer ist es nicht einfach über die jüngere Geschichte Kärntens zu berichten, einen Roman zu schreiben. Dieser Roman ist all jenen einfachen Menschen gewidmet, welche sich mit dem komplizierten Leben schwer tun.
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Eine richtige Entscheidung

Marie-Therese Reisenauer aus Wien am 10.01.2012
Bewertungsnummer: 478169
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Entscheidung der Jury, den Bachmann-Preis 2011 an Maja Haderlap zu vergeben war eine richtige, bis zu einem gewissen Sinn auch eine mutige. Denn noch immer ist es nicht einfach über die jüngere Geschichte Kärntens zu berichten, einen Roman zu schreiben. Dieser Roman ist all jenen einfachen Menschen gewidmet, welche sich mit dem komplizierten Leben schwer tun.

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Engel des Vergessens

von Maja Haderlap

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