Dorfpfarrer Pater Hart macht eine grauenvolle Entdeckung: William Theys, ein hoch angesehenes Gemeindemitglied, liegt enthauptet in seiner Scheune. Neben ihm kauert seine leicht debile neunzehnjährige Tochter, die sagt: "Ich hab's getan" und verstummt. Zur Aufklärung des Falls schickt Scotland Yard den smarten und weltmännischen Inspektor Thomas Lynley und seine Assistentin Barbara Havers.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
5/5
22.08.2012
Hörbuch (CD)
Weiters Werk der Meisterin der Spannung
Gott schütze dieses Haus ist der zweite Titel der Inspektor Lynley Reihe. Barbara Havers kehrt in die Abteilung Kriminalpolizei zurück und ermittelt zusammen mit Inspektor Lynley. Zwei Ermittler die gegensätzlicher nicht sein könnten.
Ein besonderes Krimi Hörbuch; Elizabeth George sorgt für raffinierte Krimiunterhaltung mit einzigartigen Charakteren; die Sprecherin, Hannelore Hoger, verleiht mit ihrer eindrucksvollen wandelbaren Stimme diesem Krimi eine besonders eindrucksvolle Stimmung
Bewertung
5/5
14.11.2023
Buch (Taschenbuch)
"Gott schütze dieses Haus" ist...
"Gott schütze dieses Haus" ist chronologisch gesehen, der zweite Band der Lynley-Reihe. Der Thriller ist damals ( vor vielen, vielen Jahren) aber zuerst erschienen und katapultierte die Autorin in den Olymp der Krimiautoren. Zu Recht!
Bewertung
aus Wien
5/5
31.10.2020
eBook (ePUB)
Wie immer sehr gut!
Der Beginn der Zusammenarbeit zwischen den beiden Hauptfiguren der Romanreihe - sehr interessant.
Igelmanu66
aus Mülheim
4/5
03.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Erschütternd und intensiv
»Immer noch machten die grauenhaften Fotografien die Runde. Pater Hart brauchte sie nicht anzusehen. Er wusste nur zu gut, was sie zeigten. Er war als Erster am Ort gewesen. Das Bild war unauslöschlich in sein Gedächtnis eingegraben. William Teys – in seiner ganzen Größe von einem Meter neunzig – in fötaler Stellung auf der Seite liegend, den rechten Arm ausgestreckt, als wolle er noch etwas greifen, den linken Arm in den Magen gedrückt, die Knie fast bis zur Brust hochgezogen, und dort, wo der Kopf hätte sein müssen – nichts. Neben ihm Roberta. Und die schrecklichen Worte: Ich war’s. Es tut mir nicht leid.«
Ein zutiefst erschütternder, aber auf den ersten Blick klarer Fall beschäftigt Inspector Thomas Lynley und Sergeant Barbara Havers von Scotland Yard. In einem kleinen Dorf in Yorkshire entdeckte der Pfarrer die enthauptete Leiche eines angesehenen Gemeindemitglieds. Neben ihm die geständige Tochter, die jedoch von diesem Zeitpunkt an kein Wort mehr spricht.
Weder der Pfarrer noch sonst jemand im Dorf kann sich vorstellen, dass Roberta wirklich ihren Vater ermordet hat. Bei der Suche nach möglichen Erklärungen für das blutige Szenario stoßen die Ermittler tatsächlich auf diverse Widersprüche und Auffälligkeiten. Die Wahrheit wird letztlich auch sie an ihre Grenzen bringen.
Mit dieser Reihe wollte ich ewig schon mal beginnen und der erste Versuch erwies sich gleich als Volltreffer. Der Stil sagte mir sehr zu, die Autorin erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und ist dabei immer sehr nah an den Empfindungen der einzelnen Charaktere, die sich in ihrer Art sehr unterscheiden.
Das beginnt bei den Ermittlern. Thomas Lynley ist ein Mann von Welt, wohlhabend und gutaussehend. Barbara Havers jedoch könnte man glatt als das genaue Gegenteil bezeichnen. Spannungen im Team sind da vorprogrammiert. Zudem scheint jeder von ihnen einen dunklen Schatten auf der Seele mit sich rumzuschleppen. Ähnliches findet man auch bei den Dorfbewohnern und Angehörigen des Opfers und merkt schnell, dass hinter der biederen, hochanständigen Fassade mehr als ein Abgrund lauert.
Gut, die Auflösung drängte sich schon recht früh auf. Ich denke, dass das jedem erfahrenen Krimileser so gehen wird. Trotzdem berührte mich die intensive Schilderung sehr. Diese Reihe verfolge ich sicher weiter.
Fazit: Ein erschütternder Ausflug in menschliche Abgründe, sehr intensiv geschildert.
Bewertung
aus Hamburg
4/5
18.03.2019
eBook (ePUB)
Gesätzliches Ermittlerduo löst brisanten Fall
Mehr zufällig habe ich beim Stöbern in der Onlinebibliothek den Roman „Gott schütze dieses Haus“ von Elizabeth George entdeckt und, weil er gerade verfügbar war, ausgeliehen ohne eine besonders hohe Erwartung daran zu knüpfen.
Pater Hart bittet New Scotland Yard persönlich um Hilfe in einem Mordfall, der in einem kleinen Dorf in Yorkshire geschehen ist. Der Fall wird Inspector Lynley übertragen, der gemeinsam mit der wenig beliebten Barbara Havers ermitteln soll. Während die beiden in einem grausamen Fall von Kindesmissbrauch versuchen den Täter zu finden, lernen sie sich wie nebenbei besser kennen, was anfangs aufgrund diverser Vorurteile als unmöglich erschien.
Barbara unterstellt Lynley, er sei ein Snob und Weiberheld, der quasi schon jede Kollegin verführt hätte – außer ihr selbst natürlich. Sie fühlt sich hässlich und tut alles dafür, dass sie genau das nach außen trägt. Auch ist ein Hauch von Neid auf seine adelige Herkunft ein Grund für ihre Vorurteile gegen ihn. Immerhin entstammt sie einer völlig anderen Klasse.
Lynley hingegen weiß um Barbaras schlechten Ruf und die Tatsache, dass sie wegen persönlicher und dienstlicher Verfehlungen degradiert wurde. Und ausgerechnet er, der als einer der besten Ermittler bekannt ist, soll nun mit ihr ermitteln. Konflikte sind also vorprogrammiert.
Dennoch bringen Inspector Lynley und Sergant Havers alles Können mit, was ein gutes Ermittlerteam ausmacht. Es muss – zumindest in Barbaras Fall – nur abgefordert werden. Und Lynley scheint hier die passende Persönlichkeit zu sein.
Während der Ermittlungen stoßen Lynley und Havers auf zahlreiche Ungereimtheiten, viele Menschen, die etwas zu berichten haben, ohne dass einem sofort klar wäre, in welchem Zusammenhang die Aussagen zum Fall stehen. Überdies müssen sie sich den Anfeindungen einiger Dorfbewohner und insbesondere der ansässigen Polizei stellen, welche auch dazu führen, dass es für Lynley schwierig ist an alle Informationen und Ermittlungsberichte heran zu kommen. Schließlich ist es St. James, Lynleys bester Freund und frisch gebackener Ehemann seiner Ex-Verlobten Deborah, der ihm während seiner eigenen Flitterwochen dabei hilft, früher sichergestelltes Beweismaterial ein weiteres Mal labortechnisch zu untersuchen um zur Aufklärung des Falles beizutragen…
Nachdem ich ungefähr das erste und zweite Kapitel brauchte um mich in die Welt von Lynley und Havers einzulesen, empfand ich die Protagonisten als glaubwürdig. Barbara ist mit ihrer ablehnenden Haltung zu allem zunächst überaus unsympathisch, im Verlauf der Handlung beginnt man aber zu verstehen, warum sie so denkt und handelt, wie sie es tut. Sehr langsam gewinnt sie an Sympathie oder zumindest an Verständnis.
Lynley mochte ich auf Anhieb, wenngleich er mir sehr weit weg erschien, etwas abgehoben vielleicht. Später ist es so, als würde man ihn – zusammen mit Barbara – kennen lernen.
Der Schreibstil von Elizabeth George ist angenehm zu lesen und der Handlung kann man gut folgen. Es dauert nur eine Weile bis man sich mit den vielen Nebenfiguren zurecht findet. Da der Fall in einem kleinen Dorf spielt, sind viele Dorfbewohner miteinander verwandt oder verschwägert, sodass man den Überblick über die Verwandtschaftsverhältnisse verlieren kann.
Interessant finde ich das Verhältnis zwischen den Schwestern Gillian und Roberta und ich hätte mir ein längeres Gespräch zwischen den beiden gewünscht, welches etwas mehr über ihr früheres Verhältnis zueinander und zu ihrem Vater offenbart und vielleicht auch die Frage geklärt hätte, warum Gillian Roberta nicht mitgenommen hat, da sie doch wusste, was ihr möglicher Weise bevor steht.
So grausam das Thema Kindesmissbrauch auch ist, ich finde es gut und in der Handlung nachvollziehbar beschrieben. Irgendwann, je mehr von dem ans Licht kommt, was das Opfer wirklich getan hat, kommt der Moment, in dem man beinahe froh ist, dass der Mörder es gefunden hat. Ich habe mir die Frage gestellt – auch vor dem aktuellen Hintergrund in der katholischen Kirche – ob es tatsächlich so einfach sein kann, pädophile Neigungen hinter Gottesfürchtigkeit zu verstecken.
Fazit:
Alles zusammengenommen halte ich dieses Buch für einen kurzweiligen Krimi mit einem Ermittlerduo, welches schon wegen seiner Gegensätzlichkeit für Spannung sorgen kann. Das Buch macht auf jeden Fall Lust auf den nächsten Teil.
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5/5
17.04.2020
Buch (Taschenbuch)
In meinem Exemplar liegt noch...
In meinem Exemplar liegt noch der Zettel einer Bekannten, der ich das Buch damals geliehen hatte : " Noch nie so einen tollen Krimi gelesen - Wahnsinn " Das lasse ich mal so stehen.
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5/5
29.03.2020
Buch (Taschenbuch)
Wer sich in seiner ggf. reichlich...
Wer sich in seiner ggf. reichlich vorhandenen Freizeit Krimi-Buchserien widmen will, dem lege ich noch mal Elizabeth George ans Herz. Die neueren "Lynleys" habe ich irgendwann aus den Augen verloren, fand sie auch nicht alle gut. Der Erste ist mit einer der Besten, finde ich!
Jahrhunderte lag ein englisches Dorf im Dornröschenschlaf-bis ein Mord die Idylle zerstört. Der Pfarrer entdeckt in einer Scheune eine Leiche. Die Tochter des Opfers behauptet sie wars, verstummt aber daraufhin.
Scotland Yard schickt Thomas Lynley und Barbara Havers, ein eher ungewöhnliches Ermittler-Team. Ein Gewirr aus Geheimnissen und Abhängigkeiten an dessen Ende sich eine grausige Wahrheit verbirgt, erwartet die beiden.
Elizabeth George führt die Leser im zweiten Teil durch die menschlichen Abgründe des Dorfes. Eine sehr emotionale und intensive Schilderung. Die Leser bekommen relativ früh eine Vermutung wer der Täter sein könnte, aber erst am Schluss hat man die sichere Aulösung des Falles.
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