Produktbild: Jean Ziegler

Jean Ziegler Das Leben eines Rebellen

1

17,90 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.09.2011

Abbildungen

mit Abbildungen

Verlag

Nagel & Kimche

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

21,3/13,4/2,2 cm

Gewicht

310 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-312-00485-0

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.09.2011

Abbildungen

mit Abbildungen

Verlag

Nagel & Kimche

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

21,3/13,4/2,2 cm

Gewicht

310 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-312-00485-0

Herstelleradresse

Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH
Valentinskamp 24
20354 Hamburg
DE
info@harpercollins.de

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Der Mensch hinter dem Namen

Thomas Fritzenwallner aus Wiener Neustadt am 03.11.2011

Bewertungsnummer: 750884

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die neu erschienene Biografie von der Hand des Schweizer Journalisten Jürg Wegelin gibt Gelegenheit, die Person Ziegler - den "nach (dem Tennis-Star) Roger Federer international wohl bekanntesten Schweizer", wie es auf dem Buchrücken heißt - näher kennenzulernen. Wegelin - der hauptsächlich für ein Schweizer Publikum schreibt, für das die öffentliche Person Zieglers bekannt sein dürfte wie ein bunter Hund - ist dabei weniger daran interessiert, die Ideen des Soziologen in vertiefter Weise darzustellen, als vielmehr den Menschen, der hinter ihnen steht. Deshalb erweist es sich als Glücksgriff, dass der Autor von "Jean Ziegler - Das Leben eines Rebellen" sich nicht auf die Erinnerungen seines Protagonisten verlässt - die sich zwischendurch auch oft genug als subjektiv gefärbt und sogar verfälscht erweisen. Vielmehr verwendet er Interviews mit Personen aus Zieglers Umfeld sowie dessen umfangreiches persönliches Archiv als Quellen, um ein ausgewogenes Porträt zu zeichnen, das weder in Heroisierung noch in Verteufelung abgleitet. Damit gelingt ihm ein vielschichtiges Bild, das Ziegler in all seinen Wandlungen und Widersprüchen beleuchtet. Der 1934 geborene und im Städtchen Thun im Kanton Bern als Sohn eines Amtsrichters und Berufsoffiziers aufgewachsene Hans Ziegler hat nämlich einige Verwandlungen durchmachen müssen, bis aus ihm der linksalternativ engagierte frankophone Soziologe und Aktivist Jean Ziegler wurde. Wegelin deckt sorgfältig die konservativen Wurzeln Zieglers im protestantischen Schweizer Bürgertum auf - einschließlich dessen Mitgliedschaft in einem Kadettenverein und später einer Studentenverbindung -, zeichnet aber auch dessen Weg einer "dreifachen Konversion" durch sein Studium in Paris (zur Linken, zur Frankophonie und zum Katholizismus) schlüssig nach. Trotz Zieglers vielschichtigem Engagement für die Dritte Welt, seine großen Leistungen für die Ausbildung der afrikanischen Eliten und seine freundlichen Beziehungen zu hochgestellten Politikern und Persönlichkeiten zahlreicher Länder scheint im Mittelpunkt dieses Lebens trotzdem vor allem die Heimat zu stehen: die Schweiz. Nirgendwo wurde Ziegler bitterer und entschiedener bekämpft und als "Nestbeschmutzer" beschimpft - aber über kein Land schrieb er auch mit so viel Leidenschaft, die Sünden keines Landes prangerte er so unerbittlich an. Einem "Rufer in der Wüste", der spricht, geißelt und anklagt - egal, ob gelegen oder ungelegen.

Der Mensch hinter dem Namen

Thomas Fritzenwallner aus Wiener Neustadt am 03.11.2011
Bewertungsnummer: 750884
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die neu erschienene Biografie von der Hand des Schweizer Journalisten Jürg Wegelin gibt Gelegenheit, die Person Ziegler - den "nach (dem Tennis-Star) Roger Federer international wohl bekanntesten Schweizer", wie es auf dem Buchrücken heißt - näher kennenzulernen. Wegelin - der hauptsächlich für ein Schweizer Publikum schreibt, für das die öffentliche Person Zieglers bekannt sein dürfte wie ein bunter Hund - ist dabei weniger daran interessiert, die Ideen des Soziologen in vertiefter Weise darzustellen, als vielmehr den Menschen, der hinter ihnen steht. Deshalb erweist es sich als Glücksgriff, dass der Autor von "Jean Ziegler - Das Leben eines Rebellen" sich nicht auf die Erinnerungen seines Protagonisten verlässt - die sich zwischendurch auch oft genug als subjektiv gefärbt und sogar verfälscht erweisen. Vielmehr verwendet er Interviews mit Personen aus Zieglers Umfeld sowie dessen umfangreiches persönliches Archiv als Quellen, um ein ausgewogenes Porträt zu zeichnen, das weder in Heroisierung noch in Verteufelung abgleitet. Damit gelingt ihm ein vielschichtiges Bild, das Ziegler in all seinen Wandlungen und Widersprüchen beleuchtet. Der 1934 geborene und im Städtchen Thun im Kanton Bern als Sohn eines Amtsrichters und Berufsoffiziers aufgewachsene Hans Ziegler hat nämlich einige Verwandlungen durchmachen müssen, bis aus ihm der linksalternativ engagierte frankophone Soziologe und Aktivist Jean Ziegler wurde. Wegelin deckt sorgfältig die konservativen Wurzeln Zieglers im protestantischen Schweizer Bürgertum auf - einschließlich dessen Mitgliedschaft in einem Kadettenverein und später einer Studentenverbindung -, zeichnet aber auch dessen Weg einer "dreifachen Konversion" durch sein Studium in Paris (zur Linken, zur Frankophonie und zum Katholizismus) schlüssig nach. Trotz Zieglers vielschichtigem Engagement für die Dritte Welt, seine großen Leistungen für die Ausbildung der afrikanischen Eliten und seine freundlichen Beziehungen zu hochgestellten Politikern und Persönlichkeiten zahlreicher Länder scheint im Mittelpunkt dieses Lebens trotzdem vor allem die Heimat zu stehen: die Schweiz. Nirgendwo wurde Ziegler bitterer und entschiedener bekämpft und als "Nestbeschmutzer" beschimpft - aber über kein Land schrieb er auch mit so viel Leidenschaft, die Sünden keines Landes prangerte er so unerbittlich an. Einem "Rufer in der Wüste", der spricht, geißelt und anklagt - egal, ob gelegen oder ungelegen.

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