Produktbild: Der wahrhaftige Volkskontrolleur
Band 1

Der wahrhaftige Volkskontrolleur Roman

12

22,90 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.11.2011

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

21,3/13,7/4,2 cm

Gewicht

599 g

Auflage

2., aus dem Russischen von Kerstin Monschein; mit Lesebändchen

Originaltitel

Skazanie ob istinno narodnom kontrolere

Übersetzt von

Kerstin Monschein

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-85218-679-5

Beschreibung

Rezension

"Andrej Kurkows Satire ‚Der wahrhaftige Volkskontrolleur‘ verbindet mehrere Erzählstränge zu einem zauberhaften Roman."
Die Presse, Erich Demmer
"Pointiert, mit viel Witz und Ironie und in zahllosen skurrilen Szenen bildet Andrej Kurkow das sowjetische Leben ab."
ORF, Kristina Pfoser
"Herrlich komisch"
Falter, Emily Walton

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.11.2011

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

21,3/13,7/4,2 cm

Gewicht

599 g

Auflage

2., aus dem Russischen von Kerstin Monschein; mit Lesebändchen

Originaltitel

Skazanie ob istinno narodnom kontrolere

Übersetzt von

Kerstin Monschein

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-85218-679-5

Herstelleradresse

Haymon Verlag
Erlerstraße 10
6020 Innsbruck
AT

Email: order@studienverlag.at

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  • Helga Rom

    aus Innsbruck

    5/5

    31.10.2011

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Russlandreise inklusiver überirdischer Begegnungen

    Kurkow lädt uns nach Russland ein und stellt uns Land, Leute, Engel und sprechende Papageien vor. Wir betreten eine skurille Welt voller schräger Charaktere, überirdischer Gestalten und vor allem der russischen Seele. Wir folgen einer der Hauptpersonen auf ihrem Weg durch das riesige Reich, treffen eine Gruppe Aussteiger, einen Künstler, dessen Vogel Lobhymnen auf den Führer dekliniert und allerlei russichen Kauzen, die mal nett und mal skrupellos sind. Ein Buch bunt, wie der Umschlag, den der Haymonverlag ihm verliehen hat. Ein Lesegenuss für die dunklen Winterstunden!

  • sabatayn76

    aus Deutschland

    5/5

    27.08.2011

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kreml, Kringel, Komsomolze

    Inhalt: Der in seinem Dorf eher unbeliebte Pawel Aleksandrowitsch Dobrynin wurde zum Volkskontrolleur des gesamten Landes gewählt. Der neue Posten erfordert es, das ihm bekannte Dorf für einige Zeit zu verlassen, seine Familie zurück zu lassen und sich auf eine Reise durch die Sowjetunion zu begeben. Neben der Geschichte um Pawel erfährt der Leser von einem Engel, der den Himmel verlassen hat, um zu untersuchen, ob es in Russland tatsächlich keine rechtschaffenen Menschen mehr gibt, von dem Schuldirektor Wasilij Wasiljewitsch Banow, der abends mit großer Begeisterung auf dem Schuldach sitzt und in die Ferne schaut, sowie von dem Künstler Mark Iwanow und seinem Gedichte rezitierenden Papagei Kusma. Mein Eindruck: Andrej Kurkow macht die Lektüre seines Buches nicht besonders einfach: seine Sätze sind lang, die Erzählweise ist ausschweifend, metaphorisch und phantasievoll. Dadurch wirkt das Buch allerdings sehr authentisch und unverwechselbar russisch. Die vier verschiedenen Handlungsstränge sorgen dabei für viel Abwechslung, so dass beim Lesen nie Langeweile aufkommt. Im gesamten Buch finden sich zudem Anspielungen auf das zaristische Russland und die Sowjetunion, auf Planwirtschaft und kommunistische Realität. Wer eine besondere Affinität zu Russland/der Sowjetunion hat, kommt hier meiner Meinung nach ganz auf seine Kosten, wird viel von der 'russischen Seele' erfahren, einiges über das Land und seine Menschen lernen. Mein Resümee: Eine nicht ganz einfache Lektüre, doch wenn man sich auf Andrej Kurkow einlässt, wird man mit skurrilen Charakteren, unterhaltsamen, satirischen, phantasie- und humorvollen Geschichten, Einblicken in die russische/sowjetische Kultur und Mentalität sowie zahlreichen Anspielungen auf das Leben in der UdSSR belohnt. Sehr empfehlenswert.

  • Ursula Schrott

    aus Vöcklabruck

    4/5

    05.06.2012

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wo gehts hier ins gelobte Land?

    Während Pawel Dobrynin, in seiner neu erworbenen Eigenschaft als russischer Volkskontrolleur in die abgelegensten Gebiete der Sowjetunion reist und dabei die unwahrscheinlichsten Abenteuer erlebt, trägt ein sprechender Papagei Väterchen Lenin Gedichte vor und hilft ein aus dem Paradies geflohener Engel, einer Gruppe Deserteure und geflohener Kolchosebauern das gelobte Land zu errichten. Eine feine, satirische Erzählung mit einem Hauch Fantastik, die uns einen liebevollen, augenzwinkernden Blick in die russische Seele gewährt.

  • Tobias Weber

    4/5

    31.01.2012

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ...

    Warum desertiert ein Engel vom Paradies? Er ist auf der Suche nach dem einzigen Rechtschaffenen in der UDSSR. Wie kann ein Papagei benutzt werden, der Gedichte zitieren kann? Zu Propaganda-Zwecken. Wieso sollten Sie dieses Buch lesen? Damit auch Sie die Möglichkeit haben einen Blick in das Russland von 1927 zu werfen. Trotz seiner skurrilen Elemente schildert "Der wahrhaftige Volkskontrolleur" das Leben in der damaligen Zeit, ohne etwas zu verschönigen, oder etwas zu übertreiben.

  • Curculio

    aus Deutschland

    4/5

    22.08.2011

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das (Über-) Leben in der Sowjetunion

    Der Roman erzählt die Geschichten von vier sehr unterschiedlichen Personen in der Sowjetunion Mitte bis Ende der 1920er Jahren. Zum einen ist da der ehemalige Kolchosbauer Pawel Dobrynin, der zum Volkskontrolleur für die Sowjetunion ernannt wird. Sein Weg führt ihn in den rauen Norden mit seinem eisigen Klima wo er nicht nur angenehmen Genossen begegnet. Ein Engel kommt aus dem Paradies auf die Erde, weil bisher kein Sowjet-Bürger in das Paradies eingezogen ist. Dies wundert den Engel doch sehr und so kommt er auf die Erde, um einen gerechten zu finden, und ihn zu begleiten. Auf seiner Suche findet er sich in einer Gruppe aus Bauern, Rotarmisten und Bauarbeiter wieder, die gemeinsam das Neue Gelobte Land finden wollen, um dort in Gerechtigkeit zu leben. Der Künstler Mark reist mit seinem Papagei Kusma, der Gedichte vortragen kann, ebenfalls durch die Sowjetunion und trifft auf allerlei unterschiedliche Personen. Und schließlich wird noch von dem Schuldirektor Banow erzählt, welcher sehr viel Zeit in seiner Schule verbringt und schließlich seine Aufgabe darin findet, einer Mutter wieder zu Träumen zu verhelfen. Die vier Erzählstränge sind unabhängig voneinander (der Klappentext ist also nicht völlig zutreffend). Es zeigt sich nur durch sehr wenige Gemeinsamkeiten, dass sie in der gleichen Zeit spielen und durch diese kleinen Details quasi doch mehr oder weniger verknüpft sind, auch wenn das auf den ersten Blick überhaupt nicht so scheint. Die ganz unterschiedlichen Charaktere ergänzen sich gut und geben einen sehr vielfältigen Einblick in die Sowjetunion und ihre Lebensweisen in dieser Zeit. Allen voran natürlich Pawel mit seiner herrlich naiven und trotzdem liebenswürdigen Art. Für sein Vaterland tut er alles, nichts geht ihm über die Pflichterfüllung. So reist der Leser mit Pawel in den entfernten Norden und trifft auf allerlei (auch zwielichtige) Figuren und dunkle Machenschaften. Der Künstler Mark hingegen soll seinem Papagei nur noch ernste Gedichte beibringen, obwohl ein gedichtevortragender Papagei ja eigentlich die Leute zum Lachen bringen soll. Und schließlich der Engel, der sich an der kommunistischen Seele die Zähne ausbeißt, weil diese schlicht die Existenz einer Seele verleugnet. Durch den ganzen Roman zieht sich ein gut eingesetzter Humor, die Geschichten wirken stets herrlich skurril, ebenso wie die Figuren, und dennoch wirkt es an manchen Stellen auch melancholisch. Der Schreibstil ist immer sehr leichtfüßig, an manchen Stellen sogar fast märchenhaft. Trotz der Leichtigkeit kommt auch die Kritik nicht zu kurz, welche auf sehr vielfältige Weise spürbar ist. Seine volle Pracht entfaltet der Roman nur mit einem sehr umfassenden Hintergrundwissen über die russische Geschichte, welches mir zugegebenermaßen in Teilen fehlt, wodurch sich mir leider auch nicht alle Details erschlossen haben. Fazit: Dem Autor ist es wunderbar gelungen, durch seine skurrilen Geschichten und den vielen Humor tiefe Einblicke in die ehemalige Sowjetunion zu geben. Durch die vielen verschiedenen Charaktere wird dies noch gestützt. Nicht zuletzt durch die viele Kritik, regt er zum Nachdenken und auch Nachforschen an und kann dadurch sehr lehrreich sein.

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