Produktbild: Die Verfeinerung der Deutschen

Die Verfeinerung der Deutschen Eine andere Kulturgeschichte

2

34,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.09.2011

Abbildungen

mit Abbildungen, 32 farbigen Bildtaf. und 1 schwarzweissen Karten-Skizz.

Verlag

Insel

Seitenzahl

823

Maße (L/B/H)

22/14,9/4,6 cm

Gewicht

988 g

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-17505-6

Beschreibung

Rezension

»Diese ›andere Kulturgeschichte‹ spannt einen lehrreich-amüsanten Bogen von den Kelten bis zu den Bobos von Berlin-Mitte im Jahr 2011. Dabei geht es nur um die wirklich wichtigen Dinge im Leben: um Speisen, Getränke und Sex.« ("FOCUS")
»Tolles Buch!« ("druckfrisch, ARD")
»Der Sinn solchen Treibens und Schreibens ist es, dem deutschen Leser ins Gedächtnis zu rufen, dass er eigentlich immer schon, zumindest mit der einen Seele in seiner Brust, an der europäischen Tradition des Leichten, des Städtischen und Eleganten teil hatte.« ("Deutschlandfunk")
»Auf diesen 800 Seiten wird so zusagen alles mobilisert, was an den Deutschen sympathisch wirken kann - in Bezug auf das Essen, Trinken, Architektur, Sitten, städtisches Leben ... eine Art best of germany.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Das Beste aus der deutschen Kulturgeschichte hat Erwin Seitz herausgeholt. Sein Buch Die Verfeinerung der Deutschen ist ein überaus kulinarisches Buch ... Er räumt mit dem gängigen Vorurteil auf, die Pasta komme aus Italien, und legt dar, warum ›typisch deutsch‹ gar nicht so schlecht ist ... ein großes Lesevergnügen.« ("Radio Bremen")
»Auf 800 faktenreich fundierten Seiten spannt der Autor einen genussvollen und weiten Bogen über zweitausend Jahre ziemlich wechselhafter deutscher Geschichte – von der germanischen Vorzeit bis zu den kulinarischen Pilgerstätten des heutigen Berlin. 100 Bilder illustrieren diesen kühnen historischen Ritt, der sinnfällig Kulinarisches mit Historischem verquickt. So entsteht ein lesenswertes, delikates Seitenstück sonst üblicher Geschichtsschreibung.« ("Inforadio, rbb")
»Genau das ist wohl auch das Ziel von Erwin Seitz: in den Köpfen der Leser ein anderes Bild deutscher Geschichte zu vermitteln. Nicht eines, das durch Gräuel quer durch die Jahrhunderte geprägt ist, sondern von Humanismus und feiner Lebensart. Erwin Seitz und seine Kulturgeschichte sind absolut lesenswert und wunderbar geeignet zur persönlichen Weiterbildung.« ("sandammeer.at")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.09.2011

Abbildungen

mit Abbildungen, 32 farbigen Bildtaf. und 1 schwarzweissen Karten-Skizz.

Verlag

Insel

Seitenzahl

823

Maße (L/B/H)

22/14,9/4,6 cm

Gewicht

988 g

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-17505-6

Herstelleradresse

Insel Verlag Anton Kippenberg GmbH & Co. KG
Torstr. 44
10119 Berlin
Deutschland
Email: verkauf@suhrkamp.de
Url: www.insel-verlag.de
Telephone: +49 30 7407440
Fax: +49 30 740744199

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  • Bewertung

    5/5

    07.12.2011

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von Aal bis Zwiebel

    Neben dem üblichen Register finden Sie in dieser Genuss-Kulturgeschichte ein Register "Kulinarische Waren und Gerichte", von Aal bis Zwiebel sozusagen. Von der Jungsteinzeit über die "Thinktanks" Karls des Großen bis zur Berliner Gegenwart führt uns der Autor mit enormer Kenntnis im angenehmen Plauderton durch deutsche Lebensart und Kochkunst, immer eingebettet in geistes- und kulturgeschichtliche Strömungen.

  • Bewertung

    aus Kronberg

    4/5

    28.10.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Informative, teils etwas geschwätzige Kulturreise

    In "Die Verfeinerung der Deutschen" legt uns Erwin Seitz laut Unterteitel "Eine andere Kulturgeschichte" vor. Dieses Versprechen kann das Buch durchaus einhalten. Auf über 750 Seiten widmet sich der Autor der Entwicklung der Lebensart in Deutschland und das von der Germanen bis in die heutige Zeit. Seinen Hauptfokus legt er auf das Kulinarische, aber auch Kunst, allgemeine Lebensart, sich ändernde Meinungen finden hier ihren Platz. Die Ausstattung des Buches gefällt mir außerordentlich. Es ist gebunden, mit einem dezent-ansprechenden Titelbild. Das Papier fühlt sich angenehm hochwertig an, mehrere schwarz-weiß Abbildungen in guter Qualität finden sich im Buch, zwei Bereiche mit ebenfalls qualitativ guten Farbabbildungen vervollständigen die ansprechende Gestaltung. Der Text liest sich überwiegend gut, manchmal etwas zu langatmig. Insbesondere die ersten beiden Kapitel (die immerhin 86 Seiten einnehmen), die eine Einführung und einen Gesamtüberblick geben, sind oft zäh und ein wenig geschwätzig. Als ich diese las, bereute ich meine Entscheidung für das Buch ein wenig, weil es nicht zum Punkt kam und nicht die Informationen bot, die ich erwartete. Solche geschwätzigen Passagen ohne wirklichen Inhalt gab es im Laufe des Buches auch leider immer wieder. Da werden dann thematisch nicht relevante Gedankengänge vor sich hingeplaudert oder schwärmerische Spaziergänge durch Venedig beschrieben - alles etwas zu wortreich, zur substanzlos. Auch die längeren philosophischen Exkurse waren nicht ganz mein Fall. Größtenteils aber bietet "Die Verfeinerung der Deutschen" eine unterhaltsame Mischung aus Informativem und Unterhaltsamem. Der Autor stellt uns einige kulinarische Besonderheiten vor, wie den Moselwein, das Bamberger Rauchbier, berichtet von deren Geschichte, stellt heutige Menschen vor, die diese Traditionen pflegen. Das ist oft sehr interessant, auch wenn ich die Verzückung über die barbarisch gewonnene Gänsestopfleber in einem Buch über Verfeinerung ziemlich fehl am Platze finde. Manchmal, gerade im letzten Kapitel über das heutige Berlin, verliert sich der Autor aber auch zu sehr in seinen Restaurantbeschreibungen. Ich muß nicht unbedingt en detail wissen, wie jedes Feinschmeckerrestaurant in Deutschland eingerichtet ist, welche Farbe die Sitzbezüge haben, und auch Auflistungen von Speisekarteninhalten sind nicht unbedingt informativ, wenn man nicht ein Restaurant in der beschriebenen Stadt sucht. Der geschichtliche Teil ist gut lesbar und schafft es, viele Informationen angenehm zu präsentieren. Wir bekommen einen geschichtlichen Überblick, der dann mit den kulturellen, lebensartlichen Entwicklungen verbunden wird. Das klappt hervorragend, man kann viele Entwicklungen durch den geschichtlichen Zusammenhang besser einordnen, erfährt unterhaltsame Details, die in geschichtlich orientierten Büchern oft nicht enthalten sind. Auf die ausführlichen Listen von Lebensmitteln, die in einer bestimmten Epoche gegessen wurden, hätte ich verzichten könnten, denn wer liest schon eine halbe Seite Lebensmittelauflistungen? Manchmal hätte dem Autor ein wenig Neutralität wohl getan, gerade im Kapitel über Preußen mußte ich öfter den Kopf schütteln, weil der Autor keine Gelegenheit ausläßt, zu urteilen und tendenziös zu schreiben. Auch bei Punkten, bei denen ich inhaltlich zustimmen würde, fand ich den teils polemischen Schreibstil unpassend. Seine persönliche Abneigung gegen Christopher Clarks Buch über Preußen sei ihm unbenommen, muß aber nicht bei jeder Gelegenheit erwähnt werden. Einem Sachbuch steht Sachlichkeit wesentlich besser. Im Großen und Ganzen enthält "Die Verfeinerung der Deutschen" aber viel Lesenswertes, viel unterhaltsam Dargebrachtes, viel Informatives. Mit hat diese Reise durch die deutsche Kulturgeschichte trotz einiger Wermutstropfen Spaß gemacht und ich habe auf vergnügliche Weise Neues gelernt und Bekanntes neu gelesen.

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  • Produktbild: Die Verfeinerung der Deutschen
  • I. Einleitung

    Eine Sache der Verfeinerung

    Zweierlei Mythen der Deutschen: Autorität und Freiheit

    Bürgerlicher Lebenskünstler

    II. Dorf oder Stadt

    Die Sehnsucht nach der Metropole: Heinrich Heine als Visionär

    Martin Luther im Sog der »Germania« des Tacitus

    Die urbane Germania: Piccolomini statt Tacitus

    III. Der unverfälschte Geschmack

    Rauchbier in Bamberg

    Wahrheit der Archäologen: Lebensmittel im goldenen Glanz

    Essen im großen Stil: Fürstensitze der Kelten

    IV. Der ausgewählte Geschmack

    Wein an der Mosel

    Die römische Stadt: Trier oder Gedanken von Cicero

    Antiker Humanismus: Städte, Lebensart, Feinschmeckerei

    V. Fränkische Erneuerung

    Frühes Christentum: Nächstenliebe, Enthaltsamkeit, Ewigkeit

    Bündnis zwischen dem Krieger und dem Geistlichen

    Bonifatius als Wegbereiter des Städtischen

    VI. Anfänge der Deutschen

    Karl der Große: Fürst und Lebemann

    Ludwig der Deutsche: Sympathie für das Ostfränkische Reich

    Meister der Zeremonie: Otto der Große und Bruno von Köln

    VII. Der zivilisierte Krieger

    Vom Krieger zum Ritter: Heinrich III. und Heinrich IV.

    Magier der Pfalzen: Friedrich Barbarossa

    Wolfram von Eschenbach, jene Frau und ein Festmahl auf der Wartburg

    VIII. Der abenteuerliche Bürger

    Vom Ritter zum Bürger: die Handelsherren in Nürnberg

    Ludwig der Bayer, Konrad Groß und das Kochbuch des Michael de Leone

    Lübeck oder der Hering aus dem Fass

    IX. Versuch einer neuen Zeit

    Unentschieden: Maximilian I. und Jakob Fugger der Reiche

    Der gedeckte Tisch: Katharina Luther in Wittenberg

    Barocke Kulissen: Jesuiten in München

    X. Esskunst von europäischem Rang

    Die selbständigen Städte: Utopie der Menschlichkeit

    Ein Bestseller: die »Küchenmeisterei«

    Epochal: »Ein neues Kochbuch« von Marx Rumpolt

    XI. Zum Vergnügen: Fürstliche Residenzen

    Martin Opitz: das Glück der Sprache oder die Freiheit in Hamburg

    Leopold I., die Musik und das Kaffeehaus in Wien

    Dresden: der Genuss des Lebens

    XII. Ende des Festes: Die Preußen

    Der Vater: Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I.

    Die Tochter: Wilhelmine von Bayreuth

    Der Sohn: Friedrich II. oder der Alte Fritz

    XIII. Auf halbem Wege

    Caroline in Weimar

    Spielmacher und Gastgeber: Otto von Bismarck

    Reaktion und Avantgarde im kaiserlichen Berlin

    XIV. Bürgerliche Gesellschaft

    Der Weg über die Paulskirche

    Neue Sachlichkeit oder böser Zauber

    Berlin-Mitte