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Der Mandant

Film (Blu-ray)

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9,69 € UVP 10,99 €

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Beschreibung

Mickey Haller ist Anwalt in Los Angeles, der seine Geschäfte vom Rücksitz seines Lincolns organisiert. Den Großteil seiner Karriere hat Haller damit verbracht, Kleinkriminelle zu verteidigen, bis er eines Tages auf den Fall seines Lebens stößt: Die Verteidigung von Louis Roulet, einem wohlhabenden Playboy aus Beverly Hills, der beschuldigt wird, eine Frau ermordet zu haben. Doch der Fall wird für Haller zu einem tödlichen Spiel um Leben und Tod, der ihn in ein ungeahntes Netz aus Lügen und Verschwörungen verstrickt.

Der Film wurde mit HD-Kameras gedreht, was ihm Vorteile bei der Ablage auf Blu-ray verschafft, aber auch eine gewisse, leicht stilisierte Optik verpasst. So sind die Farben sehr kräftig und hoch gesättigt, werden aber von einem Kontrast umgeben, der oft etwas steil gerät und helle Flächen leicht überstrahlen lässt und gleichzeitig in dunklen Aufnahmen kleine Feinheiten verschluckt. Der Schwarzwert ist oft tief, erreicht dieses Niveau aber leider nicht durchgängig. So kommt es, dass Außenaufnahmen deutlich plastischer wirken, als solche in Häusern. Aufgrund der HD-Herkunft des Transfers ist das Bild frei von Rauschen und Fehler bzw. Artefakte bleiben aus. Das macht den Weg frei für sehr scharfe Kanten und Konturen, die ohne Nachschärfung auskommen und daher auch keine Artefakte zulassen. Bis in die Halbtotalen ist bei ausreichender Ausleuchtung praktisch jede noch so kleine Feinheit erkennbar. Nur Totalen, insbesondere bei Nachtaufnahmen, wirken etwas weicher und lösen nicht mehr ganz hundertprozentig auf, dennoch wird ein hohes Schärfeniveau auch hier gehalten. Die Kompression macht sich nur ganz selten durch etwas Blockbildung bemerkbar.

Das Making Of (ca. 14 Minuten) beschäftigt sich überwiegend mit dem Romanautor und der Umsetzung der Buchvorlage und darf insgesamt als informativ bezeichnet werden. Neben Michael Connelly kommen aber auch Cast und Crew zu Wort. Zwei Featurettes stehen als nächstes auf dem Plan. Unterwegs mit Michael Connelly (ca. 10 Minuten) begleitet den Romautor durch L.A. und stellt den Drehort vor. Connelly geht dabei auch erneut auf die Buchvorlage ein. In Unterhaltung im Gerichtssaal (ca. 6 Minuten) sitzen Michael Connelly und Darsteller Matthew McConaughey im Gerichtssaal und unterhalten sich über die Hauptfigur. Es folgen vier Interviews mit Cast & Crew. Hier antworten Matthew McConaughey (ca. 9 Minuten), Ryan Phillippe (ca. 9 Minuten), William H. Macy (ca. 4 Minuten) und Brad Furman (Regisseur) (ca. 11 Minuten) auf Standardfragen/-themen, die vor der Beantwortung auf Texttafeln eingeblendet werden. Während die Darsteller fast ausschließlich über ihre Rolle sprechen, darf der Regisseur auch noch ein wenig zur Produktion Stellung beziehen. Vier Deleted Scenes (ca. 5 Minuten) in Filmqualität stehen dann noch zur Ansicht bereit. Aufgrund der Qualität ist anzunehmen, dass die unkommentiert am Stück abgespielten Szenen erst im Endschnitt zu Gunsten des Erzähltempos aus dem Film genommen wurden. Abschließend gibt es noch den 90-sekündigen Filmtrailer (Full-HD und HD-Ton) wahlweise in Deutsch oder Englisch zur Auswahl. Der Anbieter macht dann mit der Trailershow und dem Zugriff auf die Webpräsenz über BD-Live (Netzanschluss des Players vorausgesetzt) noch etwas Werbung in eigener Sache.

Alle Features bis hin zur Trailershow liegen in FullHD und teils sogar mit HD-Ton vor, was sehr löblich ist. Für die Einzelclips stehen leider keine \"alles abspielen\"-Funktionen zur Verfügung, was die Anwahl etwas mühsam gestaltet.

Justiz-Thriller bieten schon genregemäß wenige Ansätze für raumgreifenden Ton. Was hier im Vordergrund steht ist die realistische Wiedergabe von Kulisse und Stimmen sowie die dynamische Einflechtung von Musik. In Sachen Kulisse wird vor allem mit den Frontboxen gearbeitet, wo Rechts-Links-Aktivitäten zu verzeichnen sind. Nach hinten passiert hier nur wenig. Echte Actionszenen hat der Film nicht. Die wenigen Momente mit aufwendigeren Signalen, wie etwa die Auftritte der Motorradgang, werden zwar dynamisch, aber zu wenig räumlich wiedergegeben. Die Stimmen sind sauber und klar verständlich, klingen auch in der Synchro sauber integriert und nur wenig aufgesetzt. Vereinzelt sind sie sogar nicht ausschließlich dem Center zugeordnet sondern bildlogisch aus einer anderen Box zu vernehmen. Das Highlight des meist zurückhaltenden Soundtracks sind die Hip-Hop- und Soul-lastigen Musikeinlagen, die sogar den Subwoofer ordentlich einbeziehen und in Sachen Dynamik sowie Räumlichkeit angenehm hervorstechen. Dass sie inhaltlich eine \"künstliche Coolness\" einbringen und nicht immer passend wirken ist dabei zu verschmerzen, da sie, wie erwähnt, den Soundtrack klar aufwerten.

DER MANDANT erreichte in Deutschland an den Kinokassen ein bescheidenes Einspielergebnis mit nur rund 204.000 Besuchern. Weltweit spielte der Film gerade mal knapp ein Drittel mehr als seine Kosten von geschätzten 40 Mio. US-Dollar ein. Das zeigt zum einen wie gering das Interesse der Kinogänger am Justizthriller ist, angesichts der vielen TV-Serien und –Spielfilme, die deren Inhalte mindestens ebenbürtig direkt ins Heimkino transportieren, zum anderen mag es aber auch Zweifel an der Klasse des Films sein. Zumindest in Deutschland dürfte der Film seinen Kinostart wohl dem bei uns recht beliebten Hauptdarsteller Matthew McConaughey zu verdanken haben, dessen Mitwirken am Film nüchtern betrachtet, angesichts des eher biederen, bekannt anmutenden Plots, tatsächlich auch der einzig wirkliche Grund ist dem Streifen überhaupt seine Aufmerksamkeit zu schenken.

Die Story aus der Feder von Bestseller-Justizthriller-Autor Michael Connelly, der so etwas wie ein zweiter John Grisham ist, wurde derart mainstreamig und schnörkellos umgesetzt, dass man recht bald – auch ob fehlender falscher Fährten – weiß wie der Hase läuft und letztlich bloß noch darauf wartet, ob auch der Anwalt hinter das Spiel kommt und ob der danach seinen Mandanten auflaufen lässt oder sich ihm und seiner vermeintlichen Cleverness ohnmächtig geschlagen gibt. Dies walzt der Film auf satten 120 Minuten aus, wobei man gut und gern auf ca. 20 Minuten überlanger Dialoge hätte verzichten können, die zudem nicht mal den gut aufspielenden Hauptakteuren im Zusammenspiel gewidmet sind. Gemeinsame Szenen haben nämlich der von McConaughey verkörperte verschlagene Winkeladvokat Mickey Haller und sein junger Mandant aus reichem Hause Louis Roulet, gespielt von Ryan Phillippe, nämlich viel zu wenige, obwohl es gerade diese sind aus denen der ansonsten dröge Storyverlauf seine Würze bezieht. Zwar haben Nebendarsteller wie William H. Macy oder Marisa Tomei auch ihre Momente, können aber maximal nette Akzente setzen. McConaughey ist wie seine Figur mit Ehrgeiz und Charisma bei der Sache und gibt den schmierigen Anwalt mit Gewissensbissen sehr gelungen. Das macht ihn fast ein wenig zum Selbstdarsteller, was dem Gezeigten nicht gerecht wird, aber vom Drehbuch so inszeniert scheint, denn um den Anwalt und sein Schaffen, das oft vom Rücksitz des im Original titelgebenden Lincoln ausgeht (THE LINCOLN LAWYER), dreht sich scheinbar alles, womit nur wenig Raum zur Entfaltung anderer Figuren und Nebenplots bleibt, die den Film hätten spannender gestalten können. Die altbackene Story und deren Aufmachung versucht Regisseur Brad Furman mit Wackelkamera und hektischer Schnitttechnik aufzuwerten bzw. zu modernisieren, was letztlich aber eher störend wirkt. Auch der Hip-Hop-lastige Soundtrack sorgt zwar für Kurzweil, wirkt aber irgendwie etwas deplatziert und soll wohl die Coolness der von einem Farbigen in einem Lincoln chauffierten Anwaltsfigur, die sich vor allem im proletarischen Teil von L.A. bewegt, unterstreichen.

Alles in allem ist DER MANDANT, der zumindest mit seinem deutschen Verleihtitel auf den erfolgreicheren Grisham-Zug aufspringt, zwar bemüht und durchaus ansehbar, aber bei weitem kein Pflichttitel – es sei denn die vom Niveau her teils besseren TV-Serien und –Spielfilme, die allabendlich über deutsche Sichtgeräte flimmern, reichen einem noch nicht aus!

Die Blu-ray allerdings muss sich in der technischen Umsetzung nur wenig Kritik gefallen lassen, denn das Bild kratzt an der Bestnote und auch der Ton ist zumindest grundsolide. Die Extras dürften dann wieder interessanter und umfangreicher sein, aber vielleicht will man nach dem nicht wirklich haften bleibenden Plot auch gar nicht mehr so ausführlich wissen wie es zu dessen Produktion kam…

Details

Medium

Blu-ray

Anzahl

1

FSK

Freigegeben ab 12 Jahren

Studio

Universum Film

Genre

Thriller

Spieldauer

118 Minuten

Originaltitel

The Lincoln Lawyer

Sprache

Deutsch, Englisch (Untertitel: Deutsch)

Beschreibung

Details

Medium

Blu-ray

Anzahl

1

FSK

Freigegeben ab 12 Jahren

Studio

Universum Film

Genre

Thriller

Spieldauer

118 Minuten

Originaltitel

The Lincoln Lawyer

Sprache

Deutsch, Englisch (Untertitel: Deutsch)

Tonformat

Deutsch: DTS HD 5.1, Englisch: DTS HD 5.1

Bildformat

HD (1080p), Widescreen (2,35:1)

Regisseur

Brad Furman

Komponist

Cliff Martinez

Erscheinungsdatum

02.12.2011

Produktionsjahr

2011

EAN

0886979109391

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Verschenktes Potential!

Domnec Êlle aus Bern am 15.04.2021

Bewertet: Film (DVD)

"Der Mandant" stellt einen solide verfilmten und glaubwürdigen Justizthriller dar, in welchem Staranwalt Haller hinter's Licht geführt wird. Schnitt, Kamera, Dialoge und die Story überzeugen. Zumindest bis zum letzten Drittel des Filmes. Danach fallen die Spannung und der Handlungsstrang in sich zusammen, indem eine zweite Anklage ausbleibt und der Fokus auf kleinere Gangsterverbrechen gerichtet wird. Ein nicht ganz so brillianter Schluss, wie ich ihn erwartet hätte. Schade somit, dass der Film von Thriller in Krimi unschlägt und somit viel des anfänglich geschürten Potentials verschenkt. Dennoch sehenswert; drei Sterne!

Verschenktes Potential!

Domnec Êlle aus Bern am 15.04.2021
Bewertet: Film (DVD)

"Der Mandant" stellt einen solide verfilmten und glaubwürdigen Justizthriller dar, in welchem Staranwalt Haller hinter's Licht geführt wird. Schnitt, Kamera, Dialoge und die Story überzeugen. Zumindest bis zum letzten Drittel des Filmes. Danach fallen die Spannung und der Handlungsstrang in sich zusammen, indem eine zweite Anklage ausbleibt und der Fokus auf kleinere Gangsterverbrechen gerichtet wird. Ein nicht ganz so brillianter Schluss, wie ich ihn erwartet hätte. Schade somit, dass der Film von Thriller in Krimi unschlägt und somit viel des anfänglich geschürten Potentials verschenkt. Dennoch sehenswert; drei Sterne!

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