Rezension
[...] der Band [bietet] eine Fülle von Denkanstößen und zeichnet ein gutes Bild vom Stand der Diskussion in den unterschiedlichen universitären (Teil-)Disziplinen und Praxisbereichen. – Oliver Plessow in: Historische Zeitschrift, 296/2013
Der vorliegende Sammelband geht weit über das Deskriptive hinaus und
überzeugt nicht nur durch seine reichhaltigen Praxisbezüge und -berichte. Vielmehr nutzt er diese, um auf der Grundlage theoretischer
Überlegungen, Rückschlüsse für die Vermittlung ziehen und anbieten zu
können. Die drei großen Felder der Geschichtsdidaktik – Empirie, Theorie und Pragmatik – werden hier vorbildlich miteinander verwoben und erkenntnisorientiert präsentiert. Im Fokus steht das Mittelalter der
Gegenwart, das im Unterricht ebenso wie das historische Mittelalter
zukunftsorientiert thematisiert wird. Die Kunst ist es wohl – und auch
hier werden erfreulich viele Brücken aufgezeigt – diese beiden
'Mittelalter' miteinander zu verschränken ohne ihre jeweilige Individualität aufzugeben. Die Beiträge des Bandes verdeutlichen, wie wichtig es ist, die Lernenden – und dies gilt keineswegs nur für Schülerinnen und Schüler – bei ihrem im Alltag generiertem Vorwissen ,abzuholen', um so nachhaltiges historisches Lernen zu ermöglichen. – Georg Koch auf H-Soz-u-Kult
Die Artikel in dem Buch bauen auf Umfragen mit hohem Praxisbezug auf. Die Autoren der Beiträge haben eine ausführliche Arbeit geleistet und gezeigt, dass es möglich ist auch mit modernen Methoden das Mittelalter greifbar und begrifflich zu machen. Doch noch ist die ganze Arbeit nicht getan. Es soll eher einen Anstoß darstellen. Einen Anstoß zum Umdenken, zum Suchen neuer Methoden und zum Umdenken und Umstrukturieren der alten. – Lisa Konkol auf: der quâtspreche
Möglichkeiten des Umgangs mit dem Mittelalter und der mittelalterlichen Populärkultur in der Schule aufzuzeigen – dies war ein selbst gestecktes Ziel des Sammelbandes. Dieses Ziel ist noch nicht erreicht, doch es ist fest in den Blick genommen worden.[...] Für den Rezensenten war die Lektüre anregend und wissensvermittelnd. – Hubert Mittler in: Zeitschrift für Geschichtsdidaktik, 2012
Aus den Beiträgen leitet sich keine besserwisserische Korrektur der Erscheinungen der seit geraumer Zeit zu beobachtenden Mittelalterbegeisterung ab, sondern vielmehr die Notwendigkeit wissenschaftlich fundierter Begleitung. [...] Der Sammelband ist eine äußerst wichtige Publikation für all diejenigen, die sich professionell mit „Mittelalter", aber auch ganz allgemein mit Geschichte und Geschichtlichkeit ihrer Gegenstände und Sachverhalte befassen oder befassen sollten. – Ina Karg in: Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur, H. 3/2012
Portrait
Thomas Martin Buck, Prof. Dr., Studium der Fächer Deutsch, Geschichte und Philosophie an der Universität Freiburg. Erstes Staatsexamen 1991/1992, Promotion 1996, Habilitation 2001. Seit 2006 Professur für Geschichte und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Arbeitsschwerpunkte: Mittelalterliche Geschichte, Geschichte der Geschichtsschreibung, Historiographie, Didaktik des Mittelalter-Unterrichts, Richtlinien und Bildungspläne, Historisches Lernen im Sachunterricht der Grundschule, »Nachhaltigkeit« im Geschichtsunterricht..
Prof. Dr. Nicola Brauch besetzt seit 2014 eine Professur für Didaktik der Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Ihre Forschungsschwerpunkte in der Geschichtsdidaktik umfassen dabei u.a. die Konzeptionslogik von Lernaufgaben und Testaufgaben, Messung von Kompetenzen historischen und geschichtsdidaktischen Denkens sowie Auswahlprozesse zur Passung von Inhalten, Medien und Aufgaben zur Förderung historischen und didaktischen Lernens.