Gustav Landauer als Schriftsteller Sprache, Schweigen, Musik
144,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
29.09.2014
Verlag
De Gruyter OldenbourgSeitenzahl
383
Maße (L/B/H)
23,6/16/2,7 cm
Gewicht
680 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-11-026141-7
Dieser Band präsentiert eine weitgehend unerforschte Seite des Philosophen, Anarchisten, Utopisten, Kulturzionisten und Beauftragten für Volksaufklärung der Münchener Räterepublik Gustav Landauer (1870-1919): das literarische Werk. Anhand von unveröffentlichtem Material aus dem Nachlass wie auch den veröffentlichten Texten wird die Entwicklung des sprachskeptischen Denkens Landauers nachvollzogen, das zuerst in produktiver Form in intertextuellen, intermedialen und schweigenden Schreibweisen seinen Ausdruck fand. Landauer erprobt nicht nur seine später in philosophisch-theoretischen Texten wie „Skepsis und Mystik“ ausformulierten Gedanken zuerst kreativ, sondern erweist sich auch als Vorreiter der Sprachskepsis der Jahrhundertwende mit bedeutenden Vertretern wie Hugo von Hoffmannsthal und Fritz Mauthner. Die Studie stellt Landauers Sprachdenken in den Kontexts jüdischen Sprachzweifelns seit Moses und zeigt auf, dass intertextuelle und intermediale Schreibweisen durch ihre Verschränkung mit Werken deutscher Literatur und Musik für jüdische Autoren ein Eingangsportal zu deutscher Kultur sein können. Sie leistet somit auch einen Beitrag zum Studium der kulturellen und sozialen Funktionen von Intermedialität und Intertextualität.
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