Colour Undetermined - Farbe unbestimmt Mörderische Männergeschichten aus Namibia und Südafrika
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- Deutsch ausgewählt
12,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
17.11.2011
Verlag
TreditionSeitenzahl
152
Maße (L/B/H)
19/12/1,1 cm
Gewicht
169 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8424-6760-6
Wenn man nach Afrika fährt, dann so gut wie immer, um herrliche Landschaften, wilde Tiere und spektakuläre Sonnenauf- und - untergänge zu erleben und zu bewundern. Die dunkelhäutigen Bewohner sind als normale Menschen weit weniger interessant, es sei denn, sie reihten sich in das allgemeine Panoptikum ein, indem sie, möglichst noch in Baströckchen gekleidet, pittoreske Tanzdarbietungen zeigen. Alle sind sie zufrieden: der Löwe, der das Gnu geschlagen hat, die barbusige Himbafrau, die ihre Traditionen dem voyeuristischen Auge des Safariteilnehmers opfert, der dafür viele Devisen für seinen teuren Ökourlaub ins Land bringt, der Tourist, der all dies zur lieben Erinnerung filmt und fotografiert. Jene Seite Afrikas ist nicht Gegenstand dieses Buches!
Die andere, dunkle, düstere, sehr, sehr fremde Seite wird beleuchtet, beschienen von einer „Nachtsonne“, bei der es um ethnische Säuberungen geht. „Eine „Hand im Wind“ klagt an, wie der Mythos Afrikas rücksichtlos vom Himmel geschossen wird. „Baundju“ schildert eine Frau, die nach Strich und Faden belogen und ausgebeutet wird. „Muttertag“ zeigt exemplarisch, dass man hier besser nicht homosexuell ist. In „Löwengebrüll“ werfen sich schwarzer Bankräuber und weißer Polizist wechselseitig die Sünden von Vertretern ihrer Hautfarbe vor. „Im Zeichen des Tokoloshe“ wird gedemütigt und verteufelt. In „Der Garden Boy“ entwickelt ein Bankier einen tödlichen, politischen Plan. Ein schwarzer Staatsanwalt arbeitet in „Duftendes, weißes Blut“ seine bitterarme Kindheit auf. Alles das ist fiktionale Literatur mit realen Erzählkernen. Eingerahmt sind diese Geschichten von „Colour undetermined“, einer authentischen Begebenheit zu Zeiten der Apartheid, und von „Wie ich Johnnie September fand“, einer ungewöhnlichen, wahren Freundschaft. Eben das andere Gesicht Afrikas.
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