Moritz Goldstein "Künden, was geschieht..." Berlin der Weimarer Republik - Feuilletons, Reportagen und Gerichtsberichte
189,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
15.03.2012
Abbildungen
mit 29 Illustrationen
Herausgeber
Irmtraud UbbensVerlag
De Gruyter SaurSeitenzahl
519
Maße (L/B/H)
23,6/16/3,4 cm
Gewicht
876 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-11-027433-2
Moritz Goldstein (1880–1977) lebte als jüdischer Schriftsteller und Journalist bis zur Emigration in Berlin. Die erstmals vorliegende systematische, kommentierte Anthologie der Reportagen und Gerichtsberichte von Goldstein zur Zeit der Weimarer Republik in Berlin ermöglicht tiefe Einblicke in den turbulenten Berliner Alltag und in bedeutende sozialgeschichtliche Debatten aus deutsch-jüdischer Perspektive.
Moritz Goldstein gehört zu den vielen vergessenen Journalisten der Weimarer Republik, die nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten Arbeit und Heimat verloren. Er ging – wie viele seiner jüdischen Kollegen – 1933 ins Exil. Von 1918 bis 1933 war er Redakteur bei der Vossischen Zeitung und wurde als Gerichtsreporter „Inquit“ („Er sagt“) bekannt. In seinen Texten beschränkte er sich nicht darauf, Tatsachen wiederzugeben, sondern stellte Fragen, reflektiert und moralisch gefestigt. Er fragte nicht nur nach den Gründen für die Straffälligkeit, sondern auch nach den Gründen für die Anziehungskraft der radikalen Parteien; und er kritisierte die Parteinahme der Justiz für rechtsgerichtete Straftäter. Aus seinen Reportagen spricht Moritz Goldstein – einer der bekanntesten und bedeutendsten Gerichtsreporter der Weimarer Republik – als ein Augenzeuge, der noch nicht wissen konnte, bis zu welchem Maß der Unmenschlichkeit und Zerstörung die Nationalsozialisten in den folgenden Jahren fähig waren.
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