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Blumenberg Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.12.2012

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

220

Maße (L/B/H)

18/10,8/1,5 cm

Gewicht

139 g

Farbe

Messing

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46399-4

Beschreibung

Rezension

»Ein großes, geglücktes Ausnahmebuch.« ("DER SPIEGEL")
»So, wie der grandiose Stilist Blumenberg die Literatur und das Fabulieren umarmte, auf deren spezifischer Wahrheit er im Interesse umfassender menschlicher Selbsterkenntnis bestand, umarmt Lewitscharoff mit ihrem Sprachwitz die Philosophie.« ("Der Tagesspiegel")
»Vor allem überzeugt diese Blumenberg-Fantasie durch die gewitzte, bildkräftige, präzis-preziöse Sprache, mit der Lewitscharoff ihren Rang als eine der stärksten Stilistinnen der deutschen Gegenwartsliteratur festigt.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Man braucht sich in Blumenbergs Werk nicht auszukennen auch nicht in Platons. Man braucht ebenso wenig andere Philosophen zu erkennen, die im Roman umhergeistern. Man benötigt, um in den Genuss dieses blitzgescheiten, fantasieüppigen Romans zu kommen, allein die Bereitschaft, im abgesicherten Denkgebäude ein paar Fenster und Türen zu öffnen.« ("Aargauer Zeitung")
»Sibylle Lewitscharoffs Roman ist eine Hommage an diesen fast verwirrend vielseitigen, genialen Denker, den sie bewundernd ent- und verrätselt. Aber die Schriftstellerin nähert sich seinem Denkgebäude ... mit einer so augenzwinkernden Heiterkeit, so einer zauberischen sprachlichen Leichtigkeit, dass man als Leser nicht weiß, was man mehr bewundern soll: ihre Bildung, ihre Intelligenz oder ihre wortschöpferische Kraft.« ("WDR 5")
» Blumenberg ist ein faszinierender Philosophenroman - im hoch literarischen Löwenpelz.« ("Cicero")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.12.2012

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

220

Maße (L/B/H)

18/10,8/1,5 cm

Gewicht

139 g

Farbe

Messing

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46399-4

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Marie-Therese Reisenauer

    aus Wien

    5/5

    27.11.2013

    Buch (Taschenbuch)

    Löwen mag man eben

    So ein Löwe im Arbeitszimmer wirkt natürlich noch viel größer als in der freien Natur. Groß und Gelb halt, gott sei Dank auch gelassen, denkt sich zumindest Blumenberg, der höchst angesehene Philosoph Blumenberg. Der Leu lässt nicht locker, bei der Vorlesung am nächsten Tag, trottet dieser doch glatt die Stufen des Mittelgangs herunter. Erstaunlicherweise sieht ihn niemand. Lewitscharoffs Sprache besticht, Büchner-Preisträger wird man ja nicht umsonst...

  • Edith Berger

    aus 3istau

    5/5

    29.09.2013

    Buch (Taschenbuch)

    wunderschöne Sprache

    Wie jede Nacht, arbeitet der Philosoph Blumenberg in seinem Arbeitszimmer. Als er aufblickt, bemerkt er einen Löwen, der sich auf dem Teppich vor seinem Schreibtisch ausgestreckt hat und ihn gelassen anschaut...."Der Löwe ist zu mir gekommen, weil ich der letzte Philosoph bin, der ihn zu würdigen versteht, dachte Blumenberg"..... Der Löwe, übrigens ein alter Löwe, uralt um genau zu sein, wird Blumenberg fortan begleiten. Auch auf Gerhard Optatus Baur, seinen Freund Richard und seine Freundin Isa Kurz,alle 3 sind Studenten und glühende Verehrer Blumenbergs, hat das Auftauchen des Löwen ungeahnte Auswirkungen....

  • Bories vom Berg

    aus München

    5/5

    05.03.2013

    Buch (Taschenbuch)

    Verwirrung in der Gelehrtenstu…

    Verwirrung in der Gelehrtenstube Literatur und Philosophie existieren ja nicht selten in symbiotischer Form, meist in Person eines geistigen Schöpfers, als Dichter und Denker bezeichnet, der alle beiden Kulturgattungen bedient, Nietzsche sei als Beispiel genannt. Eng verbunden sind diese Disziplinen aber auch dadurch, dass alle Denkergebnisse irgendwie fixiert werden müssen, sollen sie für die Nachwelt erhalten bleiben, und damit werden sie zwangsläufig zu Literatur. Im vorliegenden Roman bildet die philosophische Wissenschaft den reizvollen Hintergrund für eine raffiniert aufgebaute, komplexe Geschichte, die schon durch ihren Titel als Hommage an den Professor gleichen Namens gedeutet werden darf. Die Autorin bindet einen Löwen in ihre Handlung ein, den der Gelehrte zunächst als Hirngespinst oder Studentenulk ansieht, der sich in seiner Symbolträchtigkeit jedoch immer mehr als Trostspender und gedanklicher Ruhepol erweist. Mit viel Komik und gekonntem Sprachwitz wird munter fabuliert in diesem ungewöhnlichen Roman mit seinem gewagten Titel, der ja suggeriert, hier stehe der gleichnamige Philosoph und sein Denksystem im Mittelpunkt, was manche Leser mutlos machen könnte. Keine Sorge! Äußerst elegant und schwungvoll führt Lewitscharoff durch ihre originelle Geschichte, und auch wenn man, wie ich, nicht jeden Hintersinn, jede Andeutung versteht als blutiger Laie in Sachen Philosophie, liest man dieses Buch gleichwohl mit geistigem Gewinn, vom geradezu königlichen Lesespaß ganz abgesehen. Im Milieu professoraler Gelehrsamkeit erleben wir Blumenberg in seinem Arbeitszimmer und in der Vorlesung, einer, der fleißig seine Wissenschaft betreibt und hohe Anerkennung genießt bei seinen ehrfürchtigen, von ihm aber kaum wahrgenommenen Studenten. Vier von ihnen, ergänzt um eine wundersame Nonne, sind die anderen Protagonisten, die ihn in einer Collage von kunstvoll verschachtelten Geschichten umkreisen. Alle Figuren sind liebevoll und eindringlich beschrieben, sie stehen dem Leser beinahe plastisch gegenüber, sind greifbar nahe in dieser zweiten Erzählebene. Ergänzend sind zwei köstliche Kapitel eingeschoben, in denen der Erzähler auf sehr unterhaltsame Weise über Inhalte und Konstruktion seines Textes nachdenkt. «Ob der Erzähler wirklich wissen kann, was einem Selbstmörder zuletzt in den Sinn kommt, ist fraglich» heißt es da. Das Buchstabenleben des Romans und seine Gedankenwelt wird hier verschmitzt hinterfragt. Aber dass man einen Selbstmord so absolut unpathetisch schildern kann hat mir denn doch den Atem verschlagen. Nach dem Tode aller Protagonisten treffen sie im Jenseits wieder zusammen, auch der Löwe ist zur Stelle. Mit ihrem rätselhaften Bericht aus einer Höhle (wem dämmert da was?) eröffnet die Autorin reichlich Raum für Interpretationen, mit denen man noch beschäftigt ist, lange nachdem man das Buch zu Ende gelesen hat. Was dem Atheisten Blumenberg und den anderen Figuren widerfährt, das langsame Verlöschen ihrer Existenzen, deutet für mich jedenfalls darauf hin, dass dieser Ort eine Vorstufe zum Nirwana ist, Himmel und Hölle existieren ja nicht. Dieses Buch ist ein meisterhaft geschriebener, wunderbar geistreicher Roman, der im wahrsten Sinne des Wortes bereichernd ist, ein selten zu findendes, intellektuell anspruchsvolles Lesevergnügen obendrein.

  • Bewertung

    1/5

    07.03.2014

    Buch (Taschenbuch)

    Sibylle Lewitscharoff ist…

    Sibylle Lewitscharoff ist nicht irgendwer, sondern eine der angesehensten deutschen Autorinnen. Am Sonntag hat die aktuelle Büchner-Preisträgerin im Staatsschauspiel Dresden gesprochen. Im Rahmen der traditionsreichen Reihe der "Dresdner Reden". Nicht irgendwer, nicht irgendwo. Als Thema hatte sie sich "Die wissenschaftliche Bestimmung über Geburt und Tod" ausgewählt, überschrieben mit dem Titel "Von der Machbarkeit". Stattdessen hielt die Autorin einen wirren Vortrag, in dem sie die Praxis der künstlichen Befruchtung „absolut widerwärtig nannte, lesbische Paare mit Kinderwunsch "grotesk", ein Kind von einer Leihmutter austragen zu lassen "grauenerregend" - und Kinder, die auf einem der genannten Wege entstanden sind, als "Halbwesen", als "zweifelhafte Geschöpfe" herabwürdigte. Platz für einen Nazi-Vergleich war auch noch. Hätte ich am Sonntag im Staatsschauspiel gesessen, ich hätte meine Wut kaum im Zaum halten können. Angeblich blieb es ruhig. Vielleicht hat ja das Publikum vor Ort dasselbe empfunden wie ich bei der ruhigen Lektüre des Manuskripts. Nämlich, dass es sich hier weniger um eine christofaschistische Kampfrede handelt, als um ein Dokument geistiger Zerrüttung. Nun sollen ja Wahnsinnige schöne Gedichte geschrieben haben. Sibylle Lewitscharoff mag ihre vielen Literaturpreise also völlig zu Recht erhalten haben. Aber selbst wenn sich Lewitscharoff im Nachhinein entschuldigt: Diese Rede war keine literarische Stilübung. Sondern eine gezielte, öffentliche - nicht irgendwo, nicht von irgendwem - Diffamierung von Menschen, die ihr ästhetisch nicht ins Weltbild passen. "Meine Abscheu ist in solchen Fällen größer als meine Vernunft", rechtfertigt sie die ungeheuerlichen Sätze, mit denen sie Kinder zu unwertem Leben erklärt. Das Reich, in dem ihr Abscheu Gesetz ist, liegt wohl weit außerhalb dieser Gesellschaft. Es ist ihre Privat-Hölle.

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