Produktbild: Michelangelos offenbare Geheimnisse

Michelangelos offenbare Geheimnisse Das Deckenfresko der Sixtinischen Kapelle

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39,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

10.10.2012

Abbildungen

Mit 140 farbigen Abbildungen

Verlag

Freies Geistesleben

Seitenzahl

417

Maße (L/B/H)

23,3/22/3,8 cm

Gewicht

1582 g

Farbe

Lichtgrau / Kaffee

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7725-2500-1

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Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

10.10.2012

Abbildungen

Mit 140 farbigen Abbildungen

Verlag

Freies Geistesleben

Seitenzahl

417

Maße (L/B/H)

23,3/22/3,8 cm

Gewicht

1582 g

Farbe

Lichtgrau / Kaffee

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7725-2500-1

Herstelleradresse

Freies Geistesleben GmbH
Landhausstr. 82
70190 Stuttgart
DE

Email: info@geistesleben.com

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  • Bewertung

    aus Stuttgart

    5/5

    10.01.2013

    Buch (Paperback)

    Nachhaltig bereichernde Lektüre!

    Kommt Ihnen „den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“ bekannt vor? Oder ist Ihnen der Blinde Fleck im Auge bekannt, dessen visuelle Leerstelle das Gehirn ergänzt? So geht es ab und an den Fachleuten, die dermaßen in ihr Forschungsthema vertieft sind, dass das Wissen das Offensichtliche verstellt. So kann es auch den Kunstkennern und -liebhabern ergehen. Walther Streffer versucht, dem entgegen zu wirken. Der ausufernde Kosmos von Michelangelos Deckenfresko der Sixtinischen Kapelle an sich und die dazu publizierte Bücherflut erschlägt nicht nur den kunstbeflissenen Laien, sondern auch die Fachwelt. Wie wäre es denn, einfach mal wieder genau hinzuschauen – unvoreingenommen? Walther Streffer unternimmt den Versuch! Natürlich verlangt auch dieses Buch konzentrierte, geistige Arbeit. Auch hier muss der Leser durch viele Seiten zeitgeschichtlicher und biografischer Tatsachen hindurch, um letztlich zur Deckenbetrachtung zu gelangen. Doch von nichts kommt bekanntlich nichts und zur Beruhigung: Das Ganze ist flüssig geschrieben, gut verständlich und lohnt sich! Die Anfangskapitel ermöglichen ein Eintauchen in die Zeit Michelangelos und dessen persönlichen, selbstbestimmten Lebensweg. Und dann offenbaren sich Geheimnisse, „übersehene Zusammenhänge des für alle Augen doch Sichtbaren“. Der Betrachter sieht die Genesis-Fresken mit ganz anderen Augen, steht vor den mit Eicheln und Eichenlaub geschmückten Jünglingen, Putten und Bibelszenen in den Eckzwickeln und kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Vor allem die von Streffer erläuterten Propheten- und Sybillenreihe, inklusive ihrer „hellen und dunklen“ Genien sind ein Aha-Erlebnis, die nur noch durch die Betrachtung der dämonischen „Bronzefiguren“ übertroffen werden, die bis dato eher, freundlich formuliert, „ausgespart“ wurden. Mögliche Lesarten und Deutungen der Bibel durch Michelangelo werden denk- und sichtbar, auch durch die dankenswerter Weise beigefügten Bibelzitate. Spannungsreiche, atmosphärische Gestaltungsprinzipien treten ins Licht, Beziehungen unterschiedlicher Szenen entstehen, das angestrebte Gestaltungsideal der Renaissance wird nahezu fassbar. Und dann ist da der Prophet Jonas: Der Leser bzw. Betrachter – wenn er denn will – ist mittendrin, im Schaffensprozess vor 500 Jahren. Dennoch macht Walther Streffer nur ein Deutungsangebot, der öfter mal allwissende Duktus der Kunstgeschichte ist seine Sache nicht. Als Kunsthistorikerin empfehle ich meinen berufsblinden Kollegen – wagen Sie den freien Blick! Als Kunstliebhaberin sage ich allen Laien, die mit ästhetischer Komposition etwas anzufangen wissen: keine Scheu! Michelangelo war zwar ein genialer Jahrtausend-Künstler, aber die Betrachtenden brauchen nur Augen, um zu sehen! Eine nicht ganz einfache, aber letztlich bleibende – oder wie sagt man heute so schön: nachhaltig bereichernde Lektüre!

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  • Michelangelo, ein genialer Künstler an der Zeitenwende | Das Grabmal Julius II. als Schlüssel zur ungewöhnlichen Vorgeschichte der Sixtinischen Deckengemälde | Der Auftrag, die Decke der Sixtinischen Kapelle in Rom auszumalen | Michelangelos monumentales Deckenprogramm und seine Ausführung | Die Konzeption und Entwicklungsdynamik des Deckenfreskos | Die Mehrfachbedeutungen der Szenen und das sinnhafte Beziehungsgeflecht | Entfaltung der künstlerischen Formensprache | Propheten und Sibyllen in ihrer gegenläufigen Entwicklung | Die Genesisfresken | Die Ignudi | Vier Errettungen Israels vor großer Gefahr – Die Zwickelbilder in den Gewölbe-Ecken | Der Stammbaum Christi (nach Matthäus) in den Lünetten und Stichkappen | Die Putten – eine liebenswürdige Erfindung der Frührenaissance | Das Deckenfresko Michelangelos als Gesamtkunstwerk