Therapie chronischer Schmerzzustände in der Praxis
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Sprache:Deutsch
54,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
01.01.1985
Abbildungen
X, mit 56 Abbildungen
Herausgeber
W. PongratzVerlag
Springer BerlinSeitenzahl
270
Maße (L/B/H)
20,3/13,3/1,6 cm
Gewicht
322 g
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-540-12364-4
Die Therapie chronischer Schmerzzustände ist in mehr oder weniger großem Umfang nicht nur in den sogenannten Schmerzzentren, sondern auch in jeder ärztlichen Praxis not wendig. Daß hierbei die Schulmedizin, die bei der Behand lung akuter Schmerzzustände Hervorragendes leistet, oft auch versagen kann, liegt an der einseitig naturwissenschaft lich-pharmakologisch-apparativ ausgerichteten Medizin. Sie drängt den Menschen als körperlich-geistig-seelische Ganz heit weit in den Hintergrund. Oft erfolgt eine Monotherapie lediglich mit Unterbrechung der Schmerzleitung auf nur einer Ebene des zentralen Nervensystems. Da auf diese Weise die körpereigenen Schmerzhemmsysteme einschließlich der psy chischen Verarbeitung der Schmerzempfindung häufig nicht berücksichtigt werden, können leicht Fehlschläge auftreten, die wiederum zur frühzeitigen Resignation der Behandelnden führt. Dauer- und Selbstmedikation mit der Gefahr der Ab hängigkeit und der Nebenwirkungen der verabreichten Medi kamente, wiederholte kostspielige Diagnostik und nachfol gende invasive Therapie können die Folge sein. Aus der Kausalitätskette der angeführten Faktoren resultiert eine Chronifizierung der Schmerzen bis hin zur Therapieresistenz: Der Schmerz ist zur Schmerzkrankheit geworden. Aufgrund dieser Erkenntnisse sind insbesondere in den USA, in den angelsächsischen Ländern, in Japan, aber auch in Skandinavien neue multifaktorielle und interdisziplinäre Therapiernaßnahmen für die Behandlung chronischer Schmerzzustände konzipiert worden (z. B. Bonica in Seatt le). In Deutschland war es der Anästhesiologe Frey (Mainz), der sich als Vorkämpfer für eine umfassende Schmerzdiagno stik und -therapie einsetzte; doch fanden das Engagement von ihm und seinen Mitarbeitern sowie Einzelinitiativen von Gross (Frankfurt) lange Zeit keine Nachahmer, vor allem nicht bei Kollegen, die als Kassenärzte tätig waren.
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