Christoph Martin Wieland und die göttliche Legitimation von Herrschaft
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Sprache:Deutsch
18,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
28.08.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
28
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
56 g
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-656-26385-2
Zeit von der Leserschaft, wie auch von der Literaturwissenschaft gemieden. Die Anlässe dafür sind zahlreich, und waren wohl zu einem großen Teil vorgeschobene, teils historisch bedingte Gründe. Die Gründe, die dafür sprechen, sich wieder mit Wieland zu beschäftigen sind literarisch bedingt und deutlich zahlreicher.
Der Umstand, dass Wieland lange Zeit aus dem Blickfeld der Leserschaft, als auch der Forschung
verschwunden war, erklärt, dass die Forschungsliteratur, speziell im Hinblick auf seine kleinen, und vermeintlich unbedeutenderen, Werke, im Vergleich zu seinen höher geschätzten Zeitgenossen deutlich übersichtlicher ausfällt.
Im Zentrum dieser Arbeit soll Wielands politische Haltung hinsichtlich göttlich legitimierter Herrschaft stehen, wie er sie in seinem Aufsatz "Über das göttliche Recht der Obrigkeit" zum ersten Mal sehr deutlich propagiert. Diesen Gedanken greift er in etwas abgewandelter Form auch wieder im Prolog zu seiner Verserzählung
"Schach Lolo" auf, weshalb diese Verserzählung Wielands auch die einzige ist, die von Literaturwissenschaftlern in den Kanon seiner politischen Schriften aufgenommen
wurde. In seinem Aufsatz "Lustreise durch die Unterwelt" stellt er dann seinen radikalen Standpunkt, was die göttliche Legitimation von Obrigkeit betrifft, zur Diskussion mit gemäßigteren Geistern.
Wielands politische Haltung und deren Wandlung über die Zeit, könnte man noch an einer Vielzahl weiterer Texte untersuchen. Da dieser Arbeit jedoch nur begrenzt Platz zur Verfügung steht, und sie auch "nur" den Anspruch hat Wielands Haltung zur göttlichen Legitimation von Herrschaft darzulegen, wird sich die Auswahl der zu
analysierenden Texte auf die drei bereits genannten beschränken.
Um Wielands staatsphilosophische Haltung, und deren eventuelle Veränderungen zumindest einigermaßen nachvollziehen zu können, werden die Texte innerhalb der Arbeit in der chronologischen Reihenfolge ihres Entstehens behandelt werden.
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