• Böse Jahre, gute Jahre
Beck'sche Reihe Band 6088

Böse Jahre, gute Jahre

Ein Leben 1931 ff.

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Inhalt und Details


Hans Maier hat ein wunderbares, vornehm schönes Buch der Erinnerungen geschrieben. Es enthält nicht nur treffsichere, subtil geschliffene Portraits zahlreicher Menschen, denen er auf seinem Lebensweg begegnet ist – darunter Martin Heidegger, Franz Josef Strauß und Joseph Ratzinger. Zugleich bietet es auch Einblicke in die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts, die Hans Maier als teilhabender Zeitzeuge miterlebt hat und mit großer atmosphärischer Dichte schildert.

Dr. phil., Dr. jur. h.c. Hans Maier, geboren 1931, seit 1962 Professor für politische Wissenschaft in München, war von 1970 bis 1986 bayerischer Kultusminister und ist seit 1999 Prof. em. für christliche Weltanschauung, Religions- und Kulturtheorie. Von 1976 bis 1988 war er Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Er ist u. a. Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.
  • Einband

    Taschenbuch

  • Erscheinungsdatum

    12.02.2013

  • Verlag C.H.Beck
  • Seitenzahl

    420

  • Maße (L/H)

    19/12,3/3 cm

Beschreibung & Medien

Artikeldetails

  • Einband

    Taschenbuch

  • Erscheinungsdatum

    12.02.2013

  • Verlag C.H.Beck
  • Seitenzahl

    420

  • Maße (L/H)

    19/12,3/3 cm

  • Gewicht

    416 g

  • Auflage

    1

  • Sprache

    Deutsch

  • ISBN

    978-3-406-64555-6

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Ein wichtiger Zeitzeuge

Werner Jaroschek aus Duisburg am 08.04.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Maier: Böse Jahre, gute Jahre Die letzten 80-90 Jahre umschließen eine Vergangenheit mit einem Auf-und Nieder, mit Systemwechseln, geschichtlichen Katastrophen, technischen und wissenschaftlichen Fortschritten, aber auch einem Wandel der Werte, wie es wohl kaum vergleichbare Zeiträume in der Geschichte gibt. Und sehr Vieles der Vergangenheit wird höchst unterschiedlich beurteilt, mal gelobt, aber auch verurteilt. Eine bedeutende Hilfe, über diese komplizierte Vergangenheit sich ein Urteil zu bilden, bieten die Erinnerungen des ehemaligen bayrischen Kultusministers Maier. Eigentlich ist es schon erstaunlich, dass dieser gelehrte Professor überhaupt ein wichtiges politisches Amt übernehmen konnte, da er zum Zeitpunkt der Übernahme noch parteilos war. Ein bornierter Parteisoldat wurde er auch später nicht, er blieb ein Mensch, der sich seine Unabhängigkeit stets bewahrt hat und nur seinem Wissen und Gewissen folgte. Dreizehn Seiten umfasst am Ende des Buches das Personenregister. Sehr vielen hochrangigen Persönlichkeiten ist er in seinem Leben begegnet. Höchst bedeutsam sind daher seine Aussagen und Beurteilungen zum Beispiel über Franz Josef Strauß und Ratzinger, den jetzigen Papst Benedikt XVI. Die Auseinandersetzungen mit den 68ern werden kritisch beleuchtet, die Problematik um den § 218 können sehr nachdenklich machen. Der Leser erfährt, wie anders in Wirklichkeit vielfach das politische Geschehen abläuft, wie anders auch die Beziehungen der Politiker zueinander oft sind, als es für die Öffentlichkeit vielfach dargestellt wird. Maiers Buch wird ein wichtiger Blick hinter die Kulissen des öffentlichen Geschehens. Dem Leser wird die Möglichkeit geboten, seine Beurteilung von Personen und geschichtlichen Gegebenheiten zu erweitern und zu objektivieren.

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Ein wichtiger Zeitzeuge

Werner Jaroschek aus Duisburg am 08.04.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Maier: Böse Jahre, gute Jahre Die letzten 80-90 Jahre umschließen eine Vergangenheit mit einem Auf-und Nieder, mit Systemwechseln, geschichtlichen Katastrophen, technischen und wissenschaftlichen Fortschritten, aber auch einem Wandel der Werte, wie es wohl kaum vergleichbare Zeiträume in der Geschichte gibt. Und sehr Vieles der Vergangenheit wird höchst unterschiedlich beurteilt, mal gelobt, aber auch verurteilt. Eine bedeutende Hilfe, über diese komplizierte Vergangenheit sich ein Urteil zu bilden, bieten die Erinnerungen des ehemaligen bayrischen Kultusministers Maier. Eigentlich ist es schon erstaunlich, dass dieser gelehrte Professor überhaupt ein wichtiges politisches Amt übernehmen konnte, da er zum Zeitpunkt der Übernahme noch parteilos war. Ein bornierter Parteisoldat wurde er auch später nicht, er blieb ein Mensch, der sich seine Unabhängigkeit stets bewahrt hat und nur seinem Wissen und Gewissen folgte. Dreizehn Seiten umfasst am Ende des Buches das Personenregister. Sehr vielen hochrangigen Persönlichkeiten ist er in seinem Leben begegnet. Höchst bedeutsam sind daher seine Aussagen und Beurteilungen zum Beispiel über Franz Josef Strauß und Ratzinger, den jetzigen Papst Benedikt XVI. Die Auseinandersetzungen mit den 68ern werden kritisch beleuchtet, die Problematik um den § 218 können sehr nachdenklich machen. Der Leser erfährt, wie anders in Wirklichkeit vielfach das politische Geschehen abläuft, wie anders auch die Beziehungen der Politiker zueinander oft sind, als es für die Öffentlichkeit vielfach dargestellt wird. Maiers Buch wird ein wichtiger Blick hinter die Kulissen des öffentlichen Geschehens. Dem Leser wird die Möglichkeit geboten, seine Beurteilung von Personen und geschichtlichen Gegebenheiten zu erweitern und zu objektivieren.

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Böse Jahre, gute Jahre

von Hans Maier

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  • Erster Teil: Die Freiburger Welt


    1. In der Oberau 79

    2. Kleinfamilie, Großfamilie

    3. Draußen und drinnen – erste Erkundungen

    4. Ich gehe zur Schule

    5. Münster und Mariahilf-Kirche

    6. Im Berthold-Gymnasium

    7. Jungvolk und Pfarrjugend

    8. Kriegsschrecken, Kriegsende

    9. Die Nachkriegszeit beginnt

    10. Drei Dichter

    11. Studien in Freiburg, München, Paris

    12. Lebensthemen, in Büchern gefunden

    13. Neuling im akademischen Hain

    14. Heirat und Abschied

    Zweiter Teil: In München: Stadt, Universität, Politik


    15. Bavaria im Blick

    16. Als Kärrner bei Voegelin

    17. Konzilszeit: Forster, Murray, Guardini, Döpfner

    18. Das lange Jahr 1968

    19. Ich gehe auf Gegenkurs

    20. Im Kreis der "Prügelknaben der Nation"

    21. Land und Leute: die CSU-Fraktion

    22. Kulturpolitik in Bayern: neun Gesetze

    23. Begegnungen – und was folgte

    24. Jahre mit Goppel, Jahre mit Strauß

    25. Im Zentralkomitee der deutschen Katholiken

    26. Bundespräsident?

    27. Ende einer Dienstfahrt

    28. Was die Kinder erlebten

    Dritter Teil: Die Zeit – und das ganz gewöhnliche Leben


    29. Wissenschaft: der Guardini-Lehrstuhl

    30. Mit Studenten durch Europa

    31. Protestanten, Orthodoxe – und ein deutscher Papst

    32. Literatur: der ausgebliebene Gulag-Schock

    33. Aus dem Leben eines Organisten

    34. Im Alter

    Nachwort

    Bildnachweis

    Personenregister