Staatliches Gebührenrecht für Zahnärzte als Verfassungsproblem.

Inhaltsverzeichnis

1. Teil: Einleitung

A. Berechnung der Vergütungen für privatzahnärztliche Tätigkeiten
B. Finanzielle Erwägungen des Verordnungsgebers zur Novellierung der GOZ
C. Zur Historie der Gebührenordnungen für privatzahnärztliche Tätigkeiten

2. Teil: Zur Verfassungsmäßigkeit der GOZ-Novelle von 2011

A. Grundrecht der Berufsfreiheit als Abwehrrecht: Eröffnung des Schutzbereichs der Berufsfreiheit – Eingriffe in den Schutzbereich der Berufsfreiheit – Verfassungsrechtliche Rechtfertigung der Grundrechtseingriffe – Rechtsfolgen der Verfassungsverstöße – Pflicht des Verordnungsgebers zur kontinuierlichen Beobachtung und gegebenenfalls erforderlichen Nachbesserung
B. Grundrecht der Berufsfreiheit als staatliche Schutzpflicht: Herleitung grundrechtlicher Schutzpflichten – Staatliche Schutzpflicht zum Erlass eines Gebührenrechts für privatzahnärztliche Behandlungen? – Weite Gestaltungsfreiheit des Verordnungsgebers – Fazit

3. Teil: Zusammenfassung in Leitsätzen

Literaturverzeichnis

Sachwortverzeichnis
Band 27
Schriften zum Gesundheitsrecht Band 27

Staatliches Gebührenrecht für Zahnärzte als Verfassungsproblem.

Die Erste Verordnung zur Änderung der Gebührenordnung für Zahnärzte auf dem Prüfstand des Grundgesetzes.

Buch (Taschenbuch)

39,90 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Die Gebührenpositionen für die Abrechnung privatzahnärztlicher Leistungen nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) verharrten 24 Jahre lang auf dem Stand von 1988. Die meisten Gebührensätze wurden auch durch die Erste Verordnung zur Änderung der Gebührenordnung für Zahnärzte vom 5. Dezember 2011 nicht angehoben, obwohl sich seit 1988 ein Anstieg der Verbraucherpreise von über 50% feststellen lässt.

Die vorliegende Schrift untersucht die Frage, inwieweit die GOZ-Novelle von 2011 mit den verfassungsrechtlichen Vorgaben vereinbar ist. Für diese Prüfung ist insbesondere das Grundrecht der Berufsfreiheit maßgebend, vor allem in seiner Funktion als Abwehrrecht. Eine verfassungsrechtliche Rechtfertigung von Eingriffen in dieses Grundrecht scheidet hier schon deshalb aus, weil der Bund nicht die notwendige Verbandskompetenz zur Regelung der zahnärztlichen Gebühren besitzt. Darüber hinaus hält sich die GOZ-Novelle nicht an die Vorgaben in
15 des Gesetzes über die Ausübung der Zahnheilkunde (ZHG) als Ermächtigungsgrundlage. Damit verstößt die Novelle gegen Art. 80 Abs. 1 GG, der Anforderungen für den Erlass von Rechtsverordnungen aufstellt. Künftige Regelungen der GOZ müssen vor allem beachten, dass nach den Vorgaben des
15 Satz 3 ZHG die Vergütungen der einzelnen Leistungen den berechtigten Interessen der Zahnärzte und ihrer Patienten Rechnung zu tragen haben; Belange staatlicher Beihilfestellen und privater Krankenversicherungsunternehmen sind nicht zu berücksichtigen.

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.09.2012

Verlag

Duncker & Humblot

Seitenzahl

95

Maße (L/B/H)

23,4/15,9/1,2 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.09.2012

Verlag

Duncker & Humblot

Seitenzahl

95

Maße (L/B/H)

23,4/15,9/1,2 cm

Gewicht

184 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-428-13973-6

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    C. Zur Historie der Gebührenordnungen für privatzahnärztliche Tätigkeiten

    2. Teil: Zur Verfassungsmäßigkeit der GOZ-Novelle von 2011

    A. Grundrecht der Berufsfreiheit als Abwehrrecht: Eröffnung des Schutzbereichs der Berufsfreiheit – Eingriffe in den Schutzbereich der Berufsfreiheit – Verfassungsrechtliche Rechtfertigung der Grundrechtseingriffe – Rechtsfolgen der Verfassungsverstöße – Pflicht des Verordnungsgebers zur kontinuierlichen Beobachtung und gegebenenfalls erforderlichen Nachbesserung
    B. Grundrecht der Berufsfreiheit als staatliche Schutzpflicht: Herleitung grundrechtlicher Schutzpflichten – Staatliche Schutzpflicht zum Erlass eines Gebührenrechts für privatzahnärztliche Behandlungen? – Weite Gestaltungsfreiheit des Verordnungsgebers – Fazit

    3. Teil: Zusammenfassung in Leitsätzen

    Literaturverzeichnis

    Sachwortverzeichnis