Zu viel oder zu wenig – für das Glück gibt es kein Maß, nie trifft man es richtig. Alice Munros Heldinnen und Helden geht es nicht anders, sie haben das Zuviel und Zuwenig erlebt: eine Balance ist nur schwer zu finden. Auf der Suche nach ihr macht Alice Munro ihre Leser zu Komplizen dieser spannenden Mission.
»Ich bewundere Alice Munro. Ich bewundere die Direktheit ihres Erzählens, die
Nüchternheit und Einfachheit ihrer Sprache. (…) Was für Geschichten, was für ein Werk!« Bernhard Schlink, Die Welt
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Jede einzelne dieser Erzählungen ist wunderbar zu lesen und bezaubert einen. Man hat das Gefühl die Großmutter, -vater, ein lieber alter Freund, oder zufällig Bekannter erzählt einem eine Geschichte aus seinem/ihren Leben. Und man ist verzauberte und wie im Bann, Zuhörer, der durch die bildliche Sprache von Alice Munro das Gehörte wie ein Film im Geiste miterlebt.
Bewertung
aus Nürnberg
4/5
31.10.2016
Buch (Taschenbuch)
Zu viel Glück
Hatten die Protagonisten zu viel Glück oder zu wenig oder ?
In verschiedenen Erzählungen schreibt Alice Munro über das Leben und Schicksalhafte Geschehnisse. In ihrer klaren Sprache öffnet sich dabei die kleine Welt der beschriebenen Personen, bevor die kurzen Erzählungen meist ein unerwartetes, nachdenkliches Ende nehmen.
Alice Munro schafft es, auf wenigen Seiten Spannung und Mitgefühl zu erzeugen - wie wunderschön!
Bories vom Berg
aus München
2/5
04.09.2015
Buch (Taschenbuch)
Literarische Miniaturen…
Literarische Miniaturen Vielen Romanlesern dürfte es genau so gegangen sein wie mir, Alice Munro kam auf meiner Leseliste bisher nicht vor, Kurzepik als literarische Appetithäppchen ersetzen mir nicht die gedankliche Weite und thematische Vielfalt eines klassischen Romans. Aber wenn eine Autorin mit dem Nobelpreis geehrt wird wie Alice Munro in diesem Jahr, sollte man ruhig mal eine Ausnahme machen von der Leseroutine. Man muss denn auch mindestens zwanzig Jahre zurück gehen zu Toni Morrison (1993), um preisgekrönte Schriftsteller US-amerikanischer Herkunft zu finden. Kanada, immerhin nordamerikanisch, hatte bisher noch keinen Nobelpreisträger gestellt. Nach seinem Stifter soll den mit fast einer Million Euro dotierten Literaturpreis derjenige Autor erhalten, der «das Vorzüglichste in idealistischer Richtung geschaffen hat», und für 2013 ehrte die Jury nun also eine «Virtuosin der zeitgenössischen Kurzgeschichte». So betrachtet, das sei vorwegschickt, geht der Preis auch völlig in Ordnung. Zehn recht unterschiedliche Erzählungen sind in dem Band «Zu viel Glück» enthalten, dessen Titel schon darauf hindeutet, dass jedem Übermaß potenziell Leid, Unglück, Enttäuschung, Scheitern gegenübersteht, das Glück auf ein bescheideneres Maß zurückstutzend. Als Protagonisten begegnet man fast ausnahmslos Frauen in mittelständisch geprägten, meist ländlichen Milieus Kanadas. Alle sind in wenigen Worten sehr treffend geschilderte Charaktere, die oft in prekären Verhältnissen leben und Konflikten vielfältigster Art ausgesetzt sind. Wen wundert’s, dass meistens Männer den Gegenpol bilden, Ursache der Probleme sind oder gar Katastrophen auslösen wie in der ersten, sehr beklemmenden Geschichte. Munro schreibt jedenfalls aus weiblicher Sicht, ohne dass man ihr Feminismus vorwerfen könnte, sie liefert lediglich ihren Beitrag zu der These «Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen». Als Konfliktpotential zieht die Autorin neben dem ziemlich dominant im Vordergrund stehenden Geschlechterkampf auch das Miteinander der verschiedenen Generationen heran sowie gesellschaftliche Umbrüche. Es gibt bei ihr innere Spannungen und menschliche Konflikte zuhauf, sie beschreibt unsentimental und mit viel Hintersinn gekonnt die vielfältigen seelischen Probleme des Menschen. Wie ein Schlag ins Gesicht beginnt es gleich in der ersten Geschichte einer Frau, deren Mann ihre drei Kinder umgebracht hat, die sich aber trotzdem an ihn gebunden fühlt. Eine Musikschülerin geht ihre eigenen Wege und taucht plötzlich als Autorin wieder auf, eine Philosophie-Studentin liest einem reichen Lustgreis nackt Gedichte vor, eine Mutter steht ratlos ihrem völlig aus der Bahn geworfenen Sohn gegenüber, eine Frau verblüfft den in ihr Haus eingedrungenen Mörder mit einer Giftmord-Geschichte. Die tragische Liebe einer jungen Frau zu einem durch ein Muttermal abstoßend verunstalteten Mann wird ebenso knapp und pointiert erzählt wie die Zuneigung einer lebenslustigen Masseurin zu ihrem sterbenskranken Leukämie-Patienten, die kaltblütige Ermordung eines geistig zurückgebliebenen Mädchens durch zwei Schülerinnen oder ein Unfall im Wald, der ein Paar wieder näher zusammenbringt. Zuletzt folgt eine Geschichte aus dem Europa des 18. Jahrhunderts, in der eine Frau als erste eine Professur für Mathematik erhält, die längste und sicherlich auch schwächste Erzählung dieses Bandes. Munro vermag Empathie zu wecken, sie erzählt in einfachen Worten, unaufgeregt, fast lakonisch Dramen ohne Katharsis, vor allem aber ohne Happy End, was ja nicht ganz selbstverständlich ist für die Kontinenthälfte, auf der sie lebt. Dabei bewegt sie sich immer haarscharf an der Grenze zur Trivialliteratur, hat aber mit ihrem inzwischen abgeschlossenen Lebenswerk, ihr erklärtermaßen letztes Buch erschien ja vor wenigen Tagen, ihre epischen Form zur Vollendung gebracht. Wer Munros komprimierte, humorlose Erzählweise mag, kommt jedenfalls voll auf seine Kosten.
Bewertung
5/5
07.09.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Keine/r kann so viel zwischen...
Keine/r kann so viel zwischen den Zeilen erzählen! Zu Recht höchst prämierte Autorin und ich liebe ihr Werk!
Anja
aus Graz
5/5
12.02.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sehr zu empfehlen
Kurzgeschichten die einen zum Nachdenken bringen und einem den Tag versüßen. Kann bislang alle Werke von der Nobelpreisträgerin sehr empfehlen.
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5/5
22.09.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ob Alice Munros Geschichten 5...
Ob Alice Munros Geschichten 5 oder 20 Seiten lang sind, mit nur wenigen Worten ist man mitten in der Geschichte und fühlt mit ihren Figuren mit. Zehn großartige Erzählungen.
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5/5
16.03.2016
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wunderbare Geschichten über Frauen,...
Wunderbare Geschichten über Frauen, Heldinnen und das Glück. Die Nobelpreisträgerin ist eine tolle Erzählerin!
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