Lebens- und Arbeitsalltag der Wärter in der Irrenpflege im Hospital Haina: Psychiatrische Pflege im 19. Jahrhundert
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Sprache:Deutsch
29,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
12.03.2013
Abbildungen
mit 9 Abbildungen
Verlag
Bachelor + Master PublishingSeitenzahl
88
Maße (L/B/H)
22/15,5/0,7 cm
Gewicht
160 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-95549-165-9
Diese Studie beschreibt zunächst die bestehenden Rahmenbedingungen (Insassen, bauliche Strukturen) der Wärter im Hospital Haina im 19. Jahrhundert. Im Anschluss daran wird ein allgemeines Profil des Wärters in Deutschland mit Hilfe der Sekundärliteratur formuliert. Als Vergleich werden die eingestellten Wärter im Hospital Haina als Personen näher beschrieben und charakterisiert: Wer waren die Wärter, woher kamen sie, welche Bildung hatten sie. Exemplarisch werden anhand von Fallstudien Bewerbungs- und Auswahlverfahren des Hospitals zur Anwerbung von Wärtern beschrieben. Die Organisation des Wärterdienstes mit ihren Differenzierungen (Wärtergehilfe, Wärter, Oberwärter) sowie deren Weiterentwicklungen im Laufe des 19. Jahrhunderts werden anschaulich dokumentiert und schematisch dargestellt. Im weiteren wird die fortschreitende Professionalisierung des Wärterdienstes in ihrer wachsenden Bedeutung für die psychiatrische Pflege beschrieben. Im Hospital herrschten strenge Normen und Regelungen in Form von Hausordnungen und Dienstanweisungen, welche Aufgaben, Rechte und Pflichten der Wärter formal bestimmten. Die Hausordnungen und Dienstanweisungen gaben eine starre Hierarchie und Weisungsstruktur zwischen den einzelnen Berufsgruppen im Hospital vor. Sie regelten wer wem zu gehorchen hatte. Die stark hierarchisierte Kommunikationsstruktur innerhalb der unterschiedlichen Berufsgruppen im Hospital wurde nicht immer eingehalten. Inwieweit sie tatsächlich Einfluss auf Wirklichkeit des Hospitalalltags nehmen konnten, zeigen Auswertungen von Personalakten. Sie zeigen wie die Wärter ihre berufliche Situation und den Hospitalalltag subjektiv wahrnahmen und wie die Kommunikation zwischen Wärtern und Hospitalbeamten letztlich in Wirklichkeit aussah. Im Rahmen einer Fallstudie, welche den beruflichen Werdegang eines Wärters von der Einstellung bis zu seinem Tode nachzeichnet, konnte nachgewiesen werden, wie die Arbeits- und Lebenswelt eines Wärters aussah, welche soziale Rolle er innerhalb der Organisation des Hospitals einnahm und wie er diese veränderte.
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