Auswirkungen der Reformation auf die Beerdigungspraxis im christlichen Europa des 16. Jahrhunderts
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Sprache:Deutsch
17,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
15.03.2013
Verlag
GRINSeitenzahl
32
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
62 g
Auflage
3. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-656-39166-1
Wenn Barbara Happe schreibt
"Die Reformatoren brachen mit dem Dogma von einer wirksamen Handlung für den Tten und so mit jeglicher Form der Fürbitte. Nach protestantischem Verständnis endet mit der Stunde des Todes jeder seelsorgerische Dienst am Nächsten. Hierdurch verliert der wichtigste theologische Grund für den Zusammenhang von Kirche und Begräbnisplatz seine Gültigkeit, und es entstehen die Vorraussetzungen für eine Neubestimmung des Begräbnisortes.
Die bibliographische Nachsuche ergab, daß dem Einfluß der Reformation auf die Entwicklung der Friedhöfe in der Forschung bisher nicht genügend Aufmerksamkeit entgegengebracht wurde."1
so scheint sie ein Problem zu benennen, das von der bisherigen Auffassung von den Auswirkungen der Reformation ausgehend garnicht existieren dürfte. Allerdings wird bei genauerer Recherche klar, dass über die Auswirkungen der Reformation gerade im christlichen Begräbniswesen kein Konsens herrscht. Die größte Veränderung wird dem 18. Jahrhundert und der Aufklärung zugeschrieben, über die Rolle der Reformation herrscht große Uneinigkeit: von den einen als Wegbereiter betrachtet, wird sie von anderen als Randerscheinung oder simpler Steigbügelhalter für die Veränderungen der folgenden Zeit betrachtet, und wiederum andere sehen die Reformation als klare Konsequenz einer veränderten Verhältnis zu den Toten.
Diese Arbeit wird sich zuerst mit der Geschichte des europäischen Begräbniswesens bis zur Reformation beschäftigen. Danach werde ich die Ansichten der Reformatoren erläutern, mit Berücksichtigung nicht-theologischer Tendenzen zu der Zeit, die zu einer veränderten Wahrnehmung des Begräbniswesens geführt haben. Abschließend werde ich die verschiedenen Standpunkte in der Fachliteratur darlegen und mit Referenz zu ausgewählten Kirchenordnungen als Quellen der betreffenden Zeit bewerten.
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