Sozialgeschichte der Liebe vom hohen Mittelalter bis zur Gegenwart Magisterarbeit
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- Deutsch ausgewählt
47,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
15.04.2013
Verlag
GRINSeitenzahl
88
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,7 cm
Gewicht
141 g
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-656-40727-0
Aufzeigen lässt sich das anhand der einzelnen sozialen Schichten, die sich bis in das 20. Jahrhundert hinein stark voneinander abgrenzten, die jeweils eigene soziale Räume mit eigenen Normen und Strukturen bildeten und auf die damit auch ökonomische Faktoren sowie Macht- und Herrschaftsansprüche in unterschiedlicher Weise einwirkten. In der historischen Betrachtung zeigt sich die Liebe als ein wichtiges Element im Prozess der Vergesellschaftung, an das vielschichtige Interessen sozialer Gruppen und Familien sowie von Kirche und Staat gebunden waren. Je nach Schichtzugehörigkeit, sozialem Status und Geschlecht waren mit diesem Element für den Einzelnen spezifische Zwänge und Abhängigkeiten oder auch Freiheiten und Chancen verknüpft.
Im Verlauf der letzten 1.000 Jahre, vom Hohen Mittelalter über die Moderne bis hin zur Ge-genwart, hat sich die Bedeutung der Liebe gewandelt: Im Zuge von Differenzierungs- und Individualisierungsprozessen verlor sie ihre funktionale und materielle Zweckbindung und das Paar löste sich als eigenständige Einheit von den übergeordneten gesellschaftlichen Strukturen. Die vormals äußeren Restriktionen und Erwartungen wurden mehr und mehr zu einer Angelegenheit des individuellen Paares.
Liebe hat sich also als Kulturprodukt in einem historischen Prozess herausgebildet, der sich anhand schichtspezifischer und biographischer Unterschiede der Liebeskonzeptionen und Liebesgefühle nachweisen lässt (Wulf 1985:8). Allerdings zeigen sich im historischen Überblick nicht nur Unterschiede, sondern auch Gemeinsamkeiten: Konstanten, die über die Zeit keine wirkliche ...
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