Zum Spannungsverhältnis zwischen Objektivitätsanspruch und sinnlicher Wahrnehmung der Röntgenfotografie
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Sprache:Deutsch
17,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
20.06.2013
Verlag
GRINSeitenzahl
28
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
56 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-656-43286-9
Der Arm ist gebrochen, ich habe es mit eigenen Augen gesehen! , berichtet ein Mädchen ihrer Mutter, als sie aus dem Behandlungszimmer kommt. Das Kind war beim Reiten vom Pferd gefallen und infolge starker Schmerzen im Unterarm ins Krankenhaus gefahren, um geröntgt zu werden. Zwar hatte die Mutter schon vor der Röntgenaufnahme vermutet, dass der Arm gebrochen sein könnte, kann sich dessen aber nun vollkommen sicher sein, nachdem ihr der Arzt den Bruch auf dem Röntgenbild gezeigt hat. Das Mädchen bekommt einen Gips und gewöhnt sich an den Gedanken, ihren Arm einige Wochen lang nicht mehr normal bewegen zu können.
So oder so ähnlich ergeht es tagtäglich Patienten, die sich infolge des Verdachts auf eine innere Verletzung röntgen lassen. Keiner dieser Patienten käme auf die Idee, die Diagnose des Arztes auf der Grundlage des Röntgenbildes in Frage zu stellen. Wer schon einmal ein Röntgenbild gesehen hat, wird dennoch bestätigen, dass es für einen Laien äußerst schwierig ist, die abgebildeten Elemente zu benennen und zu analysieren. Statt Erkenntnis empfinden wir bei der Betrachtung von Röntgenfotografien oftmals ein Gefühl der Faszination und Befremdung. Wie kann es also sein, dass wir Bildern, die etwas anderes zeigen, als die uns bekannte Wirklichkeit, Glauben schenken, ohne ihre Beweiskraft in Frage zu stellen?
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