Politische Medizin der Frühen Neuzeit Die Figur des Arztes in Italien und England im frühen 17. Jahrhundert
199,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
13.10.2014
Abbildungen
mit 17 Illustrationen
Verlag
De GruyterSeitenzahl
470
Maße (L/B/H)
23,6/16/3,2 cm
Gewicht
817 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-11-032284-2
Die politische Literatur der Frühen Neuzeit ist durchzogen von medizinischer Terminologie, da mehrere ihrer Autoren praktizierende Ärzte waren. Die Struktur des Staates, die Steuerung sozioökonomischer Prozesse und politisches Handeln finden ihre Erklärung in physiologischen, diagnostischen und therapeutischen Konzeptionen. Mit der Medikalisierung des Regierungshandelns gerät die Figur des Arztes in den Blick, dessen medizische Verfahren ein Modell für die Pragmatik des gouvernementalen Handelns gemäß den Lehren der Staatsräson liefert. Ausgehend von der Darstellung der Herrschaftstechnik als medizinischer Praxis untersucht „Politische Medizin der Frühen Neuzeit“ systematisch die Verschränkung von Medizin und Politik im frühen 17. Jahrhundert, wie sie sich etwa in den Debatten um politische Krisen, Aufstände und Epidemien zeigt. Ergänzt um die Analyse des Konnexes zwischen Physiologie und politischer Theorie und dem Diskurs um die Lebensverlängerung von Staaten und Körpern rekonstruiert die Arbeit die umfassende Konzeption der politischen Theorie als praktischer ‚Erfahrungswissenschaft‘ und steckt den Rahmen zur Erforschung des politischen Körpers neu ab.
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