Ungleiche Lohnverteilung durch den Handel mit Entwicklungsländern?
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
05.12.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
27 (Printausgabe)
Dateigröße
171 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638330152
Dieses Phänomen, einerseits die sinkenden Löhne der Niedrigqualifizierten beziehungsweise die steigende Arbeitslosigkeit und andererseits die gleichzeitige Zunahme der Importe aus Entwicklungsländern, hat eine andauernde Debatte über die Auswirkungen des Handels zwischen den fortgeschrittenen Ländern und den Entwicklungsländern ausgelöst. Diese heutige Debatte steht diametral derjenigen über die Nutzen und Kosten des Handels in den Sechzigern und Siebzigern gegenüber. Niemand in den fortgeschrittenen Ländern dachte damals daran, dass der Handel an sich und auch mit unterentwickelten Ländern ein Problem darstellen könnte. So betrieben die Industriestaaten in dieser Zeit nicht nur extensive Liberalisierung, sondern senkten auch die Handelsbarrieren untereinander und gegenüber dem Süden immer mehr. Die Drittweltländer befürchteten indes, ohne Protektionismus2 nicht zu der gewünschten Industrialisierung zu kommen und so vollends an die Peripherie der Weltwirtschaft gedrängt zu werden. Beides hat sich heute grösstenteils ins Gegenteil gewendet. Die heutige Problemstellung dreht sich vor allem um die Frage, ob in einer global vernetzten und offenen Wirtschaft die Löhne oder die Beschäftigung der niedrig qualifizierten Arbeiter in den entwickelten Ländern eher durch das globale Angebot an niedrig qualifizierter Arbeit bestimmt wird als durch das inländische Arbeitsmarktgeschehen. Der Hauptgrund für die Entstehung dieser Diskussion ist also die Angst der Länder mit hohem Lohnniveau, dass der Grund für die sinkende Nachfrage nach schlecht Qualifizierten im freien Handel mit Niedriglohn-Ländern zu suchen sei. Solche Ängste wiederspiegeln sich in den immer noch vorhandenen oder wieder eingeführten Einschränkungen des Handels in den verschiedenen Handelsabkommen wie beispielsweise des GATTs und in den neoprotektionistischen Tendenzen der Politik der neueren Zeit.
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